2018
April
Standard

Kam das Leben aus dem All?

Wie entstanden die Bausteine des Lebens auf der Erde? Ganz genau weiß das die Wissenschaft bis heute nicht. Das wichtigste Experiment dazu führten 1952 Stanley Miller und Harold Urey an der Universität Chicago aus. Sie mischten einfache chemische Substanzen einer hypothetischen frühen Erdatmosphäre – Wasser, Methan, Ammoniak, Wasserstoff und Kohlenmonoxid, jedoch keinen Sauerstoff – und setzten diese Mischung elektrischen Entladungen aus, die die Energiezufuhr durch Gewitterblitze nachbilden sollten. Das Ergebnis: Im Versuch entstehen nach einer gewissen Zeit organische Moleküle.

Das Miller-Urey-Experiment sorgte damals für großes Aufsehen, zeigte es doch, dass sich die für die Entstehung des Lebens nötigen Bausteine unter den richtigen Bedingungen spontan bilden können. Allerdings zeigten Geologen später, dass die Erde in der Frühzeit doch etwas andere Bedingungen aufwies. Zudem fanden sich im Ergebnis zwar Aminosäuren, jedoch keine Kohlenhydrate oder Lipide (Fette), weitere wichtige Bausteine des Lebens. Für all diese Komponenten haben Chemiker inzwischen Wege gefunden, wie sie aus den ursprünglich vorhandenen Chemikalien gebildet worden sein könnten, jedoch fehlt der Ort, der das alles vereint.

Weiter lesen →

mehr
Standard

Ein ganzer Zoo protoplanetarer Scheiben

Sonnensysteme entstehen, wenn sich eine Gas- und Staubwolke unter der eigenen Gravitation so weit zusammenzieht, dass in ihrem Inneren ein neuer Stern seine Fusionsmaschine zünden kann. Das passiert auch heute noch.

Einen visuellen Beweis dafür liefert jetzt das SPHERE-Instrument des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO). Astronomen haben damit junge Sterne vor allem des Typs T Tauri unter die Lupe genommen, die sich in verhältnismäßig kurzer Entfernung von der Erde (230 bis 550 Lichtjahre) befinden. Die Aufnahmen zeigen beeindruckende Details. Die Staub- und Gasscheiben kommen offenbar in den verschiedensten Formen vor. Ein Exemplar erinnert sogar an einen Hamburger. Zu sehen ist auf den Bildern auch die Wirkung sich gerade bildender Planeten.

Weiter lesen →

mehr
Standard

Gibt es Leben in den Wolken der Venus?

Auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten, daran besteht kein Zweifel, kann sich dem irdischen vergleichbares Leben nicht halten – selbst die bisher von der Erde gesandten Sonden versagten stets nach ein paar Stunden in der Hitze von über 450 Grad Celsius. Das ist auch kein Wunder: Es ist so heiß, dass Blei schmilzt, und der Luftdruck ist 90 Mal so hoch wie auf der Erdoberfläche. Dazu regnet es Schwefelsäure.

Weiter lesen →

mehr