2017
Dezember
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Voyager 1: Steuertriebwerke nach 37 Jahren Pause erneut gezündet

Stellen Sie sich vor, Sie finden in der Garage ein altes Auto, das Ihr Vater dort vor 37 Jahren abgestellt hat. Wie hoch ist die Chance, dass es auch heute noch anspringt? Bei Voyager 1 ist das NASA-Ingenieuren gerade gelungen: Die Sonde, die als erstes von Menschen gemachtes Objekt den interstellaren Raum erreicht hat, zündete am 29. November erfolgreich ihre TCM-Triebwerke. TCM steht für „trajectory correction maneuver“, also Bahnkorrekturmanöver, und bezieht sich auf die Funktion dieser Triebwerke: Sie waren dazu da, die Bahn der Sonde bei der Annäherung an einen Planeten verändern zu können.

Der letzte Planet, der Voyager 1 begegnet ist, war Saturn. Das war vor 37 Jahren. Seitdem befanden sich die TCM-Triebwerke im Ruhemodus. Doch nun werden sie wieder gebraucht. Nicht etwa, weil Voyager 1 auf einen bisher unbekannten Planeten träfe, sondern weil ein anderes Triebwerkspaar allmählich versagt: Die ACTs oder Attitude Control Thrusters, die die Ausrichtung der Sonde im All korrigieren müssen. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, die Hauptantenne auf die Erde auszurichten und so die Verbindung aufrechtzuerhalten. Allmählich scheinen diese Triebwerke jedoch altersmüde zu werden, deshalb haben die NASA-Ingenieure nach einer Alternative gesucht und in Form der TCM-Triebwerke gefunden.

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