Enceladus

Voraussetzungen für Leben im Enceladus-Ozean immer sicherer Enceladus

Voraussetzungen für Leben im Enceladus-Ozean immer sicherer

Der Saturnmond spielt in meinen Büchern eine besondere Rolle. Deshalb freue ich mich immer sehr, wenn es Neuigkeiten zu möglichen Leben im Eis-Ozean des Mondes gibt. So wie die folgende. Ein Team von Wissenschaftlern hat offenbar neue Hinweise auf einen wichtigen Baustein für Leben im unterirdischen Ozean des Saturnmondes Enceladus entdeckt. Ihre Modellrechnungen deuten darauf hin, dass der Ozean von Enceladus relativ reich an gelöstem Phosphor sein sollte, einem wesentlichen Bestandteil des Lebens. "Enceladus ist eines der wichtigsten Ziele bei der Suche der Menschheit nach Leben in unserem Sonnensystem", sagte Dr. Christopher Glein vom Southwest Research Institute, ein führender…
Jupitermond Europa könnte Wasser nahe der Oberfläche besitzen Enceladus

Jupitermond Europa könnte Wasser nahe der Oberfläche besitzen

Der Jupitermond Europa ist ähnlich wie der Saturnmond Enceladus ein wichtiges Ziel für die Suche nach außerirdischem Leben. Dass unter seiner Eiskruste ein flüssiger, salziger Ozean existiert, scheint seit den Besuchen von Voyager und Galileo klar. Aber um dieses Gewässer zu erforschen, müssen Besucher zuerst einmal mindestens 20 bis 30 Kilometer Eis durchbohren. Oder doch nicht? Darauf deutet jedenfalls eine neue Studie hin, die auf Daten des grönländischen Eisschildes beruht und in Nature Communications veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse könnten Einblicke in die geophysikalischen Prozesse geben, die zur Entstehung des Jupiter-Mondes geführt haben. Riley Culberg, Doktorand der Elektrotechnik in Stanford, und…
Auch auf kleineren Eismonden stehen die Chancen auf Leben am Ozeanboden gut Enceladus

Auch auf kleineren Eismonden stehen die Chancen auf Leben am Ozeanboden gut

Dass die Astrobiologen so große Hoffnungen auf Eismonde wie Enceladus oder Europa setzen, liegt nicht nur an den Ozeanen, die sie unter ihrer Eiskruste nachweisen konnten, sondern auch an der Tatsache, dass es sich um geologisch aktive Welten handelt. Schuld daran sind die riesigen Mutterplaneten Saturn bzw. Jupiter, die die Monde mit ihrer Gravitationskraft richtig durchkneten. Dadurch entsteht Wärme, die das Wasser in ihren verborgenen Ozeanen flüssig und relativ warm hält. Das Wasser wiederum löst aus den darunterliegenden Gesteinsschichten, was potenzielles Leben so brauchen könnte. Dabei wird auch Energie freigesetzt – für Leben eine zweite, unabdingbare Voraussetzung. Aber wie…
Auch Mimas mit Ozean unter der Oberfläche Enceladus

Auch Mimas mit Ozean unter der Oberfläche

Die Saturnmonde Enceladus und Titan haben einen, ebenso die Jupitermonde Ganymed, Callisto und Europa und der Zwergplanet Pluto: einen flüssigen Ozean unter ihrer eisigen Oberfläche nämlich. Vielleicht trifft das auch auf den Saturmond Mimas zu, wie eine Wissenschaftlerin des Southwest Research Institute vermutet. Dr. Alyssa Rhoden, eine Spezialistin für die Geophysik von Eissatelliten, wollte eigentlich beweisen, dass der winzige, innerste Saturnmond ein gefrorener, träger Satellit ist. Stattdessen fand sie Hinweise darauf, dass der Mond ebenfalls einen flüssigen inneren Ozean besitzt. Eine der grundlegendsten Entdeckungen der letzten 25 Jahre in der Planetenforschung ist, dass Welten mit Ozeanen unter Gesteins- und Eisschichten…
Enceladus: Vorsicht beim Eiswandern Enceladus

Enceladus: Vorsicht beim Eiswandern

Wer auf dem Saturn-Eismond Enceladus landet, etwa um den Ozean in seiner Tiefe zu erforschen, sollte sich besser vorsehen: An der Oberfläche des 500 Kilometer durchmessenden Mondes könnten Eisbeben zum Alltag gehören. Darauf machen Forscher in einer neuen Studie aufmerksam. Schuld daran sind die massiven Gezeitenkräften, die von Saturn und den anderen, größeren Monden des Planeten verursacht werden - ähnlich wie der Mond auf der Erde. Diese Gezeitenbewegungen, das ist das Gute, erwärmen sein Inneres, sodass dort womöglich Leben entstehen konnte. Sie lassen aber auch die Oberfläche aufbrechen und drücken manchmal große Geysire aus Wasserdampf durch auffällige Risse, die…
Neue Lebenszeichen von Enceladus Enceladus

Neue Lebenszeichen von Enceladus

In den Geysiren an Enceladus' Südpol stellt meinem Buch "Enceladus" die hypothetische Sonde "Enceladus Life Finder" eindeutige Lebenszeichen fest – woraufhin ein Raumschiff, die ILSE, mit einer Crew zu dem Saturnmond geschickt wird. Aber eigentlich fängt alles mit Cassini an, der NASA-ESA-Mission, die ebenda eine relativ hohe Konzentration bestimmter Moleküle gefunden hat, die mit hydrothermalen Schloten am Boden der Ozeane der Erde in Verbindung gebracht werden, insbesondere Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid. Die Menge an Methan, die in den Dampffahnen gefunden wurde, war besonders unerwartet. "Wir wollten wissen: Könnten erdähnliche Mikroben, die den Wasserstoff 'fressen' und Methan produzieren, die überraschend…
Reich gedeckte Speisekarte im Enceladus-Ozean Enceladus

Reich gedeckte Speisekarte im Enceladus-Ozean

Leben braucht für seine Existenz Energie. Je umfangreicher und diverser die Vorräte eines potenziellen Ökosystems sind, desto stabiler können dort entstehende Lebensgemeinschaften sein. Für den Saturnmond Enceladus weist nun eine neue Studie darauf hin, dass im Flüssigwasserozean unter der eisigen Haut des Mondes ein vielfältiges Stoffwechselmenü eine potenziell vielfältige mikrobielle Gemeinschaft  unterstützen könnte. Anhand von Daten der NASA-Raumsonde Cassini haben Wissenschaftler des Southwest Research Institute (SwRI) die chemischen Prozesse im unterirdischen Ozean des Saturnmondes Enceladus modelliert. Vor seinem Deorbit im September 2017 untersuchte Cassini die Wolke aus Eiskörnern und Wasserdampf, die aus Rissen auf der eisigen Oberfläche von Enceladus austrat, und…
Woher die Geysire auf Europa kommen könnten Enceladus

Woher die Geysire auf Europa kommen könnten

Es gibt mehrere Welten – in der Regel Monde – im Sonnensystem, bei denen sich abzeichnet, dass in den Ozeanen unterhalb ihrer Kruste lebensfreundliche Bedingungen existieren könnten. Ob das wirklich der Fall ist, werden wir erst wissen, wenn wir uns durch das Eis gebohrt und nachgesehen haben (wie es in Enceladus geschieht). Eine neue Arbeit von Forschern der Stanford University, der University of Arizona, der University of Texas und des Jet Propulsion Laboratory der NASA schmälert die Hoffnungen nun etwas. Wie die Forscher darin zeigen, könnten einige Eruptionen nicht aus den Tiefen der Ozeane stammen, sondern aus Wassertaschen, die in…