2020
April
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Die Super-Supernova

Eine Supernova steht als gewaltige Explosion am Lebensende vieler Sterne. Alle massereichen Exemplare mit einer Anfangsmasse von mehr als acht Sonnenmassen werden von ihr zerrissen, aber auch kleinere Exemplare, die das Pech haben, nach ihrem eigentlichen Ende als Weißer Zwerg noch Material eines Partnersterns akkretieren zu können, mit dem sie ein Binärsystem bilden. Ohne Supernovae gäbe es kein Leben, werden doch erst durch sie die schweren Elemente im Kosmos verteilt.

Im Großen und Ganzen hat man diesen Prozess verstanden. Besonders energiereiche Supernovae ziehen aber noch immer die Blicke der Astronomen auf sich, weil sie noch ein paar Geheimnisse bergen. Ein solches ist die Paarinstabilitäts-Supernova, die Sterne mit mehr als 64 Sonnenmassen betreffen kann, die besonders arm an Elementen schwerer als Helium sind, oder ab 140 Sonnenmassen, wenn man von normalen Hauptreihensternen der aktuellen Generation ausgeht. Bei ihnen wird der Stern komplett zerrissen, es bleibt nicht einmal ein Schwarzes Loch übrig – also wird auch entsprechend viel Energie abgegeben. Der Begriff „Paarinstabilität“ kommt daher, dass in diesen Sternen Temperatur (Milliarden Grad) und Dichte so hoch werden, dass sich Photonen der bei der Fuson entstehenden Gammastrahlung von selbst in Elektron-Positron-Paare umwandeln. Dadurch verringert sich aber der Strahlungsdruck, und der Stern kollabiert in sich selbst, als hätte man einem Ballon die Luft herausgelassen.

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