Brandon Q. Morris

Brandon Q. Morris, 54, ist Physiker und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit den spannenden Phänomenen des Alls. So ist er für den redaktionellen Teil eines Weltraum-Magazins verantwortlich und hat mehrere populärwissenschaftliche Bücher über Weltraum-Themen geschrieben. Er wäre gern Astronaut geworden, musste aber aus verschiedenen Gründen auf der Erde bleiben. Ihn fasziniert besonders das „was wäre, wenn“. Sein Ehrgeiz ist es deshalb, spannende Science-Fiction-Geschichten zu erzählen, die genau so passieren könnten – und vielleicht auch irgendwann Realität werden.
Sechs Exoplaneten in ungewöhnlicher Resonanz Astrophysik

Sechs Exoplaneten in ungewöhnlicher Resonanz

Wenn man Mehrkörpersysteme sich selbst überlässt, stellt sich manchmal eine merkwürdige Ordnung ein. Die Abstände der Planetenbahnen sind ganzzahlige Vielfache eines Grundwertes, Monde und Planeten bewegen sich im Gleichklang, Himmelskörper wenden sich stets dieselbe Seite zu – was wir dann als kosmische Ordnung wahrnehmen, sind alles keine Wunder, sondern bloß Ergebnisse der Wirkung der Gravitation in einem auf bestimmte Weise aufgebauten System. Das trifft auch auf TOI-178 zu, einen etwa 200 Lichtjahre entfernten Stern im Sternbild Sculptor. Als Forscher den Stern zum ersten Mal beobachteten, vermuteten sie zunächst, sie hätten zwei Planeten entdeckt, die ihn auf der gleichen Bahn umkreisen.…
Titans größter See ist mehr als 100 Meter tief Space

Titans größter See ist mehr als 100 Meter tief

Der Saturnmond Titan gehört zu den geheimnisvollsten Himmelskörpern des Sonnensystems, besitzt er doch unter dem goldenen Dunst aus gasförmigem Stickstoff, in den er sich hüllt, einen der Erde vergleichbaren Wetterzyklus – nur nicht mit Wasser, sondern mit flüssigem Methan. Das Methan kommt als Regen vom Himmel, fließt in Flüssen die Berge hinab, bildet Seen und Meere und verdunstet aus diesen wieder in die Atmosphäre. In einem neuen Paper im Magazin Journal of Geophysical Research zeigen Forscher nun anhand von Daten aus einem der letzten Titan-Vorbeiflüge der Cassini-Mission, wie tief das größte Meer des Titan sein müsste. "Die Tiefe und Zusammensetzung…
Auf der Suche nach dem Axion, einem hypothetischen Elementarteilchen Astrophysik

Auf der Suche nach dem Axion, einem hypothetischen Elementarteilchen

Schon seit einiger Zeit denken Physiker über ein Elementarteilchen nach, das sehr wenig Masse, keine elektrische Ladung und keinen Spin (quantenphysikalischen Drehimpuls) besitzt. Es würde mit anderen Teilchen wegen dieser Eigenschaften sehr wenig interagieren und wäre deshalb ein guter Kandidat für die Dunkle Materie, die sich genau dadurch auszeichnet. Aber das Axion wird auch in der Physik gebraucht, weil im Neutron, einem neutralen Kernteilchen, die Ladung der Quarks, aus denen es sich zusammensetzt, so perfekt verteilt ist, dass dem Neutron nach außen hin gar nicht anzumerken ist, dass in seinem inneren sich ausgleichende Ladungen stecken. Physikalisch ausgedrückt: Das Neutron…
Frühgeburt? Der am weitesten entfernte Quasar wirft Fragen auf Astrophysik

Frühgeburt? Der am weitesten entfernte Quasar wirft Fragen auf

Astronomen haben den bisher am weitesten entfernten Quasar entdeckt. Das ungeheure Himmelsobjekt namens J0313-1806, das schon 670 Millionen Jahre nach dem Urknall existiert hat, leuchtet tausendmal heller als die Milchstraße und wird von einem weiteren Extrem angetrieben, dem frühesten supermassiven Schwarzen Loch, das mehr als 1,6 Milliarden Mal so viel Masse wie die Sonne hat. Dieser voll ausgebildete ferne Quasar mit einer Rotverschiebung von z = 7,64, der vor mehr als 13 Milliarden Jahren entstanden ist, ist auch der früheste bisher entdeckte Quasar, der den Astronomen einen Einblick in die Entstehung massereicher Galaxien im frühen Universum gibt. Quasare, die…
Ich begrüße unsere künftigen Herrscher, die Künstlichen Superintelligenzen Astrophysik

Ich begrüße unsere künftigen Herrscher, die Künstlichen Superintelligenzen

Eine Künstliche Intelligenz, die schlauer als der Mensch ist, gehört in der Science Fiction zu den Lieblingssujets. Es gibt Forscher, die behaupten, dass solch eine KI technisch nicht möglich ist. Andere halten sie für unvermeidlich. Wenn das der Fall sein könnte, steht die Menschheit vor einem schwierigen Problem. Können wir irgendwie sicherstellen, dass diese Superintelligenz uns wohlgesonnen ist? Können wir sie kontrollieren? Denn wenn uns das nicht gelingt, läge das Überleben der Menschheit allein in ihrer Hand. Eine Vorstellung, die uns so wenig gefallen kann, dass wir dann alles daransetzen müssten, ihre Entstehung zu verhindern. Ein internationales Forscherteam hat…
Wie die Erde auf dem Meer der Raumzeit schaukelt Astrophysik

Wie die Erde auf dem Meer der Raumzeit schaukelt

Eine konstante Strahlung im Mikrowellenbereich, die Hintergrundstrahlung, verrät den Kosmologen schon lange, dass 380.000 Jahre nach dem Urknall etwas Wichtiges passiert ist. Damals rekombinierten Elektronen und Protonen zu molekularem Wasserstoff, sodass das All endlich durchsichtig wurde, sich also Licht ausbreiten können. Die Überbleibsel dieses Lichts, in das Infrarot verschoben, können wir heute noch messen. Aber kurz nach dem Urknall ist eine Menge passiert. Das ganz frühe Universum wurde von zeitveränderlichen Skalarfeldern bestimmt, nach der Inflationsphase müsste es zu  einem Energietransfer von Inflaton-Teilchen auf reguläre Materie gekommen sein, es gab diverse Phasenübergänge, bei denen das Universum hart von einem zum folgenden…
Luhman-16 B: Der gestreifte Zwerg Space

Luhman-16 B: Der gestreifte Zwerg

Luhman-16 B ist ein Brauner Zwerg – ein Stern, der etwas zu klein war, um wirklich zum Stern zu werden und die Wasserstofffusion in seinem Inneren zu zünden. Braune Zwerge sind etwa so groß wie der Jupiter, aber typischerweise Dutzende Male massereicher. Luhman-16 B ist zusammen mit seinem Bruder Luhman-16 A der erdnächste Vertreter dieser Art von Himmelsobjekt. Außerdem ist er das Ziel der "Majestätischen Dracht" im Proxima-Logbuch 2. Wegen ihrer Natur – sie leuchten nicht – sind Braune Zwerge ziemlich schwer zu beobachten. Nur mit den richtigen Kniffen finden die Forscher mehr über sie heraus. Und das ist einem…
Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus Leben

Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus

Die Menschheit ist ziemlich spät dran und ziemlich weit draußen. Das ist das Fazit einer Studie, die die Entwicklung von intelligentem Leben in der Milchstraße statistisch untersucht. Die Autoren betrachten darin eine ganze Reihe von Faktoren, von denen sie annehmen, dass sie die Entwicklung intelligenten Lebens beeinflussen, wie etwa die Häufigkeit sonnenähnlicher Sterne, die erdähnliche Planeten beherbergen, die Häufigkeit für eine Zivilisation tödlicher Supernovas, die Zeitdauer, die für die Entwicklung intelligenten Lebens erforderlich ist (wenn die Bedingungen stimmen) sowie die Tendenz fortgeschrittener Zivilisationen, sich selbst zu zerstören. Diese Faktoren ließen die Forscher mit unterschiedlichen Werten in eine Simulation der Milchstraße…