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Den Mars in eine zweite Erde verwandeln – ein simpler Trick

Ein spannendes Verfahren, den Mars in einen fruchtbaren Planeten zu verwandeln, stellen Forscher im Fachmagazin Nature Astronomy vor: Sie wollen unseren Nachbarn mit einer dünnen Schicht aus Silicat-Aerogel überziehen.

Wie soll das funktionieren? Der Rote Planet weist zwei Eigenschaften auf, die die Existenz von Leben auf seiner Oberfläche erschweren. Zum einen ist es dort deutlich zu kalt, zum anderen zerstört die durch die dünne Atmosphäre in höherem Maß als bei der Erde auf den Marsboden treffende kosmische Strahlung. Wollte man erdähnliche Verhältnisse und damit flüssiges Wasser an der Oberfläche erreichen, müsste die mittlere Temperatur um etwa 50 Grad angehoben werden.

Dazu gibt es tatsächlich Pläne; würde man die CO2-Ablagerungen an den Polen und im Boden freisetzen, könnte ein Treibhauseffekt einsetzen, wie er auch für die Klimaerwärmung auf der Erde verantwortlich ist. Auf dem Mars wäre das erwünscht. Es ist aber sehr fraglich, ob die vorhandene CO2-Menge genügt; und dann muss der Planet seine neue, dichtere Atmosphäre auch noch halten können. Es hat ja seinen Grund, dass der Mars sie in den letzten Milliarden Jahren eingebüßt hat.

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Nutzen Bakterien Wolfram als interstellaren Strahlungsschutz?

Wolfram ist ein Schwermetall mit beeindruckenden Eigenschaften: Das weißglänzende Material schmilzt erst bei 3422 Grad Celsius und verdampft sogar erst bei 5930 Grad. Es widersteht fast allen Säuren und hat beinahe die Dichte von Gold. Interessant ist auch, dass seine natürlichen Isotope allesamt instabil sein müssten. Ihre Halbwertszeit liegt allerdings im Bereich von Trillionen Jahren, sodass der Zerfall in unseren Zeitmaßstäben nicht messbar ist.

Der Mensch hat aus Wolfram Glühwendeln für Glühlampen und Leuchtstoffröhren konstruiert. In der Kohlenstoff-Verbindung Wolframcarbid ist es fast so hart wie Diamant, deshalb ist es in der Werkzeugtechnik unabdingbar. Aber auch Mikroorganismen wissen anscheinend mit dem Stoff etwas anzufangen. Diese Organismen, etwa thermophile Archaeaen oder zellkernlose Organismen, haben sich an die extremen Bedingungen einer Wolfram-Umgebung angepasst und fanden einen Weg, Wolfram zu assimilieren. Das hat ein Team um Tetyana Milojevic von der Fakultät für Chemie an der Universität Wien genauer untersucht.

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