2020
Juli
Standard

In den Randbezirken des Sonnensystems

Gonggong, Quaoar, Orcus, Salacia, Gǃkúnǁ’hòmdímà, Leleākūhonua: Die Namen dieser Welten haben Sie vermutlich noch nicht gehört (vielleicht bis auf Quaoar). Und doch handelt es sich um Himmelskörper, die wahrscheinlich oder sicher die Definition eines Zwergplaneten erfüllen und damit bis zur Aberkennung des Planeten-Status für Pluto genau genommen denselben Anspruch auf die Bezeichnung „Planet“ gehabt hätten. Dass man sie nicht in den Karten des Nachthimmels für Hobbyastronomen findet, liegt daran, dass sie die Sonne ganz weit draußen umkreisen, wo es fast ein Wunder ist, dass man die ab etwa 600 Kilometer durchmessenden Objekte überhaupt gefunden hat.

Aber warum kreisen so viele von ihnen auf Orbits, die so exzentrisch sind und schräg zur Ekliptik stehen, sodass man diesen Himmelskörpern schon die Bezeichnung „Detached Objects“ gegeben hat? Damit befasst sich eine Studie der University of Colorado, die im Astrophysical Journal veröffentlicht wurde. Einige Forscher, darunter „Pluto-Killer“ Mike Brown, glauben, dass ein bisher unbekanntes, großes Objekt dafür verantwortlich ist, der „Planet 9“. Seit Jahren wird denn auch danach gesucht, doch bisher ohne Erfolg.

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