Hard Science Fiction von Brandon Q. Morris
Wie man das Unsichtbare sichtbar macht Astrophysik

Wie man das Unsichtbare sichtbar macht

Astronomen haben viel mit Forensikern gemeinsam. Sie schließen aus Spuren auf die Ereignisse, die zur Entstehung dieser Spuren geführt haben könnten. Sie fotografieren und betrachten das, was von diesen Ereignissen sichtbar ist, um dann auch ihre unsichtbaren Teile erfassen zu können. Sehr vieles bleibt im Universum unsichtbar: Schwarze Löcher, Dunkle Materie oder Dunkle Energie, die wir all nur über ihre Wirkungen sehen, sind sicher am prominentesten. Aber auch Magnetfelder spielen eine wichtige Rolle. Sie geben den Rahmen vor, in dem sich geladene Teilchen in Galaxien bewegen. Wenn etwa Galaxienhaufen durch Kollisionen mit der umgebenden Materie wachsen, erzeugen sie in…
Was man als Astronaut bei BlueOrigin können muss Space

Was man als Astronaut bei BlueOrigin können muss

Das vom Amazon-Gründer Jeff Bezos gestartete Raumfahrtunternehmen BlueOrigin hat jetzt das Datum ihres ersten bemannten Raumflugs bekanntgegeben. Die New-Shepard-Kapsel wird dabei in einem Suborbitalflug die offizielle Grenze zum All überqueren. Damit sind alle Passagiere anschließend echte Astronaut*innen. Einen Sitz beim Erstflug am 20. Juli kann man bei BlueOrigin ersteigern. Dazu hat das Unternehmen nun bekanntgegeben, welche Voraussetzungen Kandidatinnen und Kandidaten erfüllen müssen. Nämlich diese (übersetzt in Alltagsanforderungen): (mehr …)
Tricorder & Co: Mit dem Handy Stoffe analysieren? Space

Tricorder & Co: Mit dem Handy Stoffe analysieren?

In fast all meinen Romanen nutzen die Protagonisten Geräte in der Größe eines Smartphones, um Stoffe zu untersuchen, auf die sie stoßen. Aktuelle Labortechnik ist noch ein ganzes Stück größer – aber das muss überhaupt nicht sein. Das beweist jetzt ein Forscherteam in einem Beitrag in den Review of Scientific Instruments. Das Team um Peter Rentzepis von der Texas A&M hat eine Erweiterung für ein gewöhnliches Mobiltelefon entwickelt, mit der das Gerät Chemikalien, Medikamente, biologische Moleküle und Krankheitserreger nachweisen kann. Moderne Mobiltelefone verfügen über hochwertige Kameras, die in der Lage sind, niedrige Lichtstärken zu erkennen und Rauschen durch die Bildverarbeitung zu…
Zusehen, wie ein Planet wächst Space

Zusehen, wie ein Planet wächst

Astronomen weisen Exoplaneten meist anhand von Unregelmäßigkeiten im Leuchten des Muttersterns nach. Obwohl bisher über 4.000 Exoplaneten katalogisiert wurden, konnten bisher nur 15 direkt von Teleskopen abgebildet werden. Selbst auf deren besten Fotos sind die Planeten nur Punkte, einfach weil sie so weit weg und recht klein sind. Eine neue Technik des Hubble-Teams soll nun dabei helfen, Planeten direkt abzubilden. Den Forschern ist es damit gelungen, einen seltenen Blick auf einen jupitergroßen, sich noch bildenden Planeten zu erhaschen, der sich von Material ernährt, das einen jungen Stern umgibt. Sie berichten davon im Astronomical Journal. "Wir wissen einfach nicht sehr viel…
Noch mehr Hard Science und Fiction auf Patreon Andere Bücher

Noch mehr Hard Science und Fiction auf Patreon

Seit über einem Jahr ist Brandon Q. Morris nun auf Patreon präsent, einer Plattform, auf der Fans ihre "Creators" unterstützen können, was man mit "Kulturschaffende" übersetzen könnte. Das bedeutet mehr als 365 Beiträge (jeden Tag einen) – zu Wissenschaft, Schreiben, Raumfahrt und anderen Themen, monatliche Lesungen, ein exklusiver Jahresband mit Signatur… Da ich nicht so gut bin, mich selbst anzupreisen, habe ich die Nutzer dort um ihre Meinung gebeten. Alle Zitate sind unbearbeitet. Ich bedanke mich recht herzlich dafür! Sebastian Rott schreibt: "Harte Wissenschaft, spannende Zukunftsvisionen, ausgezeichnet ausgewählte Artikel. Darum bin ich bei Brandon Q. Morris auf Patreon!" Susann…
Ältere Sterne drehen sich schneller als erwartet Astrophysik

Ältere Sterne drehen sich schneller als erwartet

Nicht nur Menschen verlieren im Alter an Beweglichkeit – auch Sterne rotieren dann langsamer. Alle Sterne werden mit einem Drehimpuls geboren, der aus der Rotation der protostellaren Wolke kommt. Wenn sie dann älter werden, verlangsamt sich ihre Drehung in einem Prozess, der "magnetisches Bremsen" genannt wird. Eine 2016 veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern der Carnegie Observatories lieferte die ersten Hinweise darauf, dass sich Sterne in einem ähnlichen Lebensstadium wie die Sonne schneller drehen, als die Theorien zum magnetischen Bremsen vorhersagen. Die Ergebnisse dieser Studie basierten auf einer Methode, bei der die Wissenschaftler dunkle Flecken auf der Oberfläche von Sternen lokalisieren und…
Braune Zwerge am Limit Space

Braune Zwerge am Limit

Braune Zwerge entstehen, wenn ein neu geborener Stern nicht genug Masse besitzt, um die Kernfusion von Wasserstoff zu zünden. Das ist ihr wesentlicher Unterschied zu riesigen Gasplaneten – Braune Zwerge entstehen quasi zuerst und in der Mitte des Systems, Gasriesen folgn später. Als Zentralobjekte ihres Systems erben Braune Zwerge natürlich auch die Rotation der protostellaren Wolke. Aber manche von ihnen geben anscheinend später noch einmal extra Gas. Astronomen der Western University in Kanada haben nämlich jetzt drei Braune Zwerge entdeckt, die sich schneller drehen als alle anderen zuvor gefundenen und damit nah an die theoretische Maximalgeschwindigkeit kommen. Die Astronomen…
Zwei Quasarpaare im frühen Universum Astrophysik

Zwei Quasarpaare im frühen Universum

Quasare sind Einzelgänger. Das liegt nicht daran, dass sie sich mit ihren Kollegen nicht verstehen, sondern hat etwas mit ihrer Natur zu tun. Es handelt sich ja um Kern aktiver Galaxien. Und jede Galaxie hat eben nur einen Kern. Milliarden Sterne können schlecht um mehrere Kerne rotieren. Trotzdem haben nun Astronomen in etwa zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung gleich zwei Quasar-Paare gefunden. (mehr …)