Supernova

Die Super-Supernova Astrophysik

Die Super-Supernova

Eine Supernova steht als gewaltige Explosion am Lebensende vieler Sterne. Alle massereichen Exemplare mit einer Anfangsmasse von mehr als acht Sonnenmassen werden von ihr zerrissen, aber auch kleinere Exemplare, die das Pech haben, nach ihrem eigentlichen Ende als Weißer Zwerg noch Material eines Partnersterns akkretieren zu können, mit dem sie ein Binärsystem bilden. Ohne Supernovae gäbe es kein Leben, werden doch erst durch sie die schweren Elemente im Kosmos verteilt. Im Großen und Ganzen hat man diesen Prozess verstanden. Besonders energiereiche Supernovae ziehen aber noch immer die Blicke der Astronomen auf sich, weil sie noch ein paar Geheimnisse bergen.…
Warum der linke Schulterstern des Orion verblasst Astrophysik

Warum der linke Schulterstern des Orion verblasst

Beteigeuze ist ein Roter Überriese. Mit 1000-fachem Durchmesser der Sonne und – ehemals – 10.000-facher Leuchtkraft beeindruckt er die ganze Milchstraße, aber nun hat es der Stern sogar in die Tagesthemen der ARD geschafft. Warum? Weil alle auf eine Katastrophe hoffen. Wenn ein derart großer Stern in kurzer Zeit auf 36 Prozent seiner früheren Leuchtkraft verblasst, liegt es nahe, ihm ein baldiges Ende in einer Supernova vorherzusagen. Das wäre sicher spektakulär, würde es den irdischen Nachthimmel doch mit der Helligkeit eines Halbmondes zieren. (mehr …)
Die ersten Sternexplosionen waren gigantisch – und asymmetrisch Astrophysik

Die ersten Sternexplosionen waren gigantisch – und asymmetrisch

Wenn ein Stern mit deutlich mehr Masse als die Sonne seinen Brennstoff verbraucht hat, vergeht er in einem gewaltigem Feuerwerk, einer Supernova. Im heutigen Universum ist das ein nicht allzu häufiger Anblick, denn der überwiegende Teil der Sterne sind Rote Zwerge, die ihr Leben bei weitem nicht so spektakulär beenden. Auch der Sonne steht keine Supernova bevor. Sie wird sich zum Roten Riesen entwickeln, von dem am Ende nur noch ein harmloser Weißer Zwerg übrig bleibt. In der Frühzeit des Universums war das aber noch anders. Damals dürfte es weder Rote Zwerge noch Sterne in der Größe der Sonne…
Schwere Sterne sterben in einem Kokon Space

Schwere Sterne sterben in einem Kokon

Wenn besonders schwere Sterne sterben, geht das nicht ohne großes Feuerwerk ab. Besitzt ein Stern, dem der Brennstoff ausgeht, mehr als die 25-fache Masse der Sonne, kollabiert sein Kern zu einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch, und an den Polen werden gigantische Materie-Jets ausgestoßen. Diese dringen durch die äußersten Schichten des Sterns und erzeugen dabei so viel Gammastrahlung, dass Astronomen diese als Blitze (Gamma Ray Bursts, GRBs) beobachten können. (mehr …)
Die superalte, superweit entfernte Superduper-Supernova Space

Die superalte, superweit entfernte Superduper-Supernova

Eine Supernova ist an sich schon eine mächtige Explosion am Ende eines meist eher kurzern Sternenlebens. Denn nur die größten und schwersten Sterne, denen zugleich die kürzeste Lebenserwartung beschieden ist, vergehen in einem so mächtigen Ausbruch. Bevor sie als Neutronenstern oder Schwarzes Loch enden, leuchten sie für ein paar Tage oder Wochen so hell wie Millionen Sonnen. Doch es gibt auch noch viel gewaltigere Ereignisse, wie Astronomen in einem Fachmagazin zeigen. Was uns als kleiner Lichtpunkt erscheint, er trägt den Namen DES15E2mlf, ist in Wahrheit eine der hellsten je beobachteten Supernovae, eine sogenannte superluminose Supernova oder Hypernova. (mehr …)
Wie tote Sterne Planeten gebären können Space

Wie tote Sterne Planeten gebären können

Wenn ein Stern in einer gewaltigen Supernova-Explosion stirbt, bleibt normalerweise nur sehr wenig von ihm übrig. Das meiste Material wird abgestoßen, das betrifft auch jeden einzelnen Planeten. Nur ein kleiner, sehr dichter Kern bleibt übrig, der je nach Ausgangsmasse zum Neutronenstern (falls er schnell rotiert: zum Pulsar) oder zum Schwarzen Loch wird. Trotzdem befanden sich die ersten Exoplaneten, die 1992 entdeckt wurden, im Orbit um solch eine Sternleiche – um den Pulsar PSR 1257+12. Mit den Theorien zur Planetenentstehung ist das schwer vereinbar. Wo eine Supernova stattfand, wächst kein Planet mehr. Hat der tote Stern sich seinen Begleiter etwa eingefangen,…
Pech gehabt: Riesenstern wird ohne Supernova zum Schwarzen Loch Space

Pech gehabt: Riesenstern wird ohne Supernova zum Schwarzen Loch

Beschreibt man den typischen Weg zu Entstehung eines Schwarzen Lochs, nennt man normalerweise diese Reihenfolge: ein Stern großer Masse verbrennt seine letzten Brennstoffe, kann dann seiner eigenen Gravitation nichts mehr entgegen halten – und vergeht in einer riesigen Explosion, einer Supernova. Das Ergebnis ist ein Schwarzes Loch, das von den Explosionsresten umgeben ist. Doch nicht immer nehmen Sterne ein solches Ende, wie Forscher jetzt an dem Stern N6946-BH1 in der 22 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie NGC 6946 (auch Feuerwerksgalaxie genannt) feststellen konnten. Dieser etwa 25 Sonnenmassen schwere Rote Superriese hatte in den sieben Jahren, in denen er immer wieder beobachtet werde, zunächst…
Supernova erstmals im Entstehen fotografiert Space

Supernova erstmals im Entstehen fotografiert

Astronomen ist es gelungen, Aufnahmen einer Supernova etwa drei Stunden nach ihrer Explosion zu machen – das ist eine bisher unerreicht kurze Zeitspanne. Über ihre Beobachtung berichten sie in Nature Physics. Der Ausbruch fand schon am 6. Oktober 2013 statt. Oder besser gesagt: er wurde am 6. Oktober registriert, passiert ist er zu einer Zeit, als noch kein Mensch die Erde bewohnte, vor 150 Millionen Jahren, denn so lange braucht das Licht von der Galaxie NGC 7610 bis zu uns. Entdeckt, d.h. zuerst gemeldet, wurde die Supernova 2013fs vom japanischen Amateurastronomen Koichi Itagaki, der ein recht erfolgreiches privates Supernova-Suchprogramm…