Wieso sind die intergalaktischen Voids so leer?
Voids sind als kosmische Leerräume per Definition leer. Wären sie es nicht, wären es keine Voids. Aber wenn man sich ihre kosmische Verteilung ansieht, stellt man fest, dass sich an ihren Rändern, in den Filamenten, jede Menge Galaxien befinden. Wieso streunen die nicht einfach im benachbarten Void herum? Dort wäre doch so viel mehr Platz?
Die Ursache dafür ist die Gravitation. Voids sind leer. Masse ist die Quelle von Gravitation, sie krümmt die Raumzeit so, dass anderen Massen hineinfallen. In den Voids gibt es aber so gut wie keine Masse, also ist die Raumzeit ungewöhnlich gerade. In den Filamenten am Rand hingegen steckt jede Menge Masse. Man kann sich diese Bereiche deshalb wie tiefe Gräben vorstellen, die die Leere umgeben. Was einmal darin schwimmt, kommt nicht mehr heraus. Es wird von den anderen Galaxien angezogen, sodass es keine Chance hat, sich im Void zu verstecken.
Ein zusätzlicher Effekt kommt von der Dunklen Energie, die das Universum auseinander treibt. Anderswo kämpft sie mit der gegensätzlichen Wirkung jeglicher Materie. Voids aber enthalten kaum Materie, also dominiert hier die Dunkle Energie. Sie bläst die Voids immer weiter auf, sodass in ferner Zukunft das Universum fast nur noch aus Leerräumen bestehen wird.