2019
Juni
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Wie funktioniert ein Radioteleskop? Zu Besuch beim Very Large Array

Jedes – okay, fast jedes – Objekt im All gibt Licht ab. Wenn Astronomen von Licht sprechen, meinen sie aber nicht nur den kleinen Teil des gesamten Spektrums, den der Mensch sehen kann, also den optischen Bereich, sondern einfach alles: Radiowellen, Infrarot, sichtbares Licht, UV-Licht, Röntgen, Gammastrahlung (hier nach fallender Wellenlänge geordnet). Der Physiker würde dazu „elektromagnetische Strahlung“ sagen, aber „Licht“ trifft es prima, denn für den Empfang gelten am Ende immer die gleichen Gesetze. Auflösung, Brennweite usw., egal ob man eine riesige Schüssel oder ein Fernrohr vor sich hat, die Begriffe bedeuten immer das gleiche.

Ein Radioteleskop, das dürfte klar sein, zeichnet also das Radio-„Licht“ kosmischer Objekte auf. Das ist deshalb spannend, weil sich Radiowellen von Staub und anderen Hindernissen kaum beeindrucken lassen, anders etwa als optisches Licht (kommt nicht durch den Staub) oder Infrarot (kommt nicht durch die Erd-Atmosphäre). Am besten ist es aber sowieso, ein unbekanntes Objekt in allen Wellenlängen anzusehen. Das ist tatsächlich auch gerade der große Trend in der Astronomie, der Fachbegriff heißt Multi-Messenger-Astronomie.

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