2018
Juni
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Schleier über Sternbildungsgebieten gelüftet: Mehr Schwergewichte als gedacht

In manchen Gegenden im All entstehen Sterne noch viel schneller und häufiger als in unserer Milchstraße. Astronomen nennen solche Bereiche Starburst-Galaxien. Die Sternentstehungsraten liegen dort bis zu 100 Mal über dem Milchstraßen-Mittel. Die große Dynamik führt oft dazu, dass sich ein ausgedehnter Staubschleier um diese Galaxien legt. Das erschwert den Astronomen genauere Einblicke, die allerdings wünschenswert wären, denn gerade in der Frühzeit des Universums waren solche Gebiete noch deutlich häufiger als heute.

Mit einer neuen Technik konnten Forscher unter der Leitung des Astronomen Zhi-Yu Zhang von der Universität Edinburgh mit dem Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) der Europäischen Südsternwarte den Schleier bei vier weit entfernten gasreichen Starburstgalaxien nun lüften. Die Wissenschaftler vermaßen dazu den Anteil der Isotope 18O und 13C. Sauerstoff-18 wird nämlich vermehrt in massereichen Sternen produziert, Kohlenstoff-13 jedoch eher in leichteren Sternen. Das Ergebnis: in den betrachteten Galaxien muss es deutlich mehr massereiche und damit kurzlebige Sterne geben als auf Grund gängiger Modelle zur Sternentstehung vermutet.

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