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Nächstes Jahr im Weltraum? Starten Sie Ihren eigenen Satelliten

Bei der Suche nach interessanten Weltraum.Gadgets (auch Tipps dazu nehme ich immer gern) bin ich auf ein sehr spannendes Projekt gestoßen. Wie wäre es, wenn Sue Ihren eigenen Satelliten ins All schießen lassen könnten? Das kostet sie weder Millionen Euro noch Hunderttausende, sondern gerade einmal 257 Euro und ein bisschen eigene Arbeit. Ihr persönlicher Satellit heißt AmbaSat-1.

Wie funktioniert das? Unter www.ambasat.com finden Sie die Beschreibung. AmbaSat-1 ist ein Mikrosatellit. Im Grunde handelt es sich um eine Elektronik-Platine mit 35 x 35 Millimetern Grundfläche. Darauf befinden sich ein Prozessor, verschiedene Sensoren, Solarzellen, ein Gyroskop und ein Funkmodul. Wenn Sie möchten, können sie die Platine auch selbst löten, das dauert etwa 4 Stunden und Sie sparen dann noch ein paar Euro. Die AmbaSats werden alle zusammen in ein fliegendes Regal gepackt, das (ab) 2020 ins All geschossen wird, um die Mikro-Satelliten dann dort zu verteilen.

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Wie unsere Milchstraße geboren wurde

Vor 13 Milliarden Jahren sah die Welt noch anders aus. Sterne bildeten sich in schneller Folge und vereinten sich zu Zwerggalaxien, die durch Zusammenstöße mit anderen wuchsen, um schließlich zu den heute beobachtbaren massiven Galaxien zu werden. Unsere Milchstraße hat einen ähnlichen Prozess hinter sich.

Spanischen Forschern vom Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) ist es jetzt gelungen, den Werdegang unserer Heimatgalaxis anhand von Daten des Gaia-Satelliten nachzuvollziehen. Die Astronomen haben dazu Position, Helligkeit und Entfernung von einer Million Sterne in einer 6500 Lichtjahre großen Kugel um die Sonne verglichen. Dadurch konnten sie die Sterne auf mehrere Komponenten aufteilen: das stellare Halo (eine sphärische Struktur, die Spiralgalaxien umgibt) und die dicke Scheibe im Zentrum. Frühere Studien hatten schon gezeigt, dass das Halo wohl aus zwei verschiedenen Komponenten besteht, wobei die eine von blauen Sternen stärker dominiert wird als die andere. Die blaue Komponente wird einer Zwerggalaxie namens Gaia-Enceladus zugeordnet.

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Haben Sie schon mal einem Mond bei der Entstehung zugesehen?

Am Anfang ist die Gas- und Staubwolke. Sie kontrahiert zu einer Scheibe, und in ihrer Mitte zündet ein Stern. In der protoplanetaren Scheibe um den Stern formen sich Planetoiden, aus denen Planeten wachsen. Um die Planeten wiederum kreisen Staubscheiben, aus denen schließlich Monde werden. Bis auf den letzten Schritt ist die Theorie der Entstehung von Sonnensystemen längst auch durch Beobachtungen belegt. Aber eine Staubscheibe um einen Planeten konnte noch kein Teleskop entdecken.

Jetzt gelang ALMA, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), die erste solche Beobachtung, und zwar in dem jungen Sonnensystem PDS 70, das etwa 370 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte hat dort bereits die Existenz zweier Gasriesen mit Jupiter-Dimensionen bestätigt. Nun konnte ALMA auch zeigen, dass sich um den äußeren Planeten eine Staubscheibe gebildet hat, aus der mehrere Monde entstehen könnten. Mit ein bisschen Geduld könnten wir dort also Exo-Monde bei ihrer Geburt beobachten.

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Nutzen Bakterien Wolfram als interstellaren Strahlungsschutz?

Wolfram ist ein Schwermetall mit beeindruckenden Eigenschaften: Das weißglänzende Material schmilzt erst bei 3422 Grad Celsius und verdampft sogar erst bei 5930 Grad. Es widersteht fast allen Säuren und hat beinahe die Dichte von Gold. Interessant ist auch, dass seine natürlichen Isotope allesamt instabil sein müssten. Ihre Halbwertszeit liegt allerdings im Bereich von Trillionen Jahren, sodass der Zerfall in unseren Zeitmaßstäben nicht messbar ist.

Der Mensch hat aus Wolfram Glühwendeln für Glühlampen und Leuchtstoffröhren konstruiert. In der Kohlenstoff-Verbindung Wolframcarbid ist es fast so hart wie Diamant, deshalb ist es in der Werkzeugtechnik unabdingbar. Aber auch Mikroorganismen wissen anscheinend mit dem Stoff etwas anzufangen. Diese Organismen, etwa thermophile Archaeaen oder zellkernlose Organismen, haben sich an die extremen Bedingungen einer Wolfram-Umgebung angepasst und fanden einen Weg, Wolfram zu assimilieren. Das hat ein Team um Tetyana Milojevic von der Fakultät für Chemie an der Universität Wien genauer untersucht.

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Große Stern-Babys wachsen ähnlich wie kleine

Der 5500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Skorpion gelegene Protostern G353.273+0.641 ist noch ein Baby. Er hat erst vor etwa 3000 Jahren gezündet; das ist astronomisch ein wirklich kurzer Zeitraum. Trotzdem ist G353 bereits zehnmal so schwer wie die Sonne, und er wächst weiter.

Erstmals haben Forscher mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) einen direkten Blick von oben auf einen so massiven Protostern und seine Umgebung erhaschen können. Dabei haben sie fesgestellt, dass die pure Größe offenbar keinen Unterschied macht. G353 verhält sich jedenfalls nicht anders als leichtere Sternbabys. Als Protostern ist er von einer Staubscheibe umgeben, der protoplanetaren Scheibe, die sich wiederum von einer Gaswolke ernährt, die das komplette System umgibt.

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Alt und jung gleichzeitig? Das Rätsel der Roten Riesen

Am Ende ihres Lebens entwickeln sich Sterne der Hauptreihe (also in Zukunft auch die Sonne) zu Roten Riesen. Dieser Weg ist ihnen vorgezeichnet. Trotzdem ist es nicht so einfach, einem Roten Riesen sein wahres Alter anzusehen. Denn es gibt zu viele individuelle Faktoren, die die Entwicklung dorthin beschleunigen oder bremsen können.

Die Astronomen sind zwar inzwischen recht gut in dieser Kunst, aber es gibt immer wieder Ausnahmen. Vor vier Jahren haben Forscher des Leibniz-Instituts für Astrophysik und des Max-Planck-Instituts für Astronomie Rote Riesen entdeckt, bei denen die Altersangaben je nach Methode um bis zu vier Milliarden Jahre schwankten. „Die Sterne schienen gleichzeitig alt und jung zu sein“, erinnert sich Dr. Saskia Hekker vom MPS und der Universität Aarhus in Dänemark, die damals zu beiden Entdeckerteams gehörte. Das Paradoxon hat die Forscherin nicht losgelassen, und nun hat sie es zusammen mit ihrer Kollegin Dr. Jennifer A. Johnson von der Ohio State University in den USA gelöst. Die Riesensterne täuschen demnach ihr jugendliches Alter nur vor.

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