2017
Oktober
Standard

Was riesige Schwarze Löcher mit dem Urknall zu tun haben

Schwarze Löcher gibt es in allen möglichen Größen. Es gibt sie – vermutlich – in ganz klein, quasi in „S“ oder „M“, hier steht der Nachweis noch aus. Es gibt Schwarze Löcher mit der Masse einiger Sterne, die als Überbleibsel von Supernovae entstehen. Dieses „L“ ist wohl die Standardgröße. Dann gibt es die XL-Variante, die sich im Zentrum der meisten Galaxien findet. Und schließlich existiert auch noch die XXL-Version, die Astronomen in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung gefunden haben – die also kurz nach dem Urknall (in astronomischen Zeiträumen gesehen) geboren worden sein muss.

Bei letzterer ist jedoch bisher nicht klar, welcher Prozess sie ins Leben gerufen haben könnte. Handelt es sich um Nachkommen der allersten Sterne? Oder hat sich an diesen Stellen die dichte Ur-Wolke direkt zu einem Schwarzen Loch verwirbelt und zusammengeballt? Beide Vorstellungen haben ihre jeweils eigenen Probleme. In Science stellen die japanischen Forscher Shingo Hirano und Naoki Yoshida jetzt einen Geburtshelfer vor, der zumindest in zeitlicher Nähe aktiv war: den Urknall selbst.

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