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Super-Venus in kosmischer Nachbarschaft Space

Super-Venus in kosmischer Nachbarschaft

Wolf 437, auch Gliese 486 genannt, ist ein Roter Zwerg in ziemlicher Nähe der Sonne – nur 26 Lichtjahre entfernt. Was ihn interessant macht, ist ein Planet, den Astronomen jetzt in Science vorstellen. Gliese 486 b bewegt sich um seinen Mutterstern auf einer Kreisbahn innerhalb von 1,5 Tagen und in einem Abstand von nur 2,5 Millionen Kilometern (Erde: 150 Millionen Kilometer). Da seine Rotation um die eigene Achse immer die gleiche Zeit in Anspruch nimmt, wendet der Planet seiner Sonne immer dieselbe Seite zu - ähnlich wie der Mond der Erde. Obwohl der Stern Gliese 486 viel schwächer und kühler…
Wenn ein Stern zerreißt … Astrophysik

Wenn ein Stern zerreißt …

… erzeugt ein Myon tief unter dem Eis der Antarktis eine Spur in einem gigantischen Detektor. Das Myon ist entstanden, weil ein energiereiches Neutrino mit einem Atom des Detektors wechselgewirkt hat. Das Neutrino begann seine Reise vor rund 700 Millionen Jahren, etwa zu der Zeit, als sich die ersten Tiere auf der Erde entwickelten. Das ist die Reisezeit, die das Teilchen brauchte, um von der weit entfernten, namenlosen Galaxie (katalogisiert als 2MASX J20570298+1412165) im Sternbild Delphin zur Erde zu gelangen. Entstanden ist es in Folge von "AT2019dsg". So nennen Astronomen ein Ereignis, bei dem ein Stern von einem Schwarzen…
Ganzweitdraußen ist weiter draußen als Weitdraußen Space

Ganzweitdraußen ist weiter draußen als Weitdraußen

Isso! Astronomen haben es jetzt bestätigt: Der Zwergplanetenkandidat "Farfarout" (Ganzweitdraußen) ist wirklich weiter entfernt als sein Kumpel "Farout" (Weitdraußen). Farfarout wurde erstmals im Januar 2018 vom Subaru-Teleskop auf Maunakea in Hawai'i gesichtet. Seine Entdecker konnten erkennen, dass er sehr weit weg war, aber sie waren sich nicht sicher, wie weit genau. Sie brauchten mehr Beobachtungen. "Zu diesem Zeitpunkt kannten wir die Umlaufbahn des Objekts nicht, da wir nur die Subaru-Entdeckungsbeobachtungen über 24 Stunden hatten, aber es braucht Jahre von Beobachtungen, um die Umlaufbahn eines Objekts um die Sonne zu erhalten", erklärte Mitentdecker Scott Sheppard von der Carnegie Institution for Science.…
Drei Paare im Sternentanz Space

Drei Paare im Sternentanz

Es muss ziemlich interessant sein, in dem Sternsystem TYC 7037-89-1 zu leben. Man stelle sich einen Galileo Galilei vor, der seinen Kirchenfürsten dies erklären muss: "Meine Herren, die Erde bewegt sich um die Sonne, während sich die Sonne um eine andere Sonne bewegt. So wie zwei weitere Sterne sich umkreisen, mit denen gemeinsam wir wiederum den Massenschwerpunkt mit einem dritten Paar orbitieren." Aber das wäre vermutlich noch die einfachere Variante gewesen, denn die drei Sternenpaare, die Astronomen mit Hilfe des NASA-Satellitenteleskops TESS gefunden haben, umkreisen sich gegenseitig in einem sehr engen Orbit von 1,3, 1,6 und 8,2 Tagen. Ein…
Sechs Exoplaneten in ungewöhnlicher Resonanz Astrophysik

Sechs Exoplaneten in ungewöhnlicher Resonanz

Wenn man Mehrkörpersysteme sich selbst überlässt, stellt sich manchmal eine merkwürdige Ordnung ein. Die Abstände der Planetenbahnen sind ganzzahlige Vielfache eines Grundwertes, Monde und Planeten bewegen sich im Gleichklang, Himmelskörper wenden sich stets dieselbe Seite zu – was wir dann als kosmische Ordnung wahrnehmen, sind alles keine Wunder, sondern bloß Ergebnisse der Wirkung der Gravitation in einem auf bestimmte Weise aufgebauten System. Das trifft auch auf TOI-178 zu, einen etwa 200 Lichtjahre entfernten Stern im Sternbild Sculptor. Als Forscher den Stern zum ersten Mal beobachteten, vermuteten sie zunächst, sie hätten zwei Planeten entdeckt, die ihn auf der gleichen Bahn umkreisen.…
Titans größter See ist mehr als 100 Meter tief Space

Titans größter See ist mehr als 100 Meter tief

Der Saturnmond Titan gehört zu den geheimnisvollsten Himmelskörpern des Sonnensystems, besitzt er doch unter dem goldenen Dunst aus gasförmigem Stickstoff, in den er sich hüllt, einen der Erde vergleichbaren Wetterzyklus – nur nicht mit Wasser, sondern mit flüssigem Methan. Das Methan kommt als Regen vom Himmel, fließt in Flüssen die Berge hinab, bildet Seen und Meere und verdunstet aus diesen wieder in die Atmosphäre. In einem neuen Paper im Magazin Journal of Geophysical Research zeigen Forscher nun anhand von Daten aus einem der letzten Titan-Vorbeiflüge der Cassini-Mission, wie tief das größte Meer des Titan sein müsste. "Die Tiefe und Zusammensetzung…
Luhman-16 B: Der gestreifte Zwerg Space

Luhman-16 B: Der gestreifte Zwerg

Luhman-16 B ist ein Brauner Zwerg – ein Stern, der etwas zu klein war, um wirklich zum Stern zu werden und die Wasserstofffusion in seinem Inneren zu zünden. Braune Zwerge sind etwa so groß wie der Jupiter, aber typischerweise Dutzende Male massereicher. Luhman-16 B ist zusammen mit seinem Bruder Luhman-16 A der erdnächste Vertreter dieser Art von Himmelsobjekt. Außerdem ist er das Ziel der "Majestätischen Dracht" im Proxima-Logbuch 2. Wegen ihrer Natur – sie leuchten nicht – sind Braune Zwerge ziemlich schwer zu beobachten. Nur mit den richtigen Kniffen finden die Forscher mehr über sie heraus. Und das ist einem…
Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus Leben

Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus

Die Menschheit ist ziemlich spät dran und ziemlich weit draußen. Das ist das Fazit einer Studie, die die Entwicklung von intelligentem Leben in der Milchstraße statistisch untersucht. Die Autoren betrachten darin eine ganze Reihe von Faktoren, von denen sie annehmen, dass sie die Entwicklung intelligenten Lebens beeinflussen, wie etwa die Häufigkeit sonnenähnlicher Sterne, die erdähnliche Planeten beherbergen, die Häufigkeit für eine Zivilisation tödlicher Supernovas, die Zeitdauer, die für die Entwicklung intelligenten Lebens erforderlich ist (wenn die Bedingungen stimmen) sowie die Tendenz fortgeschrittener Zivilisationen, sich selbst zu zerstören. Diese Faktoren ließen die Forscher mit unterschiedlichen Werten in eine Simulation der Milchstraße…