2017
April
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Meere auf Titan: Blasen statt Wellen

Der Saturnmond Titan ist – neben der Erde – der bislang einzig bekannte Himmelskörper in unserem Sonnensystem, auf dem Meere und Seen nachgewiesen wurden. Bei Oberflächentemperaturen von minus 160 Grad im Hochsommer bestehen diese natürlich nicht aus Wasser, sondern aus Stoffen, die bei diesem Wetter flüssig sind. Das sind auf Titan vor allem Methan (hat auch etwa 5 % Anteil an der Atmosphäre) und Ethan, das sich durch photochemische Reaktionen bildet. Stickstoff, der Hauptbestandteil der Atmosphäre, sollte ebenso darin gelöst sein wie auf der Erde Sauerstoff in Wasser.

Wellen zeigen sich auf den Titanseen so gut wie nicht – das heißt, sie bleiben trotz der niedrigen Schwerkraft mit maximal drei Zentimetern Höhe sehr klein (was an der vergleichsweise hohen Zähigkeit flüssigen Methans liegt). Doch ab und an zeigen sich auf Radarbilden helle Flecken, die kommen und gehen und deren exakte Natur man noch nicht kennt (die bisher einzige Titan-Sonde Huygens ist in der Titan-Wüste gelandet). Die Forscher vermuten allerdings, dass es sich um vom Meeresboden aufsteigende Blasen handeln könnte.

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