2020
Mai
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Wie häufig ist Leben im Weltall?

Die Frage ist derzeit im Grunde nicht zu beantworten. Die bekannte Drake-Gleichung gaukelt zwar eine gewisse Genauigkeit vor, krankt aber daran, dass man über jeden ihrer sieben Faktoren trefflich streiten kann. Wir haben eben im Moment nur ein Beispiel für intelligentes Leben, und von uns auf das gesamte Universum zu schließen, wäre zwar irgendwie menschlich, ist aber wissenschaftlich problematisch.

Aber es gibt eine Alternative. Wir können fragen, mit welcher Wahrscheinlichkeit auf der Erde Leben entstehen würde, würden wir die Uhr immer wieder zurückdrehen und neu anfangen. Die Bedingungen auf der Erde kennen wir ziemlich gut, und die Astronomen sind sich auch recht sicher, dass irgendwo da draußen Planeten kreisen, die der Erde so stark ähneln, dass für sie ähmliche Wahrscheinlichkeiten gelten.

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Salzige Mars-Pfützen kein Lebensraum

Auf der Oberfläche des Roten Planeten können normale Gewässer unter heutigen Bedingungen nicht mehr für längere Zeit existieren. Möglich wäre aber, dass stark salzhaltige Feuchtigkeits-Reservoirs an der Oberfläche („Pfützen“, in der Fachsprache „Brines“) oder dicht darunter für einige Zeit stabil bleiben, vor allem im Mars-Frühjahr und -Sommer, wenn Eis-Ablagerungen tauen. Ob diese Pfützen allerdings für Leben, wie wir es kennen, geeignet sind, ist fraglich.

2018 machten Meldungen Schlagzeilen, wonach diese Brines durchaus lebensfreundliche Bedingungen aufweisen könnten. Dafür sprach die Tatsache, dass sich unter den auf dem Mars herrschenden Bedingungen Sauerstoff sehr gut in den Brines lösen müsste. Während die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten nur 0,145 Prozent Sauerstoff aufweist (Erde: 21 Prozent), könnten die Brines vergleichsweise sauerstoffreich sein und Mikroorganismen damit eine Lebensgrundlage bieten.

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Leben in einer wasserstoffreichen Atmosphäre

Der Exoplanet K2-18b, ca. 124 Lichtjahre von der Erde entfernt, ist eine Art Mini-Neptun, wie Astronomen im vergangenen Jahr herausfanden. Er ist sieben bis zehn Mal so schwer wie die Erde und hat den 2,7-fachen Radius. K2-18b umkreist seinen Zentralstern, einen Roten Zwerg, einmal in 33 Tagen. Damit befindet er sich in der habitablen Zone seines Sterns.

Für die Astronomen weist er aber noch eine andere bemerkenswerte Besonderheit ab: In seiner Atmosphäre konnten Wasserstoff, Helium und Wasserdampf nachgewiesen werden. In den Medien erschien K2-18b deshalb gleich als „Erde 2.0“, was er definitiv nicht ist. Die Forscher, die ihn 2019 untersuchten, nannten ihn deshalb auch gleich „sehr wahrscheinlich lebensfeindlicher“ als die Erde.

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Silent Sun: Das Phänomen der ruhigen Sonne

Die Sonne ist ziemlich ruhig. Das ist die Prämisse meines Romans „Silent Sun„. Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen haben das nun aber auch mit einem in Science veröffentlichten systematischen Vergleich nachgewiesen. Bei solchen Analysen kommt es natürlich darauf an, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Rote Zwerge etwa gelten als ziemlich aktiv. Aber auch bei Gelben Zwergen wie der Sonne kann es große Unterschiede geben.

Deshalb wählten die Forscherinnen und Forscher solche Kandidaten aus, die der Sonne in entscheidenden Eigenschaften gleichen. Neben der Oberflächentemperatur, dem Alter und dem Anteil von schweren Elementen war das vor allem die Rotationsgeschwindigkeit. „Die Geschwindigkeit, mit der sich ein Stern um die eigene Achse dreht, ist eine entscheidende Größe“, sagt Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und Koautor der Arbeit.

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