2020
März
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Test: eVscope, das Teleskop für bequeme Teilzeit-Astronomen

Mein erstes Fernrohr habe ich mir mit so etwa zehn Jahren selbst gebastelt – mit Hilfe eines Optik-Baukastens, nachdem ich den Elektronik-Baukasten nicht mehr mochte, weil ich mir beim Löten die Finger verbrannt hatte (ja, damals gab es in Kinderspielzeug tatsächlich noch Dinge, mit denen man ein Haus abfackeln oder zumindest Lötzinn schmelzen konnte). Der Mond hing in diesem Fernrohr immer falsch herum am Himmel, was ich skurril fand. Schließlich zeigte mein Fernglas die Dinge auch immer richtig herum. Ich hatte ein bisschen den Verdacht, dass die Erwachsenen damit verhindern wollten, dass man mit dem Fernrohr fremde Fenster ausspähte. Was tatsächlich möglich war, und unsere Wohnung im 14. Stock eines Hochhauses bot da beste Möglichkeiten.

Nun, der Mond hängt auch im online knapp 3000 € teuren eVscope des französischen Herstellers Unistellar falsch herum. Das Teleskop steht neuerdings auf meinem Balkon, manchmal auch im Garten oder auf der Wiese. Ich habe deutlich weniger gezahlt, $1300 nämlich, als ich das Projekt 2017 bei Kickstarter unterstützt habe. Die Auslieferung hat sich etwas hinausgezögert, aber das kennt man von Kickstarter ja.

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Ende