2019
Juli
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Nutzen Bakterien Wolfram als interstellaren Strahlungsschutz?

Wolfram ist ein Schwermetall mit beeindruckenden Eigenschaften: Das weißglänzende Material schmilzt erst bei 3422 Grad Celsius und verdampft sogar erst bei 5930 Grad. Es widersteht fast allen Säuren und hat beinahe die Dichte von Gold. Interessant ist auch, dass seine natürlichen Isotope allesamt instabil sein müssten. Ihre Halbwertszeit liegt allerdings im Bereich von Trillionen Jahren, sodass der Zerfall in unseren Zeitmaßstäben nicht messbar ist.

Der Mensch hat aus Wolfram Glühwendeln für Glühlampen und Leuchtstoffröhren konstruiert. In der Kohlenstoff-Verbindung Wolframcarbid ist es fast so hart wie Diamant, deshalb ist es in der Werkzeugtechnik unabdingbar. Aber auch Mikroorganismen wissen anscheinend mit dem Stoff etwas anzufangen. Diese Organismen, etwa thermophile Archaeaen oder zellkernlose Organismen, haben sich an die extremen Bedingungen einer Wolfram-Umgebung angepasst und fanden einen Weg, Wolfram zu assimilieren. Das hat ein Team um Tetyana Milojevic von der Fakultät für Chemie an der Universität Wien genauer untersucht.

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