Hard Science Fiction von Brandon Q. Morris
Wärme-Anomalien in der Nähe des Enceladus-Südpols gefunden Enceladus

Wärme-Anomalien in der Nähe des Enceladus-Südpols gefunden

Schon 2005 hat die Cassini-Sonde erstmals nachgewiesen, dass der Saturn-Mond Enceladus geologisch aktiv ist und am Südpol Fontänen eisiger Dämpfe ausstößt. Dass der Mond einen unterirdischen Ozean besitzen muss, gilt als nachgewiesen. Doch wie tief liegt er? In meinem Roman "Enceladus" gehe ich davon aus, dass die Eisschicht am Südpol nur wenige Kilometer dick ist. Das hatten zuvor französische Forscher basierend auf theoretischen Überlegungen behauptet – und es ist natürlich einfacher, 5 Kilometer in die Tiefe zu bohren als 50 Kilometer. (mehr …)
Die verschwundenen Schwarzen Löcher der Mittelklasse Space

Die verschwundenen Schwarzen Löcher der Mittelklasse

Bei Schwarzen Löchern ist der Unterschied zwischen Arm und Reich (an Masse) besonders groß. Da gibt es zum einen die Vertreter, die beim Ableben eines Sternes entstanden sind. Hier weiß man ziemlich genau, was zu erwarten ist – je nach Masse des Ausgangssternes natürlich, aber solche Löcher bleiben winzig im Vergleich zu den riesigen Schwarzen Löchern im Kern der meisten Galaxien. (mehr …)
Warum Schwarze Löcher kosmischen Wind ausstoßen Space

Warum Schwarze Löcher kosmischen Wind ausstoßen

Ein Großteil der kosmischen Strahlung im Universum stammt von Schwarzen Löchern (wobei die Schätzungen zwischen zehn und 50 Prozent liegen). Moment: sind das nicht diese Weltall-Monster, die Raumschiffe, Planeten und ganze Sonnensysteme zum Frühstück verspeisen, die nicht einmal die lichtschnelle elektromagnetische Strahlung mehr verlassen kann, sobald sie die kritische Grenze überschritten hat? Ja, das ist die Definition des Schwarzes Lochs. (mehr …)
42: Die Zeit, die Zellen brauchen, sich an fehlende Schwerkraft anzupassen Space

42: Die Zeit, die Zellen brauchen, sich an fehlende Schwerkraft anzupassen

42 Sekunden – so lange brauchen Säugetier-Zellen, um sich an Mikrogravitation zu gewöhnen. Das haben deutsche Forscher mit Hilfe eines Experiments herausgefunden, das ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti an Bord der ISS durchgeführt hat. Dabei setzten die Forscher lebende Rattenzellen oxidativem Stress aus und maßen, ob und wie das Immunsystem der Zelle reagiert. Es zeigte sich, dass die Immunantwort kurz nach Einsetzen der Schwerelosigkeit abbricht. Doch nur 42 Sekunden später haben sich die Zellen offenbar neu orientiert und funktionieren wieder wie gewohnt. (mehr …)
Auswurf eines ultraschweren Schwarzen Lochs gemessen Space

Auswurf eines ultraschweren Schwarzen Lochs gemessen

Im Zentrum der meisten Galaxien, auch in unserer Milchstraße, residiert ein superschweres Schwarzes Loch. Das dient nicht nur als Massezentrum – es beeinflusst auch die Entwicklung der Galaxie mit, vor allem durch ihren Gasausstoß, der entsteht, wenn das Schwarze Loch mehr Materie konsumiert, als es gerade verkraften kann. (mehr …)
Erstmals Bildung von Gesteinsplaneten in Binärsystem beobachtet Space

Erstmals Bildung von Gesteinsplaneten in Binärsystem beobachtet

Der Wüstenplanet Tatooine umkreist im StarWars-Universum die beiden Sonnen Tatoo 1 und Tatoo 2. Astronomen galt es bislang als unwahrscheinlich, dass er ein reales, steinernes Gegenstück besitzt. Bisher hatte man um Binärsysteme jedenfalls immer nur begleitende Gasgiganten gefunden. Das liegt daran, dass diese sich weiter außen in der protoplanetaren Scheibe bilden, wo es kühler ist und die Gravitationskraft der beiden Zentralsterne die Planetebildung nicht mehr so stark beeinflusst wie im inneren, heißeren Bereich, wo sich Gesteinsplaneten bilden könnten. (mehr …)
Mindestens sechs bewohnbare Planeten rund um nahegelegenen Zwergstern aufgespürt Space

Mindestens sechs bewohnbare Planeten rund um nahegelegenen Zwergstern aufgespürt

Trappist-1 ist ein Zwergstern im Sternbild Wassermann. Der Rote Zwerg, nur 39 Lichtjahre von uns entfernt, ist kaum größer als unser Planet Jupiter, dabei aber etwa 80 Mal so schwer. Dadurch kann er, anders als Jupiter, Wasserstoff zu Helium fusionieren – und so zu einer potenziell lebensspendenden Sonne werden. Die Fusionsreaktionen laufen im Inneren von Trappist-1 viel langsamer ab als in unserem Muttergestirn. Das hat den Vorteil, dass er langlebig ist (seine Lebenserwartung liegt bei zehn Billionen Jahren!), aber den Nachteil, dass er weitaus weniger Licht abgibt. Damit ein Planet also genauso viel Energie abbekommt wie die Erde von der…
Zwergplanet Ceres: Organische Verbindungen + Wasser = Leben? Space

Zwergplanet Ceres: Organische Verbindungen + Wasser = Leben?

Seit 2015 umkreist die NASA-Sonde Dawn den Zwergplaneten Ceres, in der Liste der größten Himmelskörper des Sonnensystems immerhin auf Platz 33 und eindeutig das größte Objekt des Asteroidengürtels. Mit rund 950 Kilometern Durchmesser vereint Ceres etwa ein Drittel der Masse des Asteroidengürtels auf sich. Nachdem er lange wie ein langweiliger, grauer Asteroid aussah, hat sich inzwischen herausgestellt, dass er doch noch das ein oder andere Geheimnis besitzt. Zunächst fand man Hinweise, dass es unter seiner Oberfläche Reste eines flüssigen Ozeans geben könnte. Dann maß die Raumsonde Dawn Ausdünstungen von Wasserdampf, die man sich nicht erklären konnte. (mehr …)