2018
Oktober
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Bakterien überleben ein Jahr an der Außenhülle der ISS

Bakterien der Gattung Deinococcus sind für ihre Überlebenskünste unter widrigsten Bedingungen bekannt. Deinococcus radiodurans etwa macht Strahlung nichts aus. Erhält ein Mensch eine Dosis von 10 Gy, stirbt er innerhalb von ein bis zwei Wochen (so geschah es den Opfern der Atombombenabwürfe). Deinococcus radiodurans hingegen beginnt erst bei 10.000 Gy, sich allmählich unwohl zu fühlen, überlebt aber. Bei 17.500 Gray überlebt noch ein Drittel der Population, Dosen von 30.000 Gray überleben einzelne Exemplare.

Die wegen eines rötlichen Pigments meist rötlichen, runden Zellen der Gattung wurden bereits an den unmöglichsten Orten gefunden: in geothermalen Quellen, auf verrottendem Fleisch, in Lama-Kacke oder in antarktischem Granit. Deinococcus aetherius hat man aus der Stratosphäre isoliert, einer Schicht der Erdatmosphäre in 15 bis 50 Kilometern Höhe. Dort ist es zwischen 0 und -60 Grad Celsius kalt, und die Luft ist trocken und sehr dünn.

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Superflare von Rotem Zwerg aufgezeichnet

2MASS J02365171-5203036 ist ein ziemlich unscheinbarer Roter Zwerg der Spektralklasse M2. Er zieht etwa 123 Lichtjahre von der Erde entfernt seine Bahnen und besitzt normalerweise etwa ein Tausendstel der Leuchtkraft unserer Sonne. Am 9. August 2017 jedoch leistete er sich einen Ausbruch, der ihn selbst in den Daten des Hubble-Weltraumteleskops auffällig werden ließ: Denn er setzte dabei kurzzeitig eine Energie von 1,3 * 1032 erg frei – zum Vergleich: eine gewöhnliche Sonneneruption liegt bei etwa 1027 erg/s. Und auch das ist schon eine Menge, umgerechnet etwa der physiologische Brennwort von zehn Milliarden Tonnen Brot oder auch 100 Millionen Gigawattstunden, was dem weltweiten Energiebedarf im Jahre 2010 entsprach – auf der Sonne freigesetzt in einer Sekunde.

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Steinig mit einem Hauch von Wasserstoff: Wie können Planeten beschaffen sein?

Gesteinsplaneten sind eher klein, Gasriesen groß – auf dieses Muster könnte man jedenfalls bei der Betrachtung unseres Sonnensystems kommen. Aber muss das immer und überall so sein? Ist unser eigenes System die Regel oder die Ausnahme? Astronomen haben zwar schon über 3700 Exoplaneten gefunden, doch über ihre Zusammensetzung weiß man herzlich wenig. Wenn überhaupt, sind Radius und Masse bekannt.

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Wann können wir sicher sein, die einzige Zivilisation im All zu sein?

Sind wir allein im All? Die meisten Science-Fiction-Autoren würden die Frage mit Nein beantworten. Forscher sind sich da nicht so sicher. SETI-Projekte wie Breakthrough Listen hatten zumindest bisher noch keine eindeutigen Ergebnisse. Aber angenommen, wir suchen und suchen und suchen – und finden trotzdem nichts. Wird es einen  Moment geben, wo wir sagen können, dass wir allein im All sind – um die Suche dann zu beenden?

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