2019
April
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Fliegendes Teleskop weist Heliumhydrid-Ion im All nach

Das Heliumhydrid-Ion ist HeH+ ist ein Rätsel an sich. Helium verbindet sich als Edelgas sehr ungern überhaupt mit anderen Elementen. Doch in der Frühzeit des Universums war die Auswahl noch weitaus geringer als heute: Es existierten nur Wasserstoff (H), Helium (He) und Spuren von Lithium, und zwar in ionisierter Form, also ohne Elektronen, die die Grundlage für chemische Bindungen bilden. Das Universum musste sich deshalb nach dem Urknall erst einmal ungefähr 300.000 Jahre lang abkühlen.

Bei einer Temperatur von etwa 3700 Grad Celsius rekombinierten sich die vorhandenen Atomkerne wieder mit freien Elektronen und erzeugten so die ersten neutralen Atome. Der Prozess begann den gängigen Modellen zufolge mit Helium. Wasserstoff lag zu diesem Zeitpunkt noch ionisiert vor, sodass sich Heliumatome mit den freien Protonen zum Heliumhydrid-Ion HeH+ verbinden konnten, das dadurch zur ersten molekularen Verbindung im Universum wurde. Später reagierte HeH+ dann mit den nun vorhandenen neutralen Wasserstoffatomen, woraus molekularer Wasserstoff und Helium enstanden.

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Als auf Asteroiden noch Eisen-Vulkane ausbrachen

Die verschiedenen Objekte unseres Sonnensystems bestehen in der Regel aus Gestein (wie die Erde, der Mars oder die meisten Asteroiden) oder aus leichten Elementen (wie die Gasriesen und die Sonne selbst). Doch es gibt Ausnahmen. Eine davon kennt man schon seit 1852: Damals entdeckte der Astronom Annibale De Gasparis den Asteroiden (16) Psyche. Dieser 150 Kilometer durchmessende Brocken kreist zwischen Mars und Jupiter.

Und er besteht zum größten Teil aus Metall. Vor allem sind es Eisen und Nickel, die auch auf der Erde häufig sind. Aber auch seltene Metalle sind dort weit häufiger als auf unserem Heimatplaneten. Platin, Iridium und andere Schätze gibt es dort in weitaus höherer Konzentration. Psyche ist nicht der einzige metallische Asteroid, inzwischen hat man noch deutlich mehr entdeckt. Wie sie entstanden sind, ist noch nicht ganz klar.

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