Sonnensystem

Im Ultraviolett wird der Himmel nie schwarz Astrophysik

Im Ultraviolett wird der Himmel nie schwarz

Das Universum wird von einem universellen Licht durchzogen. Keine Angst, es wird hier nicht esoterisch, und ich spreche auch nicht vom kosmischen Mikrowellen-Hintergrund. Es geht um einen ganz anderen Teil des Spektrums, auf der anderen Seite, den ultravioletten Bereich. Der sogenannte Lyman-alpha-Ultraviolett-Hintergrund wurde erstmals in den 1960er-Jahren entdeckt; seine Existenz hat sich 1971 bestätigt. Er entsteht, wenn Lichtteilchen mit einer bestimmten Frequenz (einer Anregungsfrequenz von Wasserstoff) von neutralen Wasserstoffatomen gestreut werden. Solche Photonen gehen im Sonnensystem in großer Zahl von der Sonne aus. Die Lichtteilchen sind für das Auge unsichtbar, weil sie ultraviolett sind. Sie sind aber trotzdem recht praktisch, weil…
Das Sonnensystem – eine Sturzgeburt Space

Das Sonnensystem – eine Sturzgeburt

Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kollabierte dort, wo sich heute das Sonnensystem befindet, eine große Gas- und Staubwolke. Alles, woraus unsere Sonne, die Planeten, Monde, Asteroiden und sonstigen Himmelskörper des Sonnensystems bestehen, kommt aus dieser Wolke. Wie ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Planetologen der Universität Münster jetzt feststellte, brauchte die Entstehung des kompletten Systems einen überraschend kurzen Zeitraum: nur 200.000 Jahre. Die ersten Festkörper, die sich im Sonnensystem bildeten, sind heute als mikrometer- bis zentimetergroße Einschlüsse in Meteoriten zu finden. Die so genannten kalzium- und aluminiumreichen Einschlüsse (CAIs) liefern eine direkte Aufzeichnung der Entstehung des Sonnensystems. Die…
Am Ende des Sonnensystems herrscht ein überraschend hoher Druck Astrophysik

Am Ende des Sonnensystems herrscht ein überraschend hoher Druck

Unsere Sonne gibt rund um die Uhr Teilchen und Strahlung ab, die in alle Richtungen weit ins All vordringen und die Heliosphäre bilden. Gleichzeitig wird das Sonnensystem ständig aus dem interstellaren Raum heraus von kosmischer Strahlung aus den unterschiedlichsten Quellen getroffen. Ganz weit draußen, einige Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, treffen die Ströme aus beiden Richtungen im sogenannten Heliosheath aufeinander. Der Druck dort scheint deutlich höher zu sein, als die Forscher bisher angenommen hatten. Das haben Astronomen nun mit Hilfe der beiden Voyager-Sonden herausgefunden, die seit 1977 nur ein Ziel haben – das Sonnensystem zu verlassen. Zum Zeitpunkt…
Geisterfahrer kommt aus anderem Sonnensystem Space

Geisterfahrer kommt aus anderem Sonnensystem

Vor über einem Jahr machte unter Astronomen der Asteroid 2015 BZ509 Schlagzeilen, weil er als Geisterfahrer um unsere Sonne kreist – der Bewegungsrichtung aller Planeten und der meisten anderen Objekte entgegen. Dazu hat dieser Asteroid eine besonders clevere Bahn gewählt, eine Trisectrix, die offenbar über lange Zeit stabil ist. Vor einem Jahr hieß es dann noch: "Woher 2015 BZ509 kommt, weiß man nicht genau. Es könnte sich um einen ehemaligen Kometen handeln, der allerdings nicht aktiv ist." Das hat zwei Astronomen nicht genügt. Die Forscher haben die Bewegung des Asteroiden über sehr lange Zeit simuliert, nämlich über die komplette…
Warum es keine Super-Erden im Sonnensystem gibt Space

Warum es keine Super-Erden im Sonnensystem gibt

In vielen Sonnensystemen, in denen Astronomen Gesteinsplaneten entdecken, sind diese deutlich größer als die Erde – es handelt sich um so genannte Super-Erden. Aber warum ist das ausgerechnet in unserem Heimatsystem anders, wo die Erde der größte Gesteinsplanet ist? Im Wissenschaftmagazin PNAS zeigen Forscher jetzt, dass Jupiter schuld ist. Der Gasriese hat sich schon ungewöhnlich früh gebildet: Als das Sonnensystem erst eine Million Jahre alt war, war Jupiter schon so schwer wie zwanzig Erden. Dadurch konnte kein Gesteinsmaterial mehr von außerhalb seiner Umlaufbahn ins Innere gelangen, um dort Gesteinsplaneten zu bilden – die Anziehungskraft des Gasplaneten hat als unsichtbare Barriere gewirkt.…
Zwergplanet DeeDee stellt sich vor – vom äußersten Rand des Sonnensystems Space

Zwergplanet DeeDee stellt sich vor – vom äußersten Rand des Sonnensystems

Seine Oberfläche ist in tiefes Dunkel getaucht. Die Sonne ist ein ferner Stern. Es ist kalt hier – minus 243 Grad Celsius, selbst im Hochsommer kommt der Himmelskörper der Sonne nicht näher als Pluto. Für einen Umlauf braucht er mehr als 1100 Jahre. Und trotzdem wissen wir inzwischen eine Menge über DeeDee oder 2014 UZ224, wie der Zwergplanet eigentlich heißt, der 2014 erstmals bei der Suche nach Dunkler Energie aufgespürt wurde. Das haben wir vor allem ALMA zu verdanken, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, das auf die Messung von Wärmestrahlung spezialisiert ist. Es hat dieses Foto von DeeDee gemacht: (mehr …)
Bilderrätsel aus dem All: Was ist das? Space

Bilderrätsel aus dem All: Was ist das?

Was sehen Sie hier? Ein besonders gelungenes Tattoo vielleicht? Gut, das Foto würde hier nicht erscheinen, käme es nicht aus den Tiefen des Alls. Was meinen Sie, was es ist? Die Auflösung finden Sie unter dem Bild bzw. hinter dem "weiter lesen". (mehr …)
Hubble-Teleskop sieht Polarlichter auf Uranus Space

Hubble-Teleskop sieht Polarlichter auf Uranus

Polarlichter treten auf, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds, die sich entlang der Feldlinien des Erdmagnetfelds bewegen, auf die oberen Schichten der Atmosphäre treffen und diese ionisieren. Wenn das ionisierte Atom dann wieder ein Elektron einfängt (rekombiniert), gibt es Energie in Form von Licht ab. Dieser Prozess findet auch auf anderen Planeten statt – vorausgesetzt, ein Magnetfeld ist vorhanden. Dabei muss der Planet nicht einmal besonders nahe zur Sonne kreisen, wie neue Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops zeigen. Hubble hat Polarlichter in der Gashülle des Uranus fotografiert, die sich offenbar mit der Rotation des Planeten bewegen und Folge einer besonders starken Sonneneruption…