2020
August
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Panspermie: Bakterienkolonien überleben im interplanetaren Raum

Deinococcus radiodurans ist ein besonders taffes Bakterium. Es lässt sich weder von Atombombenabwürfen noch vom Terror des leeren Raums irritieren. Könnte es als blinder Passagier von Planet zu Planet reisen? Stellen Sie sich mikroskopisch kleine Lebensformen vor, die durch den Weltraum transportiert werden und auf einem anderen Planeten landen. Die Bakterien, die geeignete Bedingungen für ihr Überleben finden, könnten sich dann wieder vermehren und auf der anderen Seite des Universums Leben hervorbringen. Diese als „Panspermie“ bezeichnete Theorie geht von der Möglichkeit aus, dass Mikroben zwischen Planeten wandern und das Leben im Universum verteilen könnten. Die Panspermie war lange Zeit umstritten, weil sie natürlich voraussetzt, dass Bakterien die lange Reise im Weltraum überleben und dabei dem Vakuum, den Temperaturschwankungen und der Strahlung widerstehen.

„Der Ursprung des Lebens auf der Erde ist das größte Rätsel des Menschen. Wissenschaftler können zu diesem Thema völlig unterschiedliche Standpunkte vertreten. Einige denken, dass Leben sehr selten ist und nur einmal im Universum vorkam, während andere meinen, dass Leben auf jedem geeigneten Planeten geschehen kann. Wenn Panspermie möglich ist, muss Leben viel öfter existieren, als wir bisher dachten“, sagt Dr. Akihiko Yamagishi, Professor an der Universität für Pharmazie und Biowissenschaften in Tokio und Hauptforscher der Weltraummission Tanpopo.

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