Hard Science Fiction von Brandon Q. Morris
Ein Planet, schwarz wie frischer Asphalt Space

Ein Planet, schwarz wie frischer Asphalt

WASP-12b ist ein Exoplanet, der den Stern WASP-12 umkreist, etwa 1400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Entdeckt wurde er bereits 2008 – aber er ist doch immer wieder für Überraschungen gut. Bei Messungen im Oktober 2016 stellte sich (wie jetzt veröffentlicht wurde) heraus, dass er extrem wenig Licht reflektiert. Mit einer Albedo von höchstens 0,064 ist der Planet dunkler als frischer Asphalt. Grund dafür ist vermutlich seine hohe Temperatur. WASP-12b, ein "heißer Jupiter", umkreist seinen Stern in sehr geringem Abstand. Die Kraft seines Sterns hat ihn zu einem Ei verformt; seine Hitze erwärmt ihn auf 2600 Grad Celsius. Bei…
Zeit zum Abschiednehmen: Live dabei, wenn die Cassini-Sonde in den Saturn stürzt Enceladus

Zeit zum Abschiednehmen: Live dabei, wenn die Cassini-Sonde in den Saturn stürzt

Sie hat wichtige Erkenntnisse unter anderem Titan (mit dem Huygens-Lander) und Enceladus (u.a. mit dem Durchflug durch eine der Dampffahnen eines Geysir-Ausbruchs) geliefert – doch nun ist es Zeit, Abschied von Cassini zu nehmen. Der Sonde geht nach 20 Jahren im All der Treibstoff aus. Damit sie nicht auf einen der Monde stürzt und diesen womöglich mit Bakterien von der Erde verunreinigt, wird sie gezielt in den Saturn gelenkt. Wenn alles nach dem detaillierten Plan verläuft, wird es am Freitag, den 15. September um 12:32 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit so weit sein – dann wird Cassini seine Triebwerke mit 100…
Außerirdischen-Watch: Welche fremden Zivilisationen uns sehen können Proxima

Außerirdischen-Watch: Welche fremden Zivilisationen uns sehen können

Zur Entdeckung von Exoplaneten nutzen Astronomen meist eines von zwei Verfahren: die Transitmethoder oder die Radialgeschwindigkeitsmethode. Wenn man an die Drehung der Erde um die Sonne denkt, stellt man sich das Bild gern so vor, als stünde die Sonne fest und zöge die Erde quasi an einem Faden um sich herum. Dieses Bild ist falsch. Tatsächlich bewegen sich beide, Erde und Sonne, Planet und Stern, um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Auch der Stern dreht also – wenn auch kleine – Kreise, weil er von den Planeten beeinflusst wird. Diese Kreisbewegung können wir von der Erde aus nicht sehen. Aber wir sehen,…
Über Brandon Q. Morris: Wie ich Hard Science Fiction schreibe Buch

Über Brandon Q. Morris: Wie ich Hard Science Fiction schreibe

Am liebsten lasse ich meine Bücher für mich sprechen – aber ab und zu werde ich doch gefragt: "Wie machst du das eigentlich, Brandon?" Deshalb heute ein kleiner Überblick. Ich schicke voraus, dass ich das riesige Glück habe, mit dem Autor-Sein all meine Hobbys zu vereinen. Das führt dazu, dass ich mich tatsächlich auf Montag freue, wenn ich wieder arbeiten darf, weil das Schreiben wirklich Spaß macht. Schon als Kind hatte ich zwei Berufswünsche: Schriftsteller oder Astronaut. Mit Schreiben verdiene ich mein Geld, seit ich das Studium beendet habe. Ob es mal für einen (selbe bezahlten) Flug ins All…
Neue Landkarten für Pluto: IAU legt Namen fest Space

Neue Landkarten für Pluto: IAU legt Namen fest

Seit 7. September haben die ersten 14 Berge, Ebenen, Krater und Spalten auf Pluto offizielle Namen. Die Internationale Astronomische Union ehrt damit bekannte Forscher, aber auch Weltraummissionen und bedient sich bei verschiedenen Mythen der Welt. Tombaugh Regio: Clyde Tombaugh (1906–1997) entdeckte 1930 den Pluto. Burney-Krater: Venetia Burney (1918–2009) schlug als 11-jähriges Mädchen den Namen Pluto vor. Sputnik Planitia: Nach dem ersten Erdsatelliten, Sputnik 1 (1957) (mehr …)
Schwarzes Loch frisst Neutronenstern von innen Space

Schwarzes Loch frisst Neutronenstern von innen

Was passiert, wenn sich ein Neutronenstern ein Schwarzes Loch einfängt? Das Schwarze Loch frisst den Neutronenstern von innen auf – und spuckt Gold, Platin und Uran ins All. Was nach dem Szenario eines Horrorfilms klingt, könnte ein realer Prozess sein, der die Galaxien mit schweren Elementen anreichert. Tatsächlich ist das ein bisher nicht zufriedenstellend erklärbares Phänomen: Nach dem Urknall bestand das Weltall nur aus Wasserstoff und Helium. Die schwereren Elemente kamen erst später hinzu, und zwar in dem Maße, wie sie sich im Kern der Stern durch die Fusion leichterer Elemente bildeten. Doch diese Reihe hört bei Eisen auf:…
Äußere Planeten von Trappist-1 könnten Wasser besitzen Leben

Äußere Planeten von Trappist-1 könnten Wasser besitzen

Trappist-1 ist ein vielversprechendes Sonnensystem, was die Suche nach Leben betrifft. Man weiß, dass dort gleich mehrere Planeten in der bewohnbaren Zone kreisen. Das ist der Bereich, in dem auf der Oberfläche eines Planeten Wasser in flüssigem Zustand existieren könnte. Doch der Zentralstern ist hier ein Roter Zwerg, der zu Ausbrüchen neigt und viel UV- und Röntgenstrahlung abgibt. Damit könnte der Stern seinen Planeten das Wasser längst entrissen haben. Denn die ultraviolette Strahlung bricht die Bindungen der Moleküle auf, während Röntgenstrahlung die Atmosphäre aufheizt. Neue Ergebnisse des Hubble-Teleskops (speziell des Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS)) zeigen nun, dass das höchstens…
Seltsame Radioblitze von Objekt FRB 121102 Proxima

Seltsame Radioblitze von Objekt FRB 121102

Vielleicht haben sie sich ja gelangweilt, die Bewohner einer fernen Zwerggalaxie. Als unser Sonnensystem erst 2 Milliarden Jahre als war, haben sie – möglicherweise – ein Raumschiff auf dieselbe Art auf die Reise geschickt, wie es inzwischen das irdische "Project StarShot" vorhat, nämlich in dem sie es mit Energieblitzen davonkatapultiert haben. Die Leute dort müssten technologisch sehr fortschrittlich gewesen sein, konnten sie doch Energien entfesseln, wie sie bei ganzen Sternenexplosionen typisch sind. Die Blitze, die damals entstanden, erreichen inzwischen die Erde. Sie werden hier als "Fast Radio Bursts" gemessen, schnelle Radio-Blitze also, die so heißen, weil sie genauso schnell…