Standard

Die Langfrist-Wettervorhersage für den Mars: Der nächste Staubsturm kommt

Bei der Planung Ihres nächsten Ausflugs zum Mars beeilen Sie sich besser: Forscher befürchten nämlich, dass ab Sommer 2018 erneut – wie schon 1977, 1982, 1994, 2001 und 2007 – ein globaler Staubsturm Ihren wohlverdienten Urlaub gefährden könnte. Der Sturm würde zudem geplante Marsmissionen in Frage stellen: Der Opportunity-Rover, der von Solarzellen gespeist wird, müsste Strom sparen, die anderen Rover müssten sich an die deutlich schlechtere Sicht anpassen, und die für November geplante Landung des Insight-Landers der NASA bedarf einer Anpassung der Parameter.

Weiter lesen →

mehr
Standard

Neue Karte des Titan: Karst-Seen und unterirdisch verbundene Meere

Der Saturnmond Titan verbirgt sein Antlitz gern mit dichten Wolkenschichten. Selbst nach dem Besuch der Raumsonde Cassini sind nur neun Prozent seiner Oberfläche im hoher Auflösung und 25 bis 30 Prozent in niedriger Auflösung vermessen. Forscher haben nun trotzdem eine topografische Karte des ganzes Mondes anfertigen können – indem sie Daten unbekannter Bereiche aus den bekannten Daten ableiteten. Das komplette Ergebnis steht anderen Forschern zur Nutzung zur Verfügung. Im Datenmaterial finden sich zum Beispiel einige neue Berge (maximal 700 Meter hoch) sowie das Ergebnis, dass Titan an den Polen deutlich stärker abgeplattet ist als bisher vermutet.

Die ersten Forscher nutzten die Datenbasis auch bereits und konnten daraus drei spannende Erkenntnisse gewinnen:
Weiter lesen →

mehr
Standard

Sehen Sie sich um: ein Rundum-Panorama des Zentrums der Milchstraße

2287 überwindet die USS Enterprise-A die Große Barriere und fliegt in den Kern unserer Milchstraße. Ein Vulkanier hofft dort, das Paradies Sha Ka Ree zu finden. Aber Sie müssen nicht so lange warten: Dank der Aufnahmen des Chandra-Röntgenobservatoriums und anderer Teleskope können Sie sich vom 26.000 Lichtjahre entfernten Galaxis-Kern schon heute ein tolles Bild machen – und zwar in einem von der NASA erstellten 360-Grad-Panorama-Video. Sie können das Video mit einer VR-Brille ansehen oder ganz bequem im Webbrowser (Chrom oder Firefox) und dort mit der Maus Kapitän Kirk spielen.

Weiter lesen →

mehr
Standard

Planeten, die um Planeten kreisen: Diversität im Orion-Nebel

Der Orionnebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild des Orion – das heißt, er leuchtet selbst, angeregt von den vielen jungen Sternen, die aus seinem Material entstanden sind und noch entstehen. Das Video unten zeigt eine hübsche Animation der NASA, die Bilder mehrerer Teleskope verwendet, um einen Flug durch den Orionnebel zu simulieren. Sie sollten sich übrigens nicht wünschen, dieser Route mit einem Raumschiff zu folgen, denn dann sehen sie: nichts, nur die Schwärze des Alls. Als Nebel offenbart sich der Orionnebel nur aus der Ferne und mit den richtigen Instrumenten beobachtet.

Das Hubble-Teleskop hat sich im vergangenen Jahr den 1350 Lichtjahre entfernten Nebel unter einem ganz bestimmten Gesichtspunkt noch einmal neu angesehen. Diesmal ging es nicht um die großen, hellen Sterne wie den Theta¹ Orionis C mit der 200.000-fachen Leuchtkraft der Sonne, sondern um besonders kleine Objekte, etwa Braune Zwerge. Dabei handelt es sich um Himmelsobjekte, die nie schwer genug zur Zündung der Fusionsreaktion in ihrem Inneren waren, also nie zu Sternen im eigentlichen Sinn geworden sind. Sie geben trotzdem über verschiedene Mechanismen Wärme ab, lassen sich also von infrarot-empfindlichen Hubble beobachten.

Weiter lesen →

mehr
Standard

Astronauten entwickeln in der Schwerelosigkeit leichtes Fieber

Ein längerer Aufenthalt in der Schwerelosigkeit führt nicht nur zum Verlust von Knochen- und Muskelmasse, sondern erhöht auch die Körpertemperatur. Das haben Forscher unter anderem der Berliner Charité an Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS gemessen. Ihre Ergebnisse veröffentlicht das Magazin Scientific Reports. Dazu hatten sie spezielle Stirn-Sensoren entwickelt, die auch für kleinere Temperaturdifferenzen empfindlich sind.

Während sportlicher Aktivität stieg die Kerntemperatur der Astronauten demnach auf bis zu 40 Grad. Doch mit der Zeit, also über zweieinhalb Monate, erhöhte sich auch die Körpertemperatur in Ruhe um ein Grad auf 38 Grad. Offenbar fällt es dem Körper unter dem Einfluss der Mikrogravitation deutlich schwerer, überflüssige Wärme abzugeben. Schweiß verdunstet auf der Haut schlechter, was insbesondere doch das deutliche Fieber nach schwerer körperlicher Betätigung erklärt. Zudem kann auch physischer und psychischer Stress die Körpertemperatur erhöhen.

Weiter lesen →

mehr
Standard

Tabbys Stern: Doch keine außerirdische Megastruktur

KIC 8462852 ist ein Stern mit etwa 1,4-facher Sonnenmasse, der den Astronomen seit Herbst 2015 Rätsel aufgibt. Das nach der Astronomin Tabetha Boyajian auch „Tabbys Stern“ genannte Objekt der Spektralklasse F verändert seine Helligkeit um bis zu 22 Prozent – ohne dass ein Muster erkennbar wäre. Die naheliegende Erklärung dafür wäre ein bisher unbekannter Körper, der sich ab und zu in die Sichtlinie zwischen der Erde und Tabbys Stern schieben müsste. Besonders fantasibegabte Forscher haben aber auch schon au0erirdische Megastrukturen, etwa eine Dyson-Sphäre, als Ursache vorgeschlagen.

Weiter lesen →

mehr