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Titans größter See ist mehr als 100 Meter tief Space

Titans größter See ist mehr als 100 Meter tief

Der Saturnmond Titan gehört zu den geheimnisvollsten Himmelskörpern des Sonnensystems, besitzt er doch unter dem goldenen Dunst aus gasförmigem Stickstoff, in den er sich hüllt, einen der Erde vergleichbaren Wetterzyklus – nur nicht mit Wasser, sondern mit flüssigem Methan. Das Methan kommt als Regen vom Himmel, fließt in Flüssen die Berge hinab, bildet Seen und Meere und verdunstet aus diesen wieder in die Atmosphäre. In einem neuen Paper im Magazin Journal of Geophysical Research zeigen Forscher nun anhand von Daten aus einem der letzten Titan-Vorbeiflüge der Cassini-Mission, wie tief das größte Meer des Titan sein müsste. "Die Tiefe und Zusammensetzung…
Luhman-16 B: Der gestreifte Zwerg Space

Luhman-16 B: Der gestreifte Zwerg

Luhman-16 B ist ein Brauner Zwerg – ein Stern, der etwas zu klein war, um wirklich zum Stern zu werden und die Wasserstofffusion in seinem Inneren zu zünden. Braune Zwerge sind etwa so groß wie der Jupiter, aber typischerweise Dutzende Male massereicher. Luhman-16 B ist zusammen mit seinem Bruder Luhman-16 A der erdnächste Vertreter dieser Art von Himmelsobjekt. Außerdem ist er das Ziel der "Majestätischen Dracht" im Proxima-Logbuch 2. Wegen ihrer Natur – sie leuchten nicht – sind Braune Zwerge ziemlich schwer zu beobachten. Nur mit den richtigen Kniffen finden die Forscher mehr über sie heraus. Und das ist einem…
Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus Leben

Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus

Die Menschheit ist ziemlich spät dran und ziemlich weit draußen. Das ist das Fazit einer Studie, die die Entwicklung von intelligentem Leben in der Milchstraße statistisch untersucht. Die Autoren betrachten darin eine ganze Reihe von Faktoren, von denen sie annehmen, dass sie die Entwicklung intelligenten Lebens beeinflussen, wie etwa die Häufigkeit sonnenähnlicher Sterne, die erdähnliche Planeten beherbergen, die Häufigkeit für eine Zivilisation tödlicher Supernovas, die Zeitdauer, die für die Entwicklung intelligenten Lebens erforderlich ist (wenn die Bedingungen stimmen) sowie die Tendenz fortgeschrittener Zivilisationen, sich selbst zu zerstören. Diese Faktoren ließen die Forscher mit unterschiedlichen Werten in eine Simulation der Milchstraße…
Intergalaktische Gasfilamente durchziehen das Universum Astrophysik

Intergalaktische Gasfilamente durchziehen das Universum

Sie durchziehen den Kosmos wie Spinnweben in einem Raum, der lange keinen Staubsauger mehr gesehen hat: In sogenannten Filamenten, unergründlich großen, fadenförmigen Strukturen aus heißem Gas, die Galaxien und Galaxienhaufen umgeben und verbinden, vermuten Astrophysiker schon seit längerem die bisher verborgene Hälfte der Materie in unserem Universum. Wir verdanken unsere Existenz einem winzigen Irrtum. Nachdem sich nach dem Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren die Materie des Kosmos in einer gigantischen Gaswolke ausbreitete, war sie darin fast gleichmäßig verteilt. Fast, aber nicht ganz: In manchen Teilen war die Wolke etwas dichter als in anderen. Und nur aus diesem Grund gibt es heute…
Ein einsames Paar Gasriesen, die nie zur Sonne werden konnten Space

Ein einsames Paar Gasriesen, die nie zur Sonne werden konnten

Sternentstehungsprozesse lassen manchmal astronomische Objekte entstehen, die als Braune Zwerge bezeichnet werden. Sie sind kleiner und kälter als Sterne und können in den extremsten Fällen Massen und Temperaturen bis hinunter zu denen von Exoplaneten haben. Genau wie Sterne wandern Braune Zwerge oft allein durch den Weltraum, können aber auch in Doppelsternsystemen auftreten, in denen zwei Braune Zwerge einander umkreisen und gemeinsam in der Galaxie unterwegs sind. Forscher um Clémence Fontanive vom Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern entdeckten jetzt ein kurioses sternloses Doppelsystem aus Braunen Zwergen. Das System CFHTWIR-Oph 98 (oder kurz Oph 98) besteht aus…
Spinnen im Weltall: Licht als Ersatz für Schwerkraft Leben

Spinnen im Weltall: Licht als Ersatz für Schwerkraft

Eine sehr hübsche Geschichte hat die Universität Basel gerade in einer Pressemitteilung herausgeschickt. Es geht um Spinnen, großartig findet das Folgende darum wohl nur, wer die nützlichen Tiere auch zumindest ein bisschen mag. Aber lassen wir die (übersetzte) Pressemitteilung zu Wort kommen. Auf der Erde bilden Spinnen asymmetrische Netze, deren Zentrum zum oberen Rand hin verschoben ist. Im Ruhezustand sitzen die Spinnen mit dem Kopf nach unten, weil sie sich in Richtung der Schwerkraft schneller auf frisch gefangene Beute zubewegen können. Doch was machen Spinnentiere in der Schwerelosigkeit? Im Jahr 2008 wollte die NASA die Mittelschulen in den USA für…
Wenn der Nebel sich auflöst Astrophysik

Wenn der Nebel sich auflöst

Im Winter löst sich der Nebel manchmal den ganzen Tag nicht auf. Im Weltall existieren planetare Nebel normalerweise viele Jahrtausende, denn es handelt sich um Sternhüllen, die von ihren Sternen am Ende ihrer Lebenszeit abgestoßen wurden. Im Fall des Stingray-Nebels, der erst 1976 katalogisiert wurde und sich 18.000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet, scheint es sich um eine Ausnahme zu handeln. Die vom Hubble-Weltraumteleskop im Jahr 2016 aufgenommenen Bilder des Systems zeigen im Vergleich zu Hubble-Bildern aus dem Jahr 1996 einen Nebel, der drastisch an Helligkeit verloren und seine Form verändert hat. Hellblaue Gasschalen in der Nähe des Zentrums…
Das Sonnensystem – eine Sturzgeburt Space

Das Sonnensystem – eine Sturzgeburt

Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kollabierte dort, wo sich heute das Sonnensystem befindet, eine große Gas- und Staubwolke. Alles, woraus unsere Sonne, die Planeten, Monde, Asteroiden und sonstigen Himmelskörper des Sonnensystems bestehen, kommt aus dieser Wolke. Wie ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Planetologen der Universität Münster jetzt feststellte, brauchte die Entstehung des kompletten Systems einen überraschend kurzen Zeitraum: nur 200.000 Jahre. Die ersten Festkörper, die sich im Sonnensystem bildeten, sind heute als mikrometer- bis zentimetergroße Einschlüsse in Meteoriten zu finden. Die so genannten kalzium- und aluminiumreichen Einschlüsse (CAIs) liefern eine direkte Aufzeichnung der Entstehung des Sonnensystems. Die…