Auswurf eines ultraschweren Schwarzen Lochs gemessen

Im Zentrum der meisten Galaxien, auch in unserer Milchstraße, residiert ein superschweres Schwarzes Loch. Das dient nicht nur als Massezentrum – es beeinflusst auch die Entwicklung der Galaxie mit, vor allem durch ihren Gasausstoß, der entsteht, wenn das Schwarze Loch mehr Materie konsumiert, als es gerade verkraften kann.

Astronomen ist jetzt erstmals gelungen, einen solchen Ausstoß direkt einem Schwarzen Loch zuzuordnen. Dazu haben die Forscher die aktive Galaxie IRAS 13224-3809 über mehrere Tage gleich mit zwei Teleskopen beobachtet: dem NuSTAR (Nuclear Spectroscopic Telescope Array) der NASA und dem XMM-Newton der ESA. XMM-Newton ist ein Röntgenteleskop, NuSTAR misst Spektren, also die Verteilung von Wellenlängen im Licht einer Quelle, die Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Quelle und der Bereiche, die das Licht durchquert, zulässt. Dabei zeigte sich, das das ausgestoßene Material und die Intensität der Röntgenstrahlung miteinander verknüpft sind, also dieselbe Quelle haben – das Schwarze Loch.

Ein superschweres Schwarzes Loch gibt aus seinem inneren Bereich (pink) Röntgenstrahlung ab, während die Materiescheibe darum herum einen Gassturm entfesselt (künstlerische Vorstellung, Quelle: ESA)

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