Auch die ESA fliegt bald zum Jupiter – Juice jetzt vom Reißbrett

Es ist noch nicht so lange her, dass die Juno-Sonde der NASA beim Riesenplaneten Jupiter angekommen ist. Wissenschaftliche Daten hat sie bisher (planmäßig) kaum geliefert. Doch inzwischen macht auch die ESA ihre eigene Jupiter-Expedition startklar. „Juice“ (Jupiter Icy Moons Explorer) soll 2022 starten und sieben Jahre später Jupiter erreichen. Dort wird jedoch weniger der Planet im Fokus stehen als seine Monde Ganymed, Europa und Kallisto, unter deren Oberfläche man flüssige Ozeane vermutet, ganz wie beim Saturnmond Enceladus.

Die ESA meldet nun, dass die Sonde nicht mehr im reinen Entwurfsstadium ist. Damit kann Haupt-Auftragnehmer Airbus mit dem Bau von Juice beginnen. Die Sonde wird insgesamt zehn Messinstrumente mit sich führen, nämlich:

  • JANUS: Jovis, Amorum ac Natorum Undique Scrutator (Kamerasystem)
  • MAJIS: Moons and Jupiter Imaging Spectrometer
  • UVS: UV Imaging Spectrograph
  • SWI: Sub-millimeter Wave Instrument
  • GALA: Ganymede Laser Altimeter (Laser-Höhenmesser)
  • RIME: Radar for Icy Moons Exploration (Radar)
  • J-MAG: Magnetometer for JUICE
  • PEP: Particle Environment Package
  • RPWI: Radio & Plasma Wave Investigation
  • 3GM: Gravity & Geophysics of Jupiter and Galilean Moons

Die Raumsonde wird ein Dutzend Mal an Kallisto vorbeifliegen, dem kraterreichsten Objekt im Sonnensystem, und zwei Mal am Jupitermond Europa, um die ersten Vermessungen der Dicke seiner Eiskruste vorzunehmen.

Schließlich wird JUICE in einer Umlaufbahn von Ganymed kreisen, wo sie die Eisoberfläche sowie die innere Struktur dieses Jupitermondes samt seines unter der Oberfläche verborgenen Ozeans erforschen wird.

Die Flugbahn zeigt die ESA im Video:

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