2018
April
Video

Die ISS im 360-Grad-Panorama-Film

Ein beeindruckendes Video hat der National Geographic Channel auf YouTube veröffentlicht. Der italienische ESA-Astronaut Paolo Nespoli hat es mit einer 360-Grad-Kamera gefilmt, der Kommentar wurde vom britischen Astronauten Chrus Hadfield gesprochen. Wenn Sie das Video mit dem Chrome- oder Firefox-Browser oder in der YouTube-App auf dem Handy ansehen, können Sie mit der Maus mitten im Film die Perspektive ändern. Mit einer 3D-Brille sehen Sie die Szene räumlich. Falls Sie schon eine VR-Brille besitzen, stehen Sie mitten in der Szene. Faszinierend!

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Mars-Landschaft: Supervulkan oder Einschlagkrater?

Der etwa 75 Kilometer durchmessende Talkessel Ismenia Patera befindet sich in der Übergangsregion zwischen den Nördlichen Tiefländern und den einige Kilometer höheren Südlichen Hochländern unseres Nachbarplaneten. Anfang Januar hat die seit 2003 um den Mars kreisende europäische Sonde Mars Express mit ihren hochauflösenden Kameras diese Formation genauer untersucht.

Ihr Zentrum ist von kleineren Bergen, Blöcken und Gesteinsbrocken umgeben, von denen man annimmt, dass sie durch Einschläge nebenan hierher geschleudert wurden. Dabei wurden auch kleinere Krater und Täler in der Patera selbst erzeugt. Vom Kraterrand nach unten verlaufen Kanäle, der Boden ist von Eisablagerungen bedeckt, die Zeichen von Bewegung zeigen, also mit eisreichen Gletscher vergleichbar sind.

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Ein ganzer Zoo protoplanetarer Scheiben

Sonnensysteme entstehen, wenn sich eine Gas- und Staubwolke unter der eigenen Gravitation so weit zusammenzieht, dass in ihrem Inneren ein neuer Stern seine Fusionsmaschine zünden kann. Das passiert auch heute noch.

Einen visuellen Beweis dafür liefert jetzt das SPHERE-Instrument des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO). Astronomen haben damit junge Sterne vor allem des Typs T Tauri unter die Lupe genommen, die sich in verhältnismäßig kurzer Entfernung von der Erde (230 bis 550 Lichtjahre) befinden. Die Aufnahmen zeigen beeindruckende Details. Die Staub- und Gasscheiben kommen offenbar in den verschiedensten Formen vor. Ein Exemplar erinnert sogar an einen Hamburger. Zu sehen ist auf den Bildern auch die Wirkung sich gerade bildender Planeten.

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Luxushotel im All: Jetzt reservieren und zehn Millionen sparen

Haben Sie zufällig gerade 80.000 Dollar übrig? Dann können Sie zu den ersten gehören, die 2022 für nur 692.000 Euro pro Nacht im neuen Luxushotel Aurora Station wohnen dürfen, 320 Kilometer über der Erde. Der Betreiber Orion Span will die Raumstation 2021 ins All starten und ein Jahr später erste Gäste empfangen. Zunächst werden maximal vier Gäste an Bord sein, die von zwei Astronauten betreut werden.

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In München gibt es bald eine Supernova

Ab 28. April haben Weltraum-Interessierte in Deutschland ein neues Ziel: An diesem Tag öffnet die ESO Supernova erstmals ihre Pforten. Das hochmoderne Planetarium – das größte geneigte Planetarium im deutschsprachigen Raum – befindet sich am Hauptsitz der Europäischen Südsternwarte ESO in Garching bei München. Das Programm (hier online einsehbar) ist 2018 komplett gratis, lediglich eine Registrierung ist notwendig.

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Eine gigantische Kaltfront im Perseus-Cluster

Wenn die Tagesschau-Meteorologin vor einer Kaltfront über der Nordsee warnt, erwartet uns trübes Frühlingswetter mit Temperaturen unter zehn Grad Celsius. Astronomen haben da ganz andere Maßstäbe: Die Kaltfront, die sie unter anderem mit dem Chandra-Röntgenteleskop der NASA im Perseus-Galaxienhaufen verfolgen, hat eine Temperatur von 30 Millionen Grad. Kalt ist dieses relativ dichte Gasband nur im Vergleich zu dem weniger dichten, aber dafür 80 Millionen Grad heißen interstellaren Gas, das es durchquert – und das schon länger, als es das Sonnensystem gibt, nämlich seit über fünf Milliarden Jahren.

Galaxienhaufen wie der im Sternbild Perseus gehören zu den massivsten Objekten im Universum. Sie bestehen aus hunderten bis tausenden Galaxien, die die Gravitation zusammenhält, und enthalten oft riesige Reservoirs überhitzten Gases, das im Röntgenbereich hell leuchtet. Die Kaltfront im Perseushaufen ist eine Besonderheit; seit sie sich vor langer Zeit gebildet hat, scheint sie erstaunlich stabil zu sein, statt sich allmählich aufzulösen.

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