2017
Juli
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Die superalte, superweit entfernte Superduper-Supernova

Eine Supernova ist an sich schon eine mächtige Explosion am Ende eines meist eher kurzern Sternenlebens. Denn nur die größten und schwersten Sterne, denen zugleich die kürzeste Lebenserwartung beschieden ist, vergehen in einem so mächtigen Ausbruch. Bevor sie als Neutronenstern oder Schwarzes Loch enden, leuchten sie für ein paar Tage oder Wochen so hell wie Millionen Sonnen.

Doch es gibt auch noch viel gewaltigere Ereignisse, wie Astronomen in einem Fachmagazin zeigen. Was uns als kleiner Lichtpunkt erscheint, er trägt den Namen DES15E2mlf, ist in Wahrheit eine der hellsten je beobachteten Supernovae, eine sogenannte superluminose Supernova oder Hypernova.

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Wie tote Sterne Planeten gebären können

Wenn ein Stern in einer gewaltigen Supernova-Explosion stirbt, bleibt normalerweise nur sehr wenig von ihm übrig. Das meiste Material wird abgestoßen, das betrifft auch jeden einzelnen Planeten. Nur ein kleiner, sehr dichter Kern bleibt übrig, der je nach Ausgangsmasse zum Neutronenstern (falls er schnell rotiert: zum Pulsar) oder zum Schwarzen Loch wird. Trotzdem befanden sich die ersten Exoplaneten, die 1992 entdeckt wurden, im Orbit um solch eine Sternleiche – um den Pulsar PSR 1257+12.

Mit den Theorien zur Planetenentstehung ist das schwer vereinbar. Wo eine Supernova stattfand, wächst kein Planet mehr. Hat der tote Stern sich seinen Begleiter etwa eingefangen, um sich irgendwann davon zu ernähren? Es könnte auch anders passiert sein, wie Forscher in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society schreiben. Die Astronomen haben den Pulsar Geminga unter die Lupe genommen, der etwa 800 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Gemini seine Bahn zieht. Er ist das Ergebnis einer Supernova, die vor 300.000 Jahren auch von der Erde aus gut sichtbar gewesen sein muss. Schon 1997 hatte man gedacht, dort einen Planeten gefunden zu haben, doch der konnte nie bestätigt werden.

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