2019
Mai
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Die ersten Sternexplosionen waren gigantisch – und asymmetrisch

Wenn ein Stern mit deutlich mehr Masse als die Sonne seinen Brennstoff verbraucht hat, vergeht er in einem gewaltigem Feuerwerk, einer Supernova. Im heutigen Universum ist das ein nicht allzu häufiger Anblick, denn der überwiegende Teil der Sterne sind Rote Zwerge, die ihr Leben bei weitem nicht so spektakulär beenden. Auch der Sonne steht keine Supernova bevor. Sie wird sich zum Roten Riesen entwickeln, von dem am Ende nur noch ein harmloser Weißer Zwerg übrig bleibt.

In der Frühzeit des Universums war das aber noch anders. Damals dürfte es weder Rote Zwerge noch Sterne in der Größe der Sonne gegeben haben. Vielmehr war das damals noch viel kleinere Universum voller Riesensterne, die man heute der sogenannten Population III zuordnet. Die bestanden nur aus dem, was der Urknall geliefert hatte: Wasserstoff, Helium und ein bisschen Lithium. Doch die Zusammensetzung des Kosmos änderte sich, als diese frühen Sterne ihr kurzes, aber energiereiches Leben beendeten. In ihren Explosionen entstanden erst die schwereren Elemente, die sich dann in Sternen der jüngeren Populationen II und I ansammeln konnten.

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