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Die Geburt supermassiver Schwarzer Löcher aus Dunkler Materie – und ihr Wachstum Astrophysik

Die Geburt supermassiver Schwarzer Löcher aus Dunkler Materie – und ihr Wachstum

Das Universum ist ca. 13,8 Milliarden Jahre alt. Am Anfang gab es darin noch keine Sterne. Aber 600 bis 800 Millionen Jahre später existierten bereits mächtige Galaxien mit riesigen Schwarzen Löchern in ihrem Zentrum, die millionen- bis milliardenfach schwerer sind als unsere Sonne. Aber wo kommen diese Giganten her? Lange nahm man an, dass sie beim Kollaps von Gaswolken in Protogalaxien entstanden sein könnten. Aber das Ergebnis ist unbefriedigend. Auf diese Weise wachsen die Schwarzen Löcher einfach nicht schnell genug. Ein Team unter der Leitung eines theoretischen Physikers der University of California, Riverside, hat nun eine andere Erklärung gefunden:…
Geheimnisvoller Schatten verdeckt Riesenstern Space

Geheimnisvoller Schatten verdeckt Riesenstern

VVV-WIT-08 ist en roter Riesenstern mit 100 Sonnenmassen und 25.000 Lichtjahre von uns entfernt. Vor zehn Jahren (genau genommen natürlich vor 25.010 Jahren) nahm seine Helligkeit plötzlich drastisch ab – und zwar bis auf ein Dreißgstel seines ursprünglichen Wertes. Es gibt durchaus veränderliche Sterne. In bestimmten Lebensphasen zeigen viele Sterntypen spontane Veränderungen. Eine derart große Abnahme wie bei VVV-WIT-08 ist allerdings selten. Sie spricht dafür, dass die Ursache nicht in dem Stern selbst lag, sondern in seiner Umgebung. Hat sich etwa ein anderes Objekt für einige hundert Tage vor den Stern geschoben und es abgedunkelt? Diese Idee verfolgte ein…
Überraschende Kandidaten für außeridisches Leben Leben

Überraschende Kandidaten für außeridisches Leben

Wenn Astronomen nach Orten außerhalb der Erde suchen, wo vielleicht Leben existieren könnte, überprüfen sie oft zuerst die habitable Zone von Sternensystemen. Immerhin beherbergt die Milchstraße allein schon 100 bis 400 Milliarden Sterne und mindestens so viele Planeten. Habitabel bedeutet, dass dort Wasser in flüssiger Form existieren sollte. Wasser ist, so viel wir wissen, das Elixier des Lebens. Es hat das Leben auf der Erde ermöglicht und ist für den Fortbestand aller lebenden Systeme auf dem Planeten unverzichtbar. Das erklärt, warum Wissenschaftler ständig auf der Suche nach Hinweisen auf Wasser auf anderen festen Körpern im Universum sind. Bislang konnte…
Einem Stern bei der Geburt zusehen Astrophysik

Einem Stern bei der Geburt zusehen

Starforge heißt ein von einem internationalen Forscherteam entwickeltes Simulationsprogramm, das die bisher realistischste und höchstauflösende 3D-Simulation der Sternentstehung ermöglicht. Das Ergebnis ist ein visuell atemberaubendes, mathematisch getriebenes Wunderwerk, das es dem Betrachter erlaubt, um eine bunte Gaswolke im 3D-Raum herumzuschweben, während er das Entstehen von funkelnden Sternen beobachtet. STARFORGE (Star Formation in Gaseous Environments) simuliert zum ersten Mal eine ganze Gaswolke, und zwar mit 100 mal größerer Masse, als das bisher möglich war. Es ist auch die erste Simulation, die gleichzeitig Sternentstehung, -entwicklung und -dynamik modelliert und dabei auch Rückkopplungen der Sterne untereinander berücksichtigt, etwa Jets, Strahlung, Sternenwind und nahe…
Das Rauschen des interstellaren Raums Astrophysik

Das Rauschen des interstellaren Raums

Das Vakuum zwischen den Sternen ist nicht leer. Das interstellare Medium besteht aus Staub und Gas, das wiederum in atomarer, molekularer und ionisierter Form vorliegen kann. Seine Dichte ist sehr unterschiedlich. Interessanterweise ist sie in kühlen, dichten Regionen am größten, wo die Materie hauptsächlich in molekularer Form vorliegt und man bis zu 1 Million Moleküle pro Kubizentimeter zähken könnte. In heißen, diffusen Bereichen hingegen ist die Materie hauptsächlich ionisiert und man findet pro 10.000 Kubikzentimeter nur ein einziges Ion vor. Im Vergleich etwa zu den Fähigkeiten einer von Menschen konstruierten Vakuumkammer mit immer noch zehn Milliarden Teilchen pro Kubikzentimeter ist…
Was man als Astronaut bei BlueOrigin können muss Space

Was man als Astronaut bei BlueOrigin können muss

Das vom Amazon-Gründer Jeff Bezos gestartete Raumfahrtunternehmen BlueOrigin hat jetzt das Datum ihres ersten bemannten Raumflugs bekanntgegeben. Die New-Shepard-Kapsel wird dabei in einem Suborbitalflug die offizielle Grenze zum All überqueren. Damit sind alle Passagiere anschließend echte Astronaut*innen. Einen Sitz beim Erstflug am 20. Juli kann man bei BlueOrigin ersteigern. Dazu hat das Unternehmen nun bekanntgegeben, welche Voraussetzungen Kandidatinnen und Kandidaten erfüllen müssen. Nämlich diese (übersetzt in Alltagsanforderungen): (mehr …)
Tricorder & Co: Mit dem Handy Stoffe analysieren? Space

Tricorder & Co: Mit dem Handy Stoffe analysieren?

In fast all meinen Romanen nutzen die Protagonisten Geräte in der Größe eines Smartphones, um Stoffe zu untersuchen, auf die sie stoßen. Aktuelle Labortechnik ist noch ein ganzes Stück größer – aber das muss überhaupt nicht sein. Das beweist jetzt ein Forscherteam in einem Beitrag in den Review of Scientific Instruments. Das Team um Peter Rentzepis von der Texas A&M hat eine Erweiterung für ein gewöhnliches Mobiltelefon entwickelt, mit der das Gerät Chemikalien, Medikamente, biologische Moleküle und Krankheitserreger nachweisen kann. Moderne Mobiltelefone verfügen über hochwertige Kameras, die in der Lage sind, niedrige Lichtstärken zu erkennen und Rauschen durch die Bildverarbeitung zu…
Zusehen, wie ein Planet wächst Space

Zusehen, wie ein Planet wächst

Astronomen weisen Exoplaneten meist anhand von Unregelmäßigkeiten im Leuchten des Muttersterns nach. Obwohl bisher über 4.000 Exoplaneten katalogisiert wurden, konnten bisher nur 15 direkt von Teleskopen abgebildet werden. Selbst auf deren besten Fotos sind die Planeten nur Punkte, einfach weil sie so weit weg und recht klein sind. Eine neue Technik des Hubble-Teams soll nun dabei helfen, Planeten direkt abzubilden. Den Forschern ist es damit gelungen, einen seltenen Blick auf einen jupitergroßen, sich noch bildenden Planeten zu erhaschen, der sich von Material ernährt, das einen jungen Stern umgibt. Sie berichten davon im Astronomical Journal. "Wir wissen einfach nicht sehr viel…