2018
November
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Ganz in der Nähe: Supererde umkreist Barnards Stern

Der der Sonne nächstgelegene Einzelstern wird offenbar von einem Gesteinsplaneten umkreist. Das haben Astronomen mithilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode herausgefunden. Sie beruht darauf, dass Stern und Planet sich gegenseitig beeinflussen. Bei jedem Umlauf des Planeten um den Stern bewegt sich auch der Stern ein wenig, und zwar zur Erde hin und von ihr weg. Dadurch kommt es zu einer Rot- bzw. Blauverschiebung seines Lichts, die sich messen lässt.

Allerdings ist der Effekt sehr klein, deshalb muss man sehr lange und sehr genau hinsehen. Im  Fall von Barnards Stern beruht die in Nature veröffentlichte Entdeckung auf Daten, die über zwanzig Jahre Messzeit an sieben verschiedenen Instrumenten gesammelt wurden. Sie zeigen, dass der Planet, der den  Roten Zwerg im Zentrum umkreist, mindestens 3,2 Mal so schwer wie die Erde sein muss. Seine Umlaufzeit liegt bei 233 Tagen. Das entspricht etwa der Umlaufperiode unserer Venus.

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Epsilon Indi C: ein Mond, so schwer wie 70 Jupiter?

Der Stern Epsilon Indi ist am südlichen Sternhimmel gerade noch mit bloßem Auge zu erkennen. Er ist 11,8 Lichtjahre von der Erde entfernt und ungefähr so groß wie die Sonne, aber etwas älter. Und er stellt die gängige Einteilung von Stern, Planet und Mond auf den Kopf. Denn was wir sehen, ist nur Epsilon Indi A. Der Stern wird von einem Braunen Zwerg mit 75 Jupitermassen umkreist, der wiederum selbst einen Begleiter mit 70 Jupitermassen besitzt.

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Kann man mit Gravitationswellen Daten übertragen?

Die Existenz von Gravitationswellen hat schon Albert Einstein vorhergesagt. Nachgewiesen wurden diese rhythmischen Veränderungen in der Struktur der Raumzeit erst 2016. Wäre es möglich, ihnen – ähnlich wie bei elektromagnetischer Strahlung – Informationen aufzuprägen und diese ohne Verzerrungen wieder abzulesen?

Ja, hat ein russisches Forscherteam gezeigt. Das ist nicht selbstverständlich, denn die Raumzeit als »Medium« scheint spezielle Eigenschaften zu besitzen, die von der Allgemeinen Relativitätstheorie noch gar nicht behandelt werden. Die entscheidende Frage ist also: Sorgen diese Eigenschaften eventuell dafür, dass übertragene Daten stets verzerrt werden?

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Wie funktionieren Mikroquasare?

Quasare sind aktive Galaxienkerne. Markarian 231 etwa besteht aus einem Paar ultraschwerer Schwarzer Löcher von vier und 150 Millionen Sonnenmassen, die in 600 Millionen Lichtjahren Entfernung vom Sonnensystem in enormem Tempo umeinander kreisen und dabei elektromagnetische Strahlung im ganzen Spektrum abgeben.

Die hellsten Objekte im Universum sind allerdings zu weit entfernt, um sie genauer zu untersuchen. Deshalb freuen sich die Astronomen über die Entdeckung von Mikroquasaren. Was richtige Quasare auf der Ebene ganzer Galaxien veranstalten, ahmen Mikroquasare auf der Ebene eines Sonnensystems nach.

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