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Ein Planet, der seinen Stern überlebt hat Leben

Ein Planet, der seinen Stern überlebt hat

Der 117 Lichtjahre von der Erde entfernte Stern WD1054–226 ist ein Weißer Zwerg – das Überbleibsel eines Sterns in der Größe unserer Sonne, der das Ende seines Lebens erreicht hat. Er hat ungefähr die Größe der Erde, ist aber etwa so schwer wie die Sonne. Und er ist heiß: 20.000 bis 30.000 Kelvin an der Oberfläche, 20 Millionen Kelvin im Inneren. Fusionsprozesse finden zwar nicht mehr dtatt, aber es dauert etwa 10 Milliarden Jahre, bis er ganz ausgekühlt ist – unsere Sonne gibt es erst seit fünf Milliarden Jahren. In dieser Zeit kann sich um die Sternleiche natürlich eine…
Proxima Rising: Neuer Planet bei Proxima Centauri gefunden Proxima

Proxima Rising: Neuer Planet bei Proxima Centauri gefunden

Hm, das müssen die Protagonisten meines Buches "Proxima Rising" wohl übersehen haben: Um den erdnächsten Stern Proxima Centauri kreisen anscheinend sogar drei Planeten. Bereits bekannt waren der etwa erdgroße Planet Proxima b, auf dem im Roman Marchenko, Adam und Eva landen, und der in der habitablen Zone alle elf Tage einmal um seinen Stern orbitiert, sowie der Planeten-Kandidat Proxima c, ein Mini-Neptun von siebenfacher Erdmasse, der sich auf einer fünfjährigen Umlaufbahn um den Stern befindet. Der mit Hilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile neu entdeckte Planet mit dem Namen Proxima d umkreist Proxima Centauri…
Winterschlaf auf dem Weg zum Mars? Mars

Winterschlaf auf dem Weg zum Mars?

Stellen Sie sich vor, Sie werden erst einmal zwei Wochen lang gut gefüttert. Kuchen, Steaks, was immer Sie mögen – bis Sie wenigstens zehn Kilogramm zugenommen haben. Danach legen Sie sich schlafen. Ihre Körpertemperatur wird abgesenkt, und damit auch Ihr Grundumsatz. Sie schlummern in ihrer kühlen Höhle, an allen Seiten von Wasserbehältern umgeben, wie ein Bär, bis Sie nach drei Monaten wieder geweckt werden. Das Übergewicht sind Sie los. Sie haben aber auch kaum Muskelmasse eingebüßt, anders, als wenn Sie zwangsweise drei Monate gelegen hätten, denn im Winterschlaf bleiben ihre Muskeln erhalten. Jetzt noch drei Wochen Reha, um die…
Durch tödliches Gift zum Leben auf der Erde? Leben

Durch tödliches Gift zum Leben auf der Erde?

Verbindungen zwischen Kohlenstoff und Stickstoff heißen Cyanide. Das Kohlenstoffatome ist dabei dreifach mit dem Stickstoffatom verbunden. Es bleibt ihm also eine Valenz, um etwa mit Wasserstoff zu Blausäure oder mit Kalium zu Kaliumcyanid ("Zyankali") zu werden. Diese sind in der Regel höchst giftig. es gibt allerdings komplexere Moleküle, in denen das Cyanid so fest gebunden ist, dass es nicht mehr giftig wirkt. So ist etwa der Zusatzstoff E536 (Kaliumhexacyanidoferrat(II)) als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Auch in der Frühzeit der Erde, vor vier Milliarden Jahren, könnten Cyanide die Entstehung von Leben vorbereitet haben. Das zeigen Chemiker von Scripps Research in einer Arbeit in…
Wie warm war das Universum 880 Millionen Jahre nach dem Urknall? Astrophysik

Wie warm war das Universum 880 Millionen Jahre nach dem Urknall?

Vor 13,8 Milliarden Jahren war das All heißer als heiß. Dann hat es sich ausgedehnt und dabei abgekühlt – auf 2,725 Kelvin heute, die Temperatur der kosmischen Hintergrundstrahlung. Vom Moment der Freisetzung der kosmischen Hintergrundstrahlung bis heute hat sich das Universum um einen Faktor von rund 1100 ausgedehnt. Die kosmische Hintergrundstrahlung, die ursprünglich eine Temperatur von etwa 3000 Kelvin hatte und deren Wärmestrahlung damit damals so ähnlich aussah wie das Licht einer Halogenlampe, kühlte um denselben Faktor ab. Natürlich war das gesamte Universum nie überall gleich warm. Das ermöglicht es Forschern heute, so unglaublich es klingt, dem Universum in seiner…
Die Erde hat einen neuen Begleiter – und warum das spannend ist Space

Die Erde hat einen neuen Begleiter – und warum das spannend ist

Keine Sorge: in dieser Geschichte geht es nicht schon wieder um die bevorstehende Zerstörung der Erde. Im Gegenteil: Asteroiden wie der im Jahre 2020 entdeckte 2020 XL5 sind spannend, weil sie Erkenntnisse über die frühe Vergangenheit der Erde liefern könnten. 2020 XL5 ist, wie Astronomen jetzt im Wissenschaftsmagazin Nature sicher bestätigen (die Vermutung bestand schon zuvor) ein sogenannter Trojaner. Ein Asteroid also, der die Erde in ihrem Orbit begleitet. Betrachtet man nur das System aus Sonne und Planet, gibt es mehrere Orte, an denen sich die Anziehungskräfte von Planet und Sonne gegenseitig aufheben. Das sind die sogenannten Lagrange-Punkte. Objekte,…
Auch Mimas mit Ozean unter der Oberfläche Enceladus

Auch Mimas mit Ozean unter der Oberfläche

Die Saturnmonde Enceladus und Titan haben einen, ebenso die Jupitermonde Ganymed, Callisto und Europa und der Zwergplanet Pluto: einen flüssigen Ozean unter ihrer eisigen Oberfläche nämlich. Vielleicht trifft das auch auf den Saturmond Mimas zu, wie eine Wissenschaftlerin des Southwest Research Institute vermutet. Dr. Alyssa Rhoden, eine Spezialistin für die Geophysik von Eissatelliten, wollte eigentlich beweisen, dass der winzige, innerste Saturnmond ein gefrorener, träger Satellit ist. Stattdessen fand sie Hinweise darauf, dass der Mond ebenfalls einen flüssigen inneren Ozean besitzt. Eine der grundlegendsten Entdeckungen der letzten 25 Jahre in der Planetenforschung ist, dass Welten mit Ozeanen unter Gesteins- und Eisschichten…
Die Erde kühlt schneller Leben

Die Erde kühlt schneller

Die Erde ist heiß: bis zu 3500 Grad im Mantel, 5000 Grad im äußeren Kern und 6000 im (festen) inneren Kern. Das bringt uns einige Vorteile. Also nicht nur uns, sondern dem ganzen Leben auf der Erde. Da wäre z.B. das Magnetfeld, das durch Eisenströmungen im äußeren Kern geschürt wird und uns vor der kosmischen Strahlung schützt. Aber auch die Plattentektonik, die uns nicht nur Gebirge, Vulkane und Erdbeben beschert, sondern auch die Entstehung komplexer Lebensformen begünstigt hat. Hört sie irgendwann auf, wird die Erosion mit der Zeit alle Höhenunterschiede abtragen, und das Meer wird die Erde zum großen…