Hard Science Fiction von Brandon Q. Morris
Braune Zwerge am Limit Space

Braune Zwerge am Limit

Braune Zwerge entstehen, wenn ein neu geborener Stern nicht genug Masse besitzt, um die Kernfusion von Wasserstoff zu zünden. Das ist ihr wesentlicher Unterschied zu riesigen Gasplaneten – Braune Zwerge entstehen quasi zuerst und in der Mitte des Systems, Gasriesen folgn später. Als Zentralobjekte ihres Systems erben Braune Zwerge natürlich auch die Rotation der protostellaren Wolke. Aber manche von ihnen geben anscheinend später noch einmal extra Gas. Astronomen der Western University in Kanada haben nämlich jetzt drei Braune Zwerge entdeckt, die sich schneller drehen als alle anderen zuvor gefundenen und damit nah an die theoretische Maximalgeschwindigkeit kommen. Die Astronomen…
Zwei Quasarpaare im frühen Universum Astrophysik

Zwei Quasarpaare im frühen Universum

Quasare sind Einzelgänger. Das liegt nicht daran, dass sie sich mit ihren Kollegen nicht verstehen, sondern hat etwas mit ihrer Natur zu tun. Es handelt sich ja um Kern aktiver Galaxien. Und jede Galaxie hat eben nur einen Kern. Milliarden Sterne können schlecht um mehrere Kerne rotieren. Trotzdem haben nun Astronomen in etwa zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung gleich zwei Quasar-Paare gefunden. (mehr …)
Auch der Kern der Milchstraße gebiert Sterne Astrophysik

Auch der Kern der Milchstraße gebiert Sterne

Seit Star Trek V wissen wir, dass der Kern der Milchstraße ein ganz besonderer Bereich ist. Eine galaktische Barriere gibt es dort zwar nicht, aber ein gigantisches Schwarzes Loch (Sagittarius A*) mit den von ihm produzierten Feldern sowie eine Menge Sterne auf engem Raum. Bei mittleren Abständen von unter einem Lichtjahr muss der Nachthimmel eines Planeten dort ganz besonders hell sein. Neue Sterne enstehen bekanntlich aus Zusammenballungen von Gas- und Staubwolken. Der Prozess wird gestört, wenn Magnetfelder hindurchwabern oder vorbeiziehende Sterne die Wolke mit ihrer Anziehungskraft deformieren. Im Kern der Milchstraße dürften deshalb eigentlich kaum noch neue Sterne geboren…
Die allerersten Strukturen des Kosmos Astrophysik

Die allerersten Strukturen des Kosmos

In "Die Störung" versuchen Forscher, mit Hilfe einer solaren Gravitationslinse einen Blick auf den Anfang des Universums zu werfen. Ob es ihnen gelingt, verrate ich hier nicht. Aber was sie zu sehen bekämen, das haben Physiker der Universitäten Göttingen und Auckland (Neuseeland) jetzt mit Hilfe von stark verbesserten Computersimulationen ermittelt. Die Wissenschaftler entdeckten dabei, dass sich bereits in der ersten Billionstelsekunde nach dem Urknall ein komplexes Netzwerk von Strukturen bilden kann. Aber es handelt sich nicht um irgendwelche zufälligen Strukturen: Das Verhalten dieser Objekte ahmt schon zu diesem frühen Zeitpunkt die Verteilung von Galaxien im heutigen Universum nach. Im Gegensatz…
Erstmals Grundstruktur des Kosmos abgebildet Astrophysik

Erstmals Grundstruktur des Kosmos abgebildet

Sterne gruppieren sich zu Galaxien. Galaxien bilden Galaxienhaufen. Diese formen Superhaufen, zwischen denen sich riesige, weithin leere Bereiche erstrecken, die Voids. Verbunden sind alle Superhaufen durch eine wabenartige Grundstruktur, das "kosmische Netz", das aus fadenförmigen Gasstrukturen aus Wasserstoff besteht. Dass es diese Filamente geben muss, ist schon länger bekannt. Einerseits kennt man sie aus Simulationen, die auf den Theorien zum Aufbau des Universums basieren und eine derartige Grundstruktur vorhersagen. Andererseits  werden sie sichtbar, wenn energiereiche Quasare sie wie Autoscheinwerfer den Nebel beleuchten. Die so nachgewiesenen Regionen sind jedoch wenig repräsentativ für das gesamte Netzwerk von Filamenten, in denen die…
Wie ein Vulkan auf einer Metallwelt aussehen würde Space

Wie ein Vulkan auf einer Metallwelt aussehen würde

Auf der Erde regnet es Wasser, auf dem Titan kommt flüssiges Methan vom Himmel. Auf manchen Planeten regnet es Eisen oder sogar Diamanten. Solche Unterschiede gibt es aber auch in der Vulkanologie. Auf Ceres haben Forscher Eisvulkane entdeckt, irdische Vulkane speien Schlacke aus flüssigem Gestein. Auf dem Asteroiden Psyche, der vor allem aus Metall besteht, könnte es einmal Eisenvulkane gegeben haben. Vielleicht auch anderswo. Aber wie würden solche Vulkane aussehen? Das zu wissen ist wichtig, um sie auf fernen Himmelskörpern erkennen zu können. Ein Forscherteam um Arianna Soldati von der North Carolina State University hat das ganz praktisch untersucht…
Neues vom Warp-Antrieb: ein Problem weniger Astrophysik

Neues vom Warp-Antrieb: ein Problem weniger

Manchmal gibt es seltsame Zufälle. Gestern habe ich hier noch berichtet, dass "befahrbare" Wurmlöcher auch ohne die Zugabe negativer Energie realisierbar sein könnten. Das ist ein wichtiger Fortschrift, weil es für negative Energie keine natürliche Quelle gibt. Das einzige, was wir tun können, um ein klein wenig negative Energie zu erhalten, ist das Universum auszutricksen. Wir entnehmen ihm die negative Energie, solange es nicht hinsieht, und geben sie zurück, bevor es überhaupt etwas davon gemerkt hat. Diese Lücke bietet uns die Unschärferelation der Quantenphysik. Um aber negative Energie in Mengen zu erhalten, wie sie für die Stabilisierung von Wurmlöchern…
Wurmlöcher als Abkürzung für Raumschiffe – auch ohne negative Energie? Astrophysik

Wurmlöcher als Abkürzung für Raumschiffe – auch ohne negative Energie?

Wurmlöcher, wie sie die Mendrak in Helium-3 benutzen, sind Abkürzungen in der Raumzeit. Es handelt sich dabei bisher um rein theoretische Konstruktionen, die sich aus bestimmten Lösungen der Gleichungen der Allgemeine Relativitätstheorie ergeben. In der Science Fiction sind sie sehr beliebt, weil Raumschiffe sich nicht schneller als das Licht bewegen müssen, aber trotzdem überragend schnell von einem Ort zum anderen gelangen. Leider sind Wurmlöcher instabil. Den Durchflug eines Raumschiffs würden weder sie noch das Schiff überstehen. Es sei denn, der Passagier bringt eine Menge negativer Energie ins Spiel. Dumm nur, dass Energie und die damit zusammenhängende Masse immer positiv…