Hard Science Fiction von Brandon Q. Morris
Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus Leben

Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus

Die Menschheit ist ziemlich spät dran und ziemlich weit draußen. Das ist das Fazit einer Studie, die die Entwicklung von intelligentem Leben in der Milchstraße statistisch untersucht. Die Autoren betrachten darin eine ganze Reihe von Faktoren, von denen sie annehmen, dass sie die Entwicklung intelligenten Lebens beeinflussen, wie etwa die Häufigkeit sonnenähnlicher Sterne, die erdähnliche Planeten beherbergen, die Häufigkeit für eine Zivilisation tödlicher Supernovas, die Zeitdauer, die für die Entwicklung intelligenten Lebens erforderlich ist (wenn die Bedingungen stimmen) sowie die Tendenz fortgeschrittener Zivilisationen, sich selbst zu zerstören. Diese Faktoren ließen die Forscher mit unterschiedlichen Werten in eine Simulation der Milchstraße…
Wurden die ersten Schwarzen Löcher in Form von Baby-Universen geboren? Astrophysik

Wurden die ersten Schwarzen Löcher in Form von Baby-Universen geboren?

Kurz nach dem Urknall war das Universum noch undurchdringlich. Seine Dichte war so hoch, dass eine Schwankung von nur 50 Prozent – eine Kaffeebohne in einem Kuchenteig also – gereicht hätte, sofort ein Schwarzes Loch zu produzieren. Die Dichte war immerhin variabel genug, um aus den Unterschieden später ganze Galaxien wachsen zu lassen. Allerdings scheint es zu diesem Zeitpunkt keinerlei "Kaffeebohnen" gegeben zu haben – das verrät heute die doch recht uniforme kosmische Hintergrundstrahlung. Trotzdem könnten damals sogenannte promordiale Schwarze Löcher entstanden sein, nur eben auf anderen Wegen. Sie könnten heute die gesamte oder einen Teil der dunklen Materie…
Intergalaktische Gasfilamente durchziehen das Universum Astrophysik

Intergalaktische Gasfilamente durchziehen das Universum

Sie durchziehen den Kosmos wie Spinnweben in einem Raum, der lange keinen Staubsauger mehr gesehen hat: In sogenannten Filamenten, unergründlich großen, fadenförmigen Strukturen aus heißem Gas, die Galaxien und Galaxienhaufen umgeben und verbinden, vermuten Astrophysiker schon seit längerem die bisher verborgene Hälfte der Materie in unserem Universum. Wir verdanken unsere Existenz einem winzigen Irrtum. Nachdem sich nach dem Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren die Materie des Kosmos in einer gigantischen Gaswolke ausbreitete, war sie darin fast gleichmäßig verteilt. Fast, aber nicht ganz: In manchen Teilen war die Wolke etwas dichter als in anderen. Und nur aus diesem Grund gibt es heute…
Die fernste Galaxie des Universums Astrophysik

Die fernste Galaxie des Universums

Wie groß ist das Universum? So groß wie das fernste Objekt, das wir entdecken, könnte eine Antwort darauf lauten. Das stimmt aber nicht ganz: Das am weitesten entfernte sichtbare Objekt markiert nur die Grenzen des beobachtbaren Universums. Dabei könnte es sich um GN-z11 handeln. Ein Team von Astronomen nutzte das Keck I-Teleskop, um die Entfernung zu dieser uralten Galaxie zu messen. Sie stellten fest, dass GN-z11 nicht nur die älteste, sondern auch die am weitesten entfernte Galaxie ist. Sie ist so weit entfernt, dass sie tatsächlich die Grenze des beobachtbaren Universums selbst definiert. Das Team hofft, dass seine Studie Licht…
Ein einsames Paar Gasriesen, die nie zur Sonne werden konnten Space

Ein einsames Paar Gasriesen, die nie zur Sonne werden konnten

Sternentstehungsprozesse lassen manchmal astronomische Objekte entstehen, die als Braune Zwerge bezeichnet werden. Sie sind kleiner und kälter als Sterne und können in den extremsten Fällen Massen und Temperaturen bis hinunter zu denen von Exoplaneten haben. Genau wie Sterne wandern Braune Zwerge oft allein durch den Weltraum, können aber auch in Doppelsternsystemen auftreten, in denen zwei Braune Zwerge einander umkreisen und gemeinsam in der Galaxie unterwegs sind. Forscher um Clémence Fontanive vom Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern entdeckten jetzt ein kurioses sternloses Doppelsystem aus Braunen Zwergen. Das System CFHTWIR-Oph 98 (oder kurz Oph 98) besteht aus…
Reich gedeckte Speisekarte im Enceladus-Ozean Enceladus

Reich gedeckte Speisekarte im Enceladus-Ozean

Leben braucht für seine Existenz Energie. Je umfangreicher und diverser die Vorräte eines potenziellen Ökosystems sind, desto stabiler können dort entstehende Lebensgemeinschaften sein. Für den Saturnmond Enceladus weist nun eine neue Studie darauf hin, dass im Flüssigwasserozean unter der eisigen Haut des Mondes ein vielfältiges Stoffwechselmenü eine potenziell vielfältige mikrobielle Gemeinschaft  unterstützen könnte. Anhand von Daten der NASA-Raumsonde Cassini haben Wissenschaftler des Southwest Research Institute (SwRI) die chemischen Prozesse im unterirdischen Ozean des Saturnmondes Enceladus modelliert. Vor seinem Deorbit im September 2017 untersuchte Cassini die Wolke aus Eiskörnern und Wasserdampf, die aus Rissen auf der eisigen Oberfläche von Enceladus austrat, und…
Mysteriöses Signal von Proxima Centauri Leben

Mysteriöses Signal von Proxima Centauri

"Gegen Ende des 21. Jahrhunderts erreicht die Erde ein Hilferuf vom sonnennächsten Stern Proxima Centauri", beginnt der Klappentext von "Proxima Rising". Das Ende des Jahrhunderts ist noch fern, aber ein anscheinend nicht natürliches Radiosignal von dem Roten Zwerg hat uns bereits erreicht. Der Guardian hat als erster darüber berichtet, nun geht die Geschichte um die Welt. Die Daten, um die es geht, hat das Parkes-Observatorium in Australien bereits am 29. April 2019 gesammelt. "Das ist das aufregendste Signal, das wir im Projekt Breakthrough Listen entdeckt haben", sagt Sofia Sheikh von der Penn State University dazu, die die Analyse leitet.…
Spinnen im Weltall: Licht als Ersatz für Schwerkraft Leben

Spinnen im Weltall: Licht als Ersatz für Schwerkraft

Eine sehr hübsche Geschichte hat die Universität Basel gerade in einer Pressemitteilung herausgeschickt. Es geht um Spinnen, großartig findet das Folgende darum wohl nur, wer die nützlichen Tiere auch zumindest ein bisschen mag. Aber lassen wir die (übersetzte) Pressemitteilung zu Wort kommen. Auf der Erde bilden Spinnen asymmetrische Netze, deren Zentrum zum oberen Rand hin verschoben ist. Im Ruhezustand sitzen die Spinnen mit dem Kopf nach unten, weil sie sich in Richtung der Schwerkraft schneller auf frisch gefangene Beute zubewegen können. Doch was machen Spinnentiere in der Schwerelosigkeit? Im Jahr 2008 wollte die NASA die Mittelschulen in den USA für…