2020
März
Standard

Schlechte Nachrichten für das Leben auf Titan – oder doch nicht?

Damit Leben, wie wir es kennen, entstehen kann, muss es sih irgendwie gegen seine Umgebung abgrenzen. Jede Zelle braucht eine Hülle, die zwar durchlässig für Nährstoffe von draußen ist, aber das Zelinnre trotzdem vor der Außenwelt schützt. Auf der Erde bestehen solche Zellmembranen aus Lipiden, Kohlenwasserstoff-Verbindungen, zu denen u.a. die Fettsäuren gehören.

Auf dem Saturn-Mond Titan ist es für die Entstehung von Lipiden mit -180 Grad Durchschnittstemperatur viel zu kalt. Aber es gibt dort eine andere Stoffklasse, von der Astrobiologen gehofft hatten, dass sie die Funktion der Lipide übernehmen könnten: Acrylnitril. Moleküle dieses Stoffes könnten sich zu sogenannten Azotosomen verbinden, deren Eigenschaften denen der Lipide ähneln. Tatsächlich konnte man schon zeigen, dass Azotosome auf dem Titan existieren könnten – und dass am Ausgangsstoff Acrylnitril dort kein Mangel herrscht.

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