2017
Mai
Standard

Riesige Zyklone, gigantische Wettersysteme, mächtiges Magnetfeld

Erste Ergebnisse der Juno-Sonde, die seit fast einem Jahr um Jupite kreist, zeigen vor allem eines: Der Riesenplanet ist in vielen Aspekten noch deutlich extremer, als das die Forscher bisher angenommen haben. In mehreren Artikeln geben die beteiligten Forscher ihre neuen Erkenntnisse nun weiter. Von vielen Fotos des Jupiter kennt man etwa die typischen Wolkenstreifen, die teilweise unterschiedlich schnell rotieren. Juno hat nun gezeigt, dass diese Streifen in der Nähe der Pole von ovalen Wirbelstürmen ersetzt werden, die teilweise größer als der Mars sind. Dabei gibt es allerdings deutliche Unterschiede zwischen Nord- und Südpol, für die die Forsche noch keine Erklärung haben.

Juno hat ebenfalls emitteln können, wie tief die Wetter-Phänomene in die Jupiter-Atmosphäre reichen. So, wie in einem Erd-Ozean in bestimmter Tiefe vom Sturm an der Oberfläche nichts mehr zu merken ist, hat man sich das auch auf Jupiter vorgestellt. Allerdings muss man hier ganz schön tief tauchen: Die Strukturen reichen in Tiefen, wo der Druck schon 100 Mal so groß ist wie auf der Erdoberfläche. Auch hierbei verhält sich der Jupiter regional unterschiedlich. Die breiten Streifen nahe des Äquators reichen sehr tief, während sie in höheren Breiten von anderen Strukturen abgelöst werden.

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