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Wann können wir sicher sein, die einzige Zivilisation im All  zu sein? Leben

Wann können wir sicher sein, die einzige Zivilisation im All zu sein?

Sind wir allein im All? Die meisten Science-Fiction-Autoren würden die Frage mit Nein beantworten. Forscher sind sich da nicht so sicher. SETI-Projekte wie Breakthrough Listen hatten zumindest bisher noch keine eindeutigen Ergebnisse. Aber angenommen, wir suchen und suchen und suchen – und finden trotzdem nichts. Wird es einen  Moment geben, wo wir sagen können, dass wir allein im All sind – um die Suche dann zu beenden? (mehr …)
Kam das Leben aus dem All? Leben

Kam das Leben aus dem All?

Wie entstanden die Bausteine des Lebens auf der Erde? Ganz genau weiß das die Wissenschaft bis heute nicht. Das wichtigste Experiment dazu führten 1952 Stanley Miller und Harold Urey an der Universität Chicago aus. Sie mischten einfache chemische Substanzen einer hypothetischen frühen Erdatmosphäre – Wasser, Methan, Ammoniak, Wasserstoff und Kohlenmonoxid, jedoch keinen Sauerstoff – und setzten diese Mischung elektrischen Entladungen aus, die die Energiezufuhr durch Gewitterblitze nachbilden sollten. Das Ergebnis: Im Versuch entstehen nach einer gewissen Zeit organische Moleküle. Das Miller-Urey-Experiment sorgte damals für großes Aufsehen, zeigte es doch, dass sich die für die Entstehung des Lebens nötigen Bausteine…
Mit Darwin ins Weltall: Wie sich extraterrestrisches Leben entwickelt Leben

Mit Darwin ins Weltall: Wie sich extraterrestrisches Leben entwickelt

Die Milchstraße enthält etwa 100 Milliarden Planeten. Rund ein Fünftel davon orbitiert in der habitablen Zone des jeweiligen Sterns. Würde nur auf einem Tausendstel Prozent dieser Himmelskörper Leben entstehen, also sehr konservativ gerechnet, wären das insgesamt schon 200.000 bewohnte Planeten oder etwa ein Planet mit Leben in einem Würfel mit einer Kantenlänge von 230 Lichtjahren. Aber wie könnte außerirdisches Leben aussehen? Darüber spekulieren Forscher und Science-Fiction-Autoren gern. Das Problem: wir haben nur eine Vorlage, das irdische Leben, also sind wir tendenziell geneigt, dieses als Maßstab zu benutzen. Schon das Konzept der bewohnbaren Zone setzt darauf auf – wer sagt…
Kein gutes Zeichen: Lebenszeichen im All entdeckt Leben

Kein gutes Zeichen: Lebenszeichen im All entdeckt

Methylchlorid, eine Verbindung aus Methan und Chlor, entsteht bei vielen Prozessen biologischen Lebens. Immergrüne Bäume emittieren sie, Kartoffeln, Pilze und auch der Mensch durch seine industrieellen Anlagen. Astrobiologen hatten deshalb lange die Hoffnung, durch die Suche nach Spuren dieser Verbindung etwa in den Atmosphären von Exoplaneten Hinweise auf außerirdisches Leben zu erhalten. Das scheint allerdings schwieriger als gedacht zu werden, denn dieses Zeichen des Lebens kommt offenbar auch in den unwirtlichen Weiten des Alls vor. Das ALMA-Radioteleskop in der chilenischen Atacama-Wüste hat den Fingerabdruck des Moleküls in dem rund 400 Lichtjahre von der Erde entfernten Sternsystem IRAS 16293-2422 identifiziert. Dabei…
Enceladus: Wie die Eis-Geysire entstanden Enceladus

Enceladus: Wie die Eis-Geysire entstanden

Ein äußerer Einfluss, vermutlich die Kollision mit einem großen Asteroiden, hat Enceladus vor ein paar Millionen Jahren anscheinend so kräftig angestoßen, dass der Saturnmond um etwa 55 Grad auf die Seite kippte, wie Forscher jetzt herausfanden. Das Einschlaggebiet, das dementsprechend geologisch jung ist, kennt man heute als die "Tiger Stripes", weil hier aus mehreren Brüchen in der Eiskruste Wasser herausschießt wie bei einem Geysir – nur kälter. (mehr …)
Leben nach dem Vulkanausbruch Leben

Leben nach dem Vulkanausbruch

138 Tage lang, von Oktober 2011 bis März 2012, hat er seine Umgebung in eine lebensfeindliche Wüste verwandelt: der Unterwasservulkan Tagoro vor der Kanaren-Insel El Hierro, der sogar aus dem Weltraum zu sehen war. Geschmolzene Lava und giftige Gase haben jedes Leben in mehreren Kilometern Umkreis vernichtet. Als Folge des Ausbruchs bildete sich ein Vulkankegel, der vom 363 Meter tiefen Seegrund bis auf 89 Meter Tiefe wuchs. Die Wassertemperatur stieg ebenso wie der Gehalt an Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff, während der Sauerstoffgehalt fiel. (mehr …)
Gute Lebensbedingungen auf dem Saturnmond Enceladus Enceladus

Gute Lebensbedingungen auf dem Saturnmond Enceladus

Im Bild unten sehen Sie Carboxydothermus hydrogenoformans, ein Bakterium. Genauer gesagt: Sie sehen eine Endospore des Bakteriums, mit der es schlechte Zeiten überstehen kann. Schlechte Zeiten, das bedeutet für Carboxydothermus hydrogenoformans eklige frische Luft, die kein bisschen (für den Menschen giftiges) Kohlenmonoxid enthält, sowie eisige Temperaturen von unter 100 Grad Celsius. Denn das Bakterium wächst und gedeiht in heißen Quellen, wo es 1991 auf der russischen Vulkaninsel Kunashir auch gefunden wurde. Dass die Verhältnisse dort auf den ersten Blick lebensfeindlich sind, hat Carboxydothermus hydrogenoformans noch nie gestört – vielmehr handelt es sich sogar um eine sehr schnell wachsende Bakterienart. (mehr …)
Zwergplanet Ceres: Organische Verbindungen + Wasser = Leben? Space

Zwergplanet Ceres: Organische Verbindungen + Wasser = Leben?

Seit 2015 umkreist die NASA-Sonde Dawn den Zwergplaneten Ceres, in der Liste der größten Himmelskörper des Sonnensystems immerhin auf Platz 33 und eindeutig das größte Objekt des Asteroidengürtels. Mit rund 950 Kilometern Durchmesser vereint Ceres etwa ein Drittel der Masse des Asteroidengürtels auf sich. Nachdem er lange wie ein langweiliger, grauer Asteroid aussah, hat sich inzwischen herausgestellt, dass er doch noch das ein oder andere Geheimnis besitzt. Zunächst fand man Hinweise, dass es unter seiner Oberfläche Reste eines flüssigen Ozeans geben könnte. Dann maß die Raumsonde Dawn Ausdünstungen von Wasserdampf, die man sich nicht erklären konnte. (mehr …)