2020
März
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Axionen als Retter des Universums?

Das Neutron ist, das sagt schon sein Name, elektrisch neutral. Aber trotzdem enthält es elektrische Ladungen. Es ist nämlich aus einem Up-Quark (Ladung: 2/3 der Elektronenladung e) und zwei Down-Quarks (Ladung: -1/3 e) aufgebaut. In der Summe ergeben 2/3+2*(-1/3) genau 0. Doch das Neutron ist nicht punktförmig. Es besitzt einen Durchmesser von immerhin 1,7 *10-15 Metern, und wenn sich drei Komponenten auf eine gewisse Distanz verteilen müssen, müsste aus der Nähe trotz einer Nullsumme bei der Ladung noch eine gewisse Wirkung zu spüren sein. Aus der Theorie lässt sich denn auch berechnen, dass das Neutron ein elektrisches Dipolmoment von 10-16 e*cm haben müsste.

Tatsächlich jedoch lässt sich überhaupt kein Dipolmoment nachweisen, zumindest muss es kleiner als 10-25 e*cm sein, falls es doch existiert. Das sind neun Größenordnungen, eine riesige Diskrepanz. Eine Lösung dafür würde die Existenz eines bislang noch rein hypothetischen, sehr leichten Teilchens bieten, des Axions. Unmengen dieser winzigen Teilchen, milliardenfach leichter als ein Elektron, würden dann unbemerkt unser Universum durchstreifen. Denn mit normaler Materie wechselwirken Axionen normalerweise nicht.

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Ende