Sommer-Sonnenwende in Titans Norden

Auf der nördlichen Hemisphäre des Saturnmondes Titan ist gerade die Zeit der Sonnenwend-Feuer: Am 24. Mai erreichte den Nordpol des Mondes soviel Sonnenlicht wie sonst nie in seinem fast 30-jährigen Zyklus, den der Umlauf seinen Planeten Saturn um die Sonne verursacht.

Das Foto ist eine Aufnahme der Cassini-Sonde vom 9. Juni 2017 aus einer Entfernung von 507.000 Kilometern. Deutlich erkennbar sind helle Methanwolken in hohen nördlichen Breiten sowie die Methan- und Ethan-Seen, die sich rund um den Nordpol des Mondes ausbreiten.

Ein Sonnenwend-Feuer zu entzünden dürfte auf Titan allerdings nur machbar sein, wenn man den nötigen Sauerstoff selbst mitbringt – der fehlt nämlich in der Atmosphäre. Genug Brennstoff gibt es aber. Mit den Vorräten an flüssigen Kohlenwasserstoffen, die der Titan bereithält, könnten wir die Erde noch Tausend Jahre und länger verpesten, wie die NASA beechnet hat: Der Vorrat auf Titan übertrifft den der Erde um das Hundertfache.

Aktuelles Foto der Cassini-Sonde; der Nordpol ist oben im Bild (Quelle: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)

 

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BrandonQMorris
  • BrandonQMorris
  • Brandon Q. Morris, 54, ist Physiker und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit den spannenden Phänomenen des Alls. So ist er für den redaktionellen Teil eines Weltraum-Magazins verantwortlich und hat mehrere populärwissenschaftliche Bücher über Weltraum-Themen geschrieben. Er wäre gern Astronaut geworden, musste aber aus verschiedenen Gründen auf der Erde bleiben. Ihn fasziniert besonders das „was wäre, wenn“. Sein Ehrgeiz ist es deshalb, spannende Science-Fiction-Geschichten zu erzählen, die genau so passieren könnten – und vielleicht auch irgendwann Realität werden.