Leben

Voraussetzungen für Leben im Enceladus-Ozean immer sicherer Enceladus

Voraussetzungen für Leben im Enceladus-Ozean immer sicherer

Der Saturnmond spielt in meinen Büchern eine besondere Rolle. Deshalb freue ich mich immer sehr, wenn es Neuigkeiten zu möglichen Leben im Eis-Ozean des Mondes gibt. So wie die folgende. Ein Team von Wissenschaftlern hat offenbar neue Hinweise auf einen wichtigen Baustein für Leben im unterirdischen Ozean des Saturnmondes Enceladus entdeckt. Ihre Modellrechnungen deuten darauf hin, dass der Ozean von Enceladus relativ reich an gelöstem Phosphor sein sollte, einem wesentlichen Bestandteil des Lebens. "Enceladus ist eines der wichtigsten Ziele bei der Suche der Menschheit nach Leben in unserem Sonnensystem", sagte Dr. Christopher Glein vom Southwest Research Institute, ein führender…
Was bewahrte die Erde vor dem Schicksal des Mars? Leben

Was bewahrte die Erde vor dem Schicksal des Mars?

Vor drei Milliarden Jahren gab es sowohl auf dem Mars als auch auf der Erde flüssiges Wasser. Heute ist das nur noch auf unserem Heimatplaneten der Fall. Woran liegt das? Der Mars besitzt kein so kräftiges Magnetfeld wie die Erde mehr. Deshalb kann der Sonnenwind dort die Atmosphäre besser mit sich nehmen als hier. Erzeugt wird das Magnetfeld im äußeren Erdkern, wo flüssiges Eisen rotiert (man spricht dabei von einem "Geodynamo"). Vor etwa 565 Millionen Jahren verringerte sich die Stärke des Magnetfelds jedoch auf 10 Prozent seiner heutigen Stärke. Dann erholte sich das Feld auf mysteriöse Weise und gewann kurz…
Neues vom kosmischen Ursprung des Lebens Leben

Neues vom kosmischen Ursprung des Lebens

Nitrile, eine Klasse organischer Moleküle mit einer Cyanogruppe, d. h. einem Kohlenstoffatom, das über eine ungesättigte Dreifachbindung an ein Stickstoffatom gebunden ist, sind in der Regel giftig. Doch paradoxerweise sind sie auch ein wichtiger Vorläufer für Moleküle, die für das Leben unerlässlich sind – für die Ribonukleinsäure (RNS) nämlich. Dass komplexe Moleküle auch im lebensfeindlichen Weltall überraschend häufig sind, wussten die Astrobiologen bereits. Nun hat ein Team von Forschern aus Spanien, Japan, Chile, Italien und den USA gezeigt, dass im interstellaren Raum in der Molekülwolke G+0,693-0,027, nahe dem Zentrum der Milchstraße, ein breites Spektrum an Nitrilen vorkommt. Dr. Víctor…
Auch Welten, die ganz anders sind als die Erde, könnten Leben beherbergen Leben

Auch Welten, die ganz anders sind als die Erde, könnten Leben beherbergen

Sind unsere Vorstellungen von den bewohnbaren Zonen rund um einen Stern zu erdzentriert? Natürlich. Wir haben bisher nur ein einziges Beispiel für Leben im Universum gefunden, also ziehen wir alle Schlüsse daraus. Aber es gibt Alternativen, wie gerade Forschende der Universität Bern und der Universität Zürich in einer in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlichten Studie berichten. Günstige Bedingungen könnten demnach sogar über Milliarden von Jahren auf Planeten herrschen, die unserem Heimatplaneten kaum ähneln. "Einer der Gründe, warum Wasser auf der Erde flüssig sein kann, ist ihre Atmosphäre", erklärt Studienmitautor Ravit Helled, Professor für Theoretische Astrophysik an der Universität Zürich und Mitglied…
Mehr Leben auf jungen Planeten Leben

Mehr Leben auf jungen Planeten

Mittlerweile kennen wir über 5000 Exoplaneten. Darunter sind auch einige, die ähnlich groß wie die Erde sind, ebenfalls aus Gestein bestehen und in einem Bereich um ihren Stern kreisen, den Astrobiologen die habitable Zone nennen. Habitabel bezieht sich hierbei auf Leben, wie wir es kennen, das auf Wasser und Kohlenstoff basiert und deshalb auch flüssiges Wasser an der Oberfläche benötigt. Welche dieser Kandidaten sollten wir nun zuerst genauer unter die Lupe nehmen, z.B. mit dem neuen James-Webb-Teleskop, das auch die atmosphärische Zusammensetzung ferner Welten ermitteln können wird? Wo sind die Chancen am größten, Leben zu finden? Je jünger ein…
Jupitermond Europa könnte Wasser nahe der Oberfläche besitzen Enceladus

Jupitermond Europa könnte Wasser nahe der Oberfläche besitzen

Der Jupitermond Europa ist ähnlich wie der Saturnmond Enceladus ein wichtiges Ziel für die Suche nach außerirdischem Leben. Dass unter seiner Eiskruste ein flüssiger, salziger Ozean existiert, scheint seit den Besuchen von Voyager und Galileo klar. Aber um dieses Gewässer zu erforschen, müssen Besucher zuerst einmal mindestens 20 bis 30 Kilometer Eis durchbohren. Oder doch nicht? Darauf deutet jedenfalls eine neue Studie hin, die auf Daten des grönländischen Eisschildes beruht und in Nature Communications veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse könnten Einblicke in die geophysikalischen Prozesse geben, die zur Entstehung des Jupiter-Mondes geführt haben. Riley Culberg, Doktorand der Elektrotechnik in Stanford, und…
Auch auf kleineren Eismonden stehen die Chancen auf Leben am Ozeanboden gut Enceladus

Auch auf kleineren Eismonden stehen die Chancen auf Leben am Ozeanboden gut

Dass die Astrobiologen so große Hoffnungen auf Eismonde wie Enceladus oder Europa setzen, liegt nicht nur an den Ozeanen, die sie unter ihrer Eiskruste nachweisen konnten, sondern auch an der Tatsache, dass es sich um geologisch aktive Welten handelt. Schuld daran sind die riesigen Mutterplaneten Saturn bzw. Jupiter, die die Monde mit ihrer Gravitationskraft richtig durchkneten. Dadurch entsteht Wärme, die das Wasser in ihren verborgenen Ozeanen flüssig und relativ warm hält. Das Wasser wiederum löst aus den darunterliegenden Gesteinsschichten, was potenzielles Leben so brauchen könnte. Dabei wird auch Energie freigesetzt – für Leben eine zweite, unabdingbare Voraussetzung. Aber wie…
Ein Planet, der seinen Stern überlebt hat Leben

Ein Planet, der seinen Stern überlebt hat

Der 117 Lichtjahre von der Erde entfernte Stern WD1054–226 ist ein Weißer Zwerg – das Überbleibsel eines Sterns in der Größe unserer Sonne, der das Ende seines Lebens erreicht hat. Er hat ungefähr die Größe der Erde, ist aber etwa so schwer wie die Sonne. Und er ist heiß: 20.000 bis 30.000 Kelvin an der Oberfläche, 20 Millionen Kelvin im Inneren. Fusionsprozesse finden zwar nicht mehr dtatt, aber es dauert etwa 10 Milliarden Jahre, bis er ganz ausgekühlt ist – unsere Sonne gibt es erst seit fünf Milliarden Jahren. In dieser Zeit kann sich um die Sternleiche natürlich eine…