Leben

Wie häufig ist Leben im Weltall? Leben

Wie häufig ist Leben im Weltall?

Die Frage ist derzeit im Grunde nicht zu beantworten. Die bekannte Drake-Gleichung gaukelt zwar eine gewisse Genauigkeit vor, krankt aber daran, dass man über jeden ihrer sieben Faktoren trefflich streiten kann. Wir haben eben im Moment nur ein Beispiel für intelligentes Leben, und von uns auf das gesamte Universum zu schließen, wäre zwar irgendwie menschlich, ist aber wissenschaftlich problematisch. Aber es gibt eine Alternative. Wir können fragen, mit welcher Wahrscheinlichkeit auf der Erde Leben entstehen würde, würden wir die Uhr immer wieder zurückdrehen und neu anfangen. Die Bedingungen auf der Erde kennen wir ziemlich gut, und die Astronomen sind sich…
Salzige Mars-Pfützen kein Lebensraum Leben

Salzige Mars-Pfützen kein Lebensraum

Auf der Oberfläche des Roten Planeten können normale Gewässer unter heutigen Bedingungen nicht mehr für längere Zeit existieren. Möglich wäre aber, dass stark salzhaltige Feuchtigkeits-Reservoirs an der Oberfläche ("Pfützen", in der Fachsprache "Brines") oder dicht darunter für einige Zeit stabil bleiben, vor allem im Mars-Frühjahr und -Sommer, wenn Eis-Ablagerungen tauen. Ob diese Pfützen allerdings für Leben, wie wir es kennen, geeignet sind, ist fraglich. 2018 machten Meldungen Schlagzeilen, wonach diese Brines durchaus lebensfreundliche Bedingungen aufweisen könnten. Dafür sprach die Tatsache, dass sich unter den auf dem Mars herrschenden Bedingungen Sauerstoff sehr gut in den Brines lösen müsste. Während die…
Leben in einer wasserstoffreichen Atmosphäre Leben

Leben in einer wasserstoffreichen Atmosphäre

Der Exoplanet K2-18b, ca. 124 Lichtjahre von der Erde entfernt, ist eine Art Mini-Neptun, wie Astronomen im vergangenen Jahr herausfanden. Er ist sieben bis zehn Mal so schwer wie die Erde und hat den 2,7-fachen Radius. K2-18b umkreist seinen Zentralstern, einen Roten Zwerg, einmal in 33 Tagen. Damit befindet er sich in der habitablen Zone seines Sterns. Für die Astronomen weist er aber noch eine andere bemerkenswerte Besonderheit ab: In seiner Atmosphäre konnten Wasserstoff, Helium und Wasserdampf nachgewiesen werden. In den Medien erschien K2-18b deshalb gleich als "Erde 2.0", was er definitiv nicht ist. Die Forscher, die ihn 2019…
Silent Sun: Das Phänomen der ruhigen Sonne Astrophysik

Silent Sun: Das Phänomen der ruhigen Sonne

Die Sonne ist ziemlich ruhig. Das ist die Prämisse meines Romans "Silent Sun". Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen haben das nun aber auch mit einem in Science veröffentlichten systematischen Vergleich nachgewiesen. Bei solchen Analysen kommt es natürlich darauf an, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Rote Zwerge etwa gelten als ziemlich aktiv. Aber auch bei Gelben Zwergen wie der Sonne kann es große Unterschiede geben. Deshalb wählten die Forscherinnen und Forscher solche Kandidaten aus, die der Sonne in entscheidenden Eigenschaften gleichen. Neben der Oberflächentemperatur, dem Alter und dem Anteil von schweren Elementen war das vor allem die…
Kepler-1649c: ein Erd-Zwilling mit aufbrausendem Mutterstern Astrophysik

Kepler-1649c: ein Erd-Zwilling mit aufbrausendem Mutterstern

Das Kepler-Teleskop ist bereits abgeschaltet, aber trotzdem finden Astronomen in seinen Daten immer wieder neue Exoplaneten. Der 300 Lichtjahre von der Erde entfernte Kepler-1649c ist so ein Fundstück. das den Forschern bei der ersten, automatisierten Durchsicht noch entgangen war. Dabei besitzt der Gesteinsplanet eine wichtige Besonderheit: Es handelt sich um den bisher in allen Aspekten erdähnlichsten Exoplaneten. Kepler-1649c ist demnach nur 1,06 mal größer als die Erde. Er erhält etwa drei Viertel der Energie von seinem Zentralstern, die die Erde von der Sonne erhält. Damit müsste Wasser, so vorhanden, an seiner Oberfläche flüssig vorliegen. Schade ist nur, dass Kepler-1649c…
Leben gibt es sogar hundert Meter unter dem Ozeanboden Leben

Leben gibt es sogar hundert Meter unter dem Ozeanboden

Auf der Erde gibt es – von den Geothermal-Feldern im äthiopischen Dallol abgesehen – fast überall Leben. Auf den höchsten Bergen, in heißen Quellen, in ätzenden Seen oder auch in der Tiefsee, überall konnten die Forscher zumindest primitive Bakterien aufspüren. Sogar hundert Meter unter dem Boden der Ozeane fanden Wissenschaftler jetzt noch Spuren von Leben, wie sie in einem Artikel im Magazin Communications Biology berichten. Die Wissenschaftler haben sich dazu speziell die obere Erdkruste in den Ozeanen angesehen. Sie besteht aus basaltischer Lava, die dort seit 3,8 Milliarden Jahren aus der Tiefe der Erde abgelagert wird. Wo sie mit…
Dreifachsystem aus Braunen Zwergen entdeckt Leben

Dreifachsystem aus Braunen Zwergen entdeckt

Braune Zwerge sind Himmelsobjekte, die ein bisschen zu klein dafür waren, sich zu richtigen Sternen zu entwickeln. Das bedeutet nicht, dass sie nicht heiß sein können – unter Umständen laufen in ihnen trotzdem Fusionsreaktionen ab wie in unserer Sonne, nur in kleinerem Ausmaß bzw. mit anderen Ausgangsstoffen wie etwa Deuterium statt Wasserstoff. Für die Astronomen sind sie sehr interessant, weil die sie umkreisenden Planeten womöglich noch bessere Lebenschancen bieten als bei den größeren Roten Zwerge, die leider zu heftigen Strahlungsausbrüchen neigen. (mehr …)
Schlechte Nachrichten für das Leben auf Titan – oder doch nicht? Leben

Schlechte Nachrichten für das Leben auf Titan – oder doch nicht?

Damit Leben, wie wir es kennen, entstehen kann, muss es sih irgendwie gegen seine Umgebung abgrenzen. Jede Zelle braucht eine Hülle, die zwar durchlässig für Nährstoffe von draußen ist, aber das Zelinnre trotzdem vor der Außenwelt schützt. Auf der Erde bestehen solche Zellmembranen aus Lipiden, Kohlenwasserstoff-Verbindungen, zu denen u.a. die Fettsäuren gehören. Auf dem Saturn-Mond Titan ist es für die Entstehung von Lipiden mit -180 Grad Durchschnittstemperatur viel zu kalt. Aber es gibt dort eine andere Stoffklasse, von der Astrobiologen gehofft hatten, dass sie die Funktion der Lipide übernehmen könnten: Acrylnitril. Moleküle dieses Stoffes könnten sich zu sogenannten Azotosomen…