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Gesteinsplaneten aus der Planetenfabrik Space

Gesteinsplaneten aus der Planetenfabrik

Wieso sehen sich die Gesteinsplaneten in einem bestimmten Sternsystem meist relativ ähnlih? Das könnte eine neue Theorie erklären, die Konstantin Batygin, Professor für Planetenforschung am Caltech zusammen mit Alessandro Morbidelli vom Observatoire de la Côte d'Azur in Frankreich erarbeitet hat. "Mit der Zunahme der Beobachtungen von Exoplaneten in den letzten zehn Jahren ist klar geworden, dass die Standardtheorie der Planetenentstehung überarbeitet werden muss, angefangen bei den Grundlagen. Wir brauchen eine Theorie, die sowohl die Entstehung der terrestrischen Planeten in unserem Sonnensystem als auch die Entstehung von selbstähnlichen Systemen von Supererden erklären kann, von denen viele eine felsige Zusammensetzung aufweisen",…
Warum Venus den Hitzetod gestorben ist – und die Erde nicht Space

Warum Venus den Hitzetod gestorben ist – und die Erde nicht

Venus, die kleine, heiße Schwester der Erde, war vor langer Zeit wahrscheinlich auch einmal bewohnbar. Sie orbitiert grundsätzlich in der habitablen Zone. Oberflächentemperaturen von 450 Grad wären dort eigentlich nicht zu erwarten, gäbe es nicht die dichte CO2-Atmosphäre, die den Planeten mit ihrem Treibhauseffekt aufheizt. Aber warum kam es auf der Venus dazu – und auf der Erde bisher nicht? Der Vulkanismus ist wohl schuld, wie Forscher in einem neuen Paper zeigen. Demnach könnten vulkanische Aktivitäten, die Hunderte bis Tausende von Jahrhunderten andauerten und gewaltige Mengen an Material ausbrachten, dazu beigetragen haben, die Venus von einer gemäßigten und feuchten…
Neutronenstern light – oder etwas ganz Anderes? Space

Neutronenstern light – oder etwas ganz Anderes?

Ein spektakuläres Ende erleiden Sterne, die mindestens etwa dreimal so schwer wie die Sonne sind. Ihnen gelingt es, in verschiedenen Schalen in ihrem Inneren alle Elemente bis hin zum Eisen als Brennstoff zu verwenden. Ihr nur 10.000 Kilometer durchmessender Kern besteht dann in der Regel aus Eisen und schwereren Elementen. Was dem sterbenden Stern nun passiert, hängt vor allem von diesem Kern ab. Wenn er die Chandrasekhar-Grenze von 1,44 Sonnenmassen überschreitet, kann seine Materie der eigenen Gravitation nicht mehr widerstehen – und der Stern kollabiert zu einem Neutronenstern. (mehr …)
Fluffiger Planet umkreist einen kühlen roten Zwergstern Space

Fluffiger Planet umkreist einen kühlen roten Zwergstern

Astronomen haben mit dem 3,5-Meter-Teleskop WIYN am Kitt Peak National Observatory in Arizona einen ungewöhnlichen Jupiter-ähnlichen Planeten in einer Umlaufbahn um einen kühlen roten Zwergstern beobachtet. Dieser Planet mit der Bezeichnung TOI-3757 b befindet sich etwa 580 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Auriga, dem Wagenlenker, und ist der Planet mit der geringsten Dichte, der jemals um einen roten Zwergstern entdeckt wurde. Die Forscher schätzen, dass seine durchschnittliche Dichte der eines Marshmallows entspricht. Rote Zwergsterne sind die kleinsten und lichtschwächsten Mitglieder der so genannten Hauptreihensterne - Sterne, die in ihrem Kern mit gleichmäßiger Geschwindigkeit Wasserstoff in Helium umwandeln.…
Die Asche der allerersten Sterne Astrophysik

Die Asche der allerersten Sterne

Das Universum war gerade einmal 100 Millionen Jahre alt, als bereits die ersten Sterne aufflackerten. Schon sehr früh verstärkte die Dunkle Materie Inhomogenitäten in der Struktur des Weltalls so, dass es Bereiche mit einer höheren Konzentration an Wasserstoff gab. Der ballte sich zusammen, und wie es heute noch geschieht, entstand ein Stern. Mit unserer Sonne sind diese allerersten kosmischen Leuchtfeuer, die man heute als »Population III« bezeichnet, kaum vergleichbar. Sie müssen vor allem aus Wasserstoff und Helium bestanden haben – schon deshalb, weil es im frühen Universum gar keine anderen Elemente gab. Daran sollten diese Sterne auch zu erkennen sein…
Neues vom kosmischen Ursprung des Lebens Leben

Neues vom kosmischen Ursprung des Lebens

Nitrile, eine Klasse organischer Moleküle mit einer Cyanogruppe, d. h. einem Kohlenstoffatom, das über eine ungesättigte Dreifachbindung an ein Stickstoffatom gebunden ist, sind in der Regel giftig. Doch paradoxerweise sind sie auch ein wichtiger Vorläufer für Moleküle, die für das Leben unerlässlich sind – für die Ribonukleinsäure (RNS) nämlich. Dass komplexe Moleküle auch im lebensfeindlichen Weltall überraschend häufig sind, wussten die Astrobiologen bereits. Nun hat ein Team von Forschern aus Spanien, Japan, Chile, Italien und den USA gezeigt, dass im interstellaren Raum in der Molekülwolke G+0,693-0,027, nahe dem Zentrum der Milchstraße, ein breites Spektrum an Nitrilen vorkommt. Dr. Víctor…
Was versteckt sich da bei Andromeda? Space

Was versteckt sich da bei Andromeda?

Zuerst war da ein Amateurastronom: Giuseppe Donatiello fand einen interessanten "Fleck" in den Daten der Dark Energy Camera am 4-Meter-Teleskop Víctor M. Blanco. Dann sahen die Profis mit Hilfe des größeren 8,1-Meter-Teleskop Gemini North genauer nach und bestätigten, dass es sich bei dem dann Pegasus V genannten Objekt um eine ultraschwache Zwerggalaxie am Rande der Andromeda-Galaxie handelt. Die Beobachtungen ergaben, dass die Galaxie im Vergleich zu ähnlichen Zwerggalaxien extrem arm an schwereren Elementen zu sein scheint, was bedeutet, dass sie sehr alt ist und wahrscheinlich ein Fossil der ersten Galaxien im Universum darstellt. Zudem muss die Sternentstehung in dieser Galaxie…