2018
April
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Aus Staub geboren: Verschmelzende Proto-Galaxien im frühen Universum

Das Weltall ist als Forschungsgegenstand dankbar und undankbar zugleich. Undankbar, weil es wirklich sehr, sehr groß ist und wir alles nur aus einer einzigen Position betrachten können, die nicht unbedingt optimal ist (stellen Sie sich vor, Sie müssten all Ihre Fotos durch das Schlüsselloch Ihres Schlafzimmerschranks machen – selbst die Bilder des Wohnzimmers!). Dankbar ist es, weil es einen Blick in seine eigene Vergangenheit erlaubt. Aber nicht wie ein Mensch, dem man seine bewegte Vergangenheit an grauem Haar und faltiger Haut ansieht, sondern „in echt“. Man muss nur tief genug ins Universum schauen, um seine Vergangenheit sich entfalten zu sehen.

Zwei internationale Forscherteams haben das jetzt mit dem Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) und dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) der Europäischen Südsternwarte (ESO) getan. Sie haben sich ein paar merkwürdige Objekte angesehen, die zunächst mit dem South Pole Telescope und dem Weltraumobservatorium Herschel als schwache Lichtflecken entdeckt worden waren. Der Proto-Galaxienhaufen namens SPT2349-56 befindet sich in einer solch riesigen Entfernung, dass das Licht, das uns heute erreicht, von ihm ausgesandt wurde, als das Universum nur ein Zehntel seines heutigen Alters hatte, etwa 1,5 Milliarden Jahre.

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