Neptun

Leben in einer wasserstoffreichen Atmosphäre Leben

Leben in einer wasserstoffreichen Atmosphäre

Der Exoplanet K2-18b, ca. 124 Lichtjahre von der Erde entfernt, ist eine Art Mini-Neptun, wie Astronomen im vergangenen Jahr herausfanden. Er ist sieben bis zehn Mal so schwer wie die Erde und hat den 2,7-fachen Radius. K2-18b umkreist seinen Zentralstern, einen Roten Zwerg, einmal in 33 Tagen. Damit befindet er sich in der habitablen Zone seines Sterns. Für die Astronomen weist er aber noch eine andere bemerkenswerte Besonderheit ab: In seiner Atmosphäre konnten Wasserstoff, Helium und Wasserdampf nachgewiesen werden. In den Medien erschien K2-18b deshalb gleich als "Erde 2.0", was er definitiv nicht ist. Die Forscher, die ihn 2019…
Eis und heiß: Eisriese kreist um Weißen Zwerg Astrophysik

Eis und heiß: Eisriese kreist um Weißen Zwerg

In ein paar Milliarden Jahren, wenn die Sonne ihren Brennstoff-Vorrat aufgebraucht hat, wird sie sich erst in einen Roten Riesen verwandeln und dann zum Weißen Zwerg schrumpfen. Die Planeten unseres Systems überleben diese Zeit wahrscheinlich (wenn sie nicht davongeschleudert werden). Das wissen die Astronomen – theoretisch. Aber bisher hatte man noch keinen Weißen Zwerg gefunden, in dessen Orbit ein Planet kreist. Deshalb freuen sich die Forscher nun umso mehr, dass ihnen WDJ0914+1914 vor die Linse gekommen ist, der sich etwa 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Krebs befindet. "Es war eine dieser zufälligen Entdeckungen", sagt der Forscher Boris Gänsicke von der…
Woher die Geysire auf dem Neptun-Mond Triton kommen Space

Woher die Geysire auf dem Neptun-Mond Triton kommen

Triton ist ein seltsamer Mond. Er ist der einzige der großen Monde unseres Sonnensystems, der sich falsch herum um seinen Planeten dreht – um Neptun, den achten und äußersten Planeten. Deshalb vermutet man auch, dass er ein von Neptun eingefangenes Kuipergürtel-Objekt ähnlich wie Pluto darstellt. Auf den ersten Blick wirkt Triton sehr lebensfeindlich – bei Temperaturen nahe dem Nullpunkt ist die aus Stickstoff, Methan und Kohlenmonoxid bestehende Atmosphäre fast völlig ausgefroren und dadurch sehr dünn; die der Erde ist 70.000 mal dichter. (mehr …)
Wie es im Inneren von Neptun oder Uranus aussieht Astrophysik

Wie es im Inneren von Neptun oder Uranus aussieht

Das Innere von Riesenplaneten zu erforschen, ist keine leichte Aufgabe. Bis auf Weiteres werden wir es nicht schaffen, mit Sonden an Ort und Stelle zu messen, deshalb sind die Forscher auf Modelle angewiesen. Diese Modelle basieren auf dem, was sie über die Stoffe wissen, aus denen Eisriesen wie Neptun und Uranus bestehen. Dabei sind Irrtümer allerdings nicht ausgeschlossen. Bisher nahm man zum Beispiel an, dass Kohlenstoff unter dem hohen Druck stets die Gestalt von Diamant annimmt. Kohlenstoff und Wasserstoff sind unter den häufigsten Elementen im Universum, und Neptun besteht wie Uranus zu großen Teilen daraus, etwa in Form von Methan.…
Existenz von superionischem Wasser experimentell bestätigt Space

Existenz von superionischem Wasser experimentell bestätigt

Superionisches Wasser ist eine Form von Wasser (H2O), bei der der Sauerstoff ein festes Gitter bildet, während die Wasserstoffionen (oder Protonen) sich frei darin bewegen können. Bereits in den 1980er-Jahren haben Forscher über diese Zustandsform des Wassers spekuliert, 1999 wurde ihre Existenz erstmals theoretisch mit Hilfe von Computersimulationen gezeigt. Erst heute, fast 30 Jahre später, kommt nun auch die experimentelle Bestätigung. Superionisches Wasser ist gerade für die Weltraumforschung spannend, weil Wasser in diesem Zustand gleichzeitig flüssig und fest ist: Die Protonen sind beweglich wie in einer Flüssigkeit, die Sauerstioffatome jedoch nicht. Man nimmt an, dass superionisches Wasser insbesondere in…
Diamantregen auf Neptun und Uranus Space

Diamantregen auf Neptun und Uranus

Am Rande unseres Sonnensystems kreisen zwei Eisgiganten um unseren Zentralstern – Uranus und Neptun. Sie besitzen einen festen Kern, der von Schichten aus gefrorenen Kohlenwasserstoffen, Ammoniak und Wasser umgeben ist. Dieses "Eis" gibt den Planeten seinen Namen, verhält sich aber ganz und gar nicht so, wie wir es von Wassereis im Winter gewohnt sind. Denn nahe des Kerns von Neptun und Uranus herrschen sehr hohe Drücke und hohe Temperaturen. Unter diesen Bedingungen, das zeigen u.a. Forscher des Forschungszentrums Rossendorf bei Dresden in einem Beitrag in Nature Astronomy, werden die Kohlenwasserstoffe (Verbindungen aus Kohlenstoff und Wasserstoff) aufgesplittet; der so entstehende reine…
Neptun und die blauen Doppel-Planetoiden Space

Neptun und die blauen Doppel-Planetoiden

Der Kuipergürtel ist eine ringfömige, in der Ebene der Ekliptik liegende Region, die in 30- bis 50-fachem Abstand Erde-Sonne (30-50 AU) um das Zentralgestirn kreist, also außerhalb der Neptun-Bahn. Das bekannteste Objekt ist sicher der ehemalige Planet Pluto. Die meisten der in diesem Bereich kreisenden Brocken sind vermutlich auch genau hier entstanden. Sie besitzen in der Regel eine rötliche Farbe. Doch es gibt auch ein paar bläulich anmutende Objekte, die einander gern als Binärsysteme umkreisen. Ihre Farbe und ihre Zusammensetzung deutet darauf hin, dass sie von weiter innen aus dem Sonnensystem zugewandert sind. (mehr …)