Enceladus

Enceladus: Vorsicht beim Eiswandern Enceladus

Enceladus: Vorsicht beim Eiswandern

Wer auf dem Saturn-Eismond Enceladus landet, etwa um den Ozean in seiner Tiefe zu erforschen, sollte sich besser vorsehen: An der Oberfläche des 500 Kilometer durchmessenden Mondes könnten Eisbeben zum Alltag gehören. Darauf machen Forscher in einer neuen Studie aufmerksam. Schuld daran sind die massiven Gezeitenkräften, die von Saturn und den anderen, größeren Monden des Planeten verursacht werden - ähnlich wie der Mond auf der Erde. Diese Gezeitenbewegungen, das ist das Gute, erwärmen sein Inneres, sodass dort womöglich Leben entstehen konnte. Sie lassen aber auch die Oberfläche aufbrechen und drücken manchmal große Geysire aus Wasserdampf durch auffällige Risse, die…
Neue Lebenszeichen von Enceladus Enceladus

Neue Lebenszeichen von Enceladus

In den Geysiren an Enceladus' Südpol stellt meinem Buch "Enceladus" die hypothetische Sonde "Enceladus Life Finder" eindeutige Lebenszeichen fest – woraufhin ein Raumschiff, die ILSE, mit einer Crew zu dem Saturnmond geschickt wird. Aber eigentlich fängt alles mit Cassini an, der NASA-ESA-Mission, die ebenda eine relativ hohe Konzentration bestimmter Moleküle gefunden hat, die mit hydrothermalen Schloten am Boden der Ozeane der Erde in Verbindung gebracht werden, insbesondere Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid. Die Menge an Methan, die in den Dampffahnen gefunden wurde, war besonders unerwartet. "Wir wollten wissen: Könnten erdähnliche Mikroben, die den Wasserstoff 'fressen' und Methan produzieren, die überraschend…
Reich gedeckte Speisekarte im Enceladus-Ozean Enceladus

Reich gedeckte Speisekarte im Enceladus-Ozean

Leben braucht für seine Existenz Energie. Je umfangreicher und diverser die Vorräte eines potenziellen Ökosystems sind, desto stabiler können dort entstehende Lebensgemeinschaften sein. Für den Saturnmond Enceladus weist nun eine neue Studie darauf hin, dass im Flüssigwasserozean unter der eisigen Haut des Mondes ein vielfältiges Stoffwechselmenü eine potenziell vielfältige mikrobielle Gemeinschaft  unterstützen könnte. Anhand von Daten der NASA-Raumsonde Cassini haben Wissenschaftler des Southwest Research Institute (SwRI) die chemischen Prozesse im unterirdischen Ozean des Saturnmondes Enceladus modelliert. Vor seinem Deorbit im September 2017 untersuchte Cassini die Wolke aus Eiskörnern und Wasserdampf, die aus Rissen auf der eisigen Oberfläche von Enceladus austrat, und…
Frisches Eis auch am Enceladus-Nordpol Enceladus

Frisches Eis auch am Enceladus-Nordpol

Nein, auf dem Saturnmond Enceladus hat kein Eiscafé aufgemacht. Ein jetzt im Magazin Icarus veröffentlichtes Paper zeigt bloß wieder einmal, wie wertvoll die Aufnahmen der NASA-ESA-Sonde Cassini sind, die schon längst auf den Saturn gestürzt ist. Cassini lieferte nämlich auch die detailliertesten globalen Infrarotaufnahmen, die je vom Saturnmond Enceladus erstellt wurden. Kombiniert man sie mit Fotos der Cassini-Kamera, liefern sie überzeugende Beweise dafür, dass die Nordhalbkugel des Mondes mit relativ frischem Eis aus seinem Inneren bedeckt ist. Die an der Cassini-Mission beteiligten Wissenschaftler entdeckten schon 2005, dass Enceladus aus einem Ozean, der unter der eisigen Kruste liegt, enorme Geysire aus Eiskörnern…
Steampunk lebt: Wie ein dampfbetriebener Roboter Enceladus erforschen soll Enceladus

Steampunk lebt: Wie ein dampfbetriebener Roboter Enceladus erforschen soll

Sparrow heißt auf Deutsch "Spatz". Was Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory der NASA da unter der Bezeichnung SPARROW zu den Eismonden Enceladus und Europa schicken wollen, hat mit dem Vogel keinerlei Ähnlichkeit. SPARROW haben die Akronym-verliebten Amerikaner aus dem langen Namen "Steam Propelled Autonomous Retrieval Robot for Ocean Worlds" gebildet. Das Projekt ist Teil des NASA Innovative Advanced Concepts“-Programm (NIAC), dessen aktuelle Kandidaten die NASA schon im Frühjahr bekanntgegeben hat. (mehr …)
Ganz schön was los auf dem Ozeanboden von Enceladus Enceladus

Ganz schön was los auf dem Ozeanboden von Enceladus

Der Saturnmond Enceladus gilt mit Titan, Jupiter-Mond Europa und dem Mars schon lange als eine der Top-Locations für die Suche nach außerirdischem Leben. Die letzte Sonde, die ihn untersucht hat, Cassini, hat ihr Leben längst im Saturn ausgehaucht, aber in ihren Messdaten stecken offenbar immer wieder neue Entdeckungen, wie jetzt ein Artikel in den Geophysical Research Letters zeigt. Dr. Christopher Glein, Haupt-Autor der Studie, erklärt: "Wir haben eine neue Technik zur Analyse der Zusammensetzung der von Enceladus ausgestoßenen Dampfwolken (Plumes) entwickelt. Dadurch konnten wir mehr über die inneren Prozesse des Mondes erfahren. Anscheinend zeigt Enceladus ein massives Kohlenstoff-Sequestrierungs-Experiment. Auf…
Wie der Eismond Enceladus zu seinen Tiger-Streifen kam Enceladus

Wie der Eismond Enceladus zu seinen Tiger-Streifen kam

Saturns Eismond Enceladus ist eine der vielversprechendsten Welten, wenn es um die Suche nach außerirdischen Lebensräumen geht. Das wissen Sie als Leser der Eismond-Bücher natürlich längst. In der Nähe seines Südpols gibt es tiefe Spalten in seiner Kruste, durch die ständig Wasser nach außen dringt. Das ermöglicht den Forschern einen Blick unter das bis zu 100 Kilometer dicke Eis, ohne hindurchbohren zu müssen. Eine neue Studie soll nun das ungewöhnliche Aussehen dieser Sulci erklären, die auch "Tiger Stripes" genannt werden. "Diese zuerst von der Cassini-Mission entdeckten Streifen sind mit keiner anderen Struktur im Sonnensystem vergleichbar", sagt Doug Hemingway, Hauptautor…
Neue organische Moleküle auf Saturnmond Enceladus entdeckt Enceladus

Neue organische Moleküle auf Saturnmond Enceladus entdeckt

Schon vor zwei Jahren ist die Cassini-Sonde in den Saturn gestürzt – und doch machen Forscher in ihren Daten immer neue Entdeckungen. Wissenschaftler unter anderem von der Freien Universität Berlin haben sich diesmal die Ergebnisse des CDA, des "Cosmic Dust Analyzer" an Bord von Cassini vorgenommen. Dabei handelt es sich um ein in Deutschland entwickeltes Messinstrument, dessen Aufgabe die Untersuchung kleinster Teilchen war. Der CDA konnte Teilchen mit einer Geschwindigkeit von 5 Kilometern pro Sekunde und einer Masse von nur 10-13 Gramm (einem Zehnmillionstel Millionstel Gramm, das entspricht einer Größe von einem Zweitausendstel Millimeter) nachweisen. Neben der Teilchengeschwindigkeit und der Teilchengröße…