Keine Atmosphäre auf Proxima Centauri b?

Proxima Centauri b ist ein Gesteinsplanet, der den sonnennächsten Stern Proxima Centauri umkreist. Ob Leben auf seiner Oberfläche existieren könnte, darüber ist schon viel spekuliert worden. In Proxima Rising gehe ich davon aus. Der Planet bewegt sich zwar in der habitablen Zone seines Sterns. Doch dieser, ein Roter Zwerg, bombardiert ihn regelmäßig mit heftiger Strahlung – typisch für diese Art von Stern.

Könnte er trotzdem Leben beherbergen? In einer Studie in The Astrophysical Journal Letters haben Forscher ein interessantes Gedankenspiel gemacht: Sie haben die Erde, wie sie ist, an die Stelle von Proxima b gesetzt und dann im Computer simuliert, was passiert. Das Ergebnis: unser Heimatplanet würde unter dem Strahlungsdruck seine Atmosphäre nicht halten können; Leben hätte keine Chance.

Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, kann derzeit niemand wissen. Denn Proxima b bewegt sich aus unserer Perspektive nicht über die Scheibe seiner Sonne, sodass uns wichtige Angaben zu dem Planeten fehlen. Falls er zum Beispiel deutlich schwerer als die Erde wäre und mit einem großen Eisenkern ein starkes Magnetfeld erzeugen würde (beides ist möglich), könnte der Rote Zwerg die Atmosphäre weniger gut wegblasen. Astronauten müssten sich bei ihren Erkundungstrips dann nur stärker anstrengen.

Künstlerische Vorstellung der Oberfläche von Proxima Centauri B. (Bild: ESO/M. Kornmesser)

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