2017
Oktober
Standard

Aktuelle Reisewarnung: Giftwolke und schwere Unwetter auf Titan

Die letzte Stunde der Cassini-Sonde, die für lange Zeit Saturn und seine Monde untersucht hat, hat längst geschlagen. Doch die Auswertung ihrer Daten bringt noch immer spannende Ergebnisse – und das wird sich wohl auch in den nächsten Jahren noch fortsetzen.

Ganz frisch berichten Forscher zum Beispiel von einer Giftwolke, die sie in der Nähe des Südpols des größten Saturn-Mondes Titan in 160 bis 210 Kilometern Höhe gefunden haben, weit über den Methan-Wolken, für die der Mond berühmt geworden ist. Die Wolke besteht aus Eis, allerdings nicht aus Wasser-Eis, sondern aus einer ziemlich exotischen Mischung: Kristalle aus Blausäure (Cyanwasserstoff) und aus Benzen (auch Benzol genannt). Was die Forscher besonders spannend finden: Die Stoffe sind nicht etwa zufällig in derselben Höhe gefroren und haben sich dann übereinander abgelagert – nein, die Eiskristalle bestehen aus den beiden Grundsubstanzen. Das ist ein weiteres Zeichen dafür, wie exotisch die Chemie auf dem fernen Mond abläuft.

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