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Drei Exokometen im Orbit von Beta Pictoris entdeckt

Eigentlich soll der NASA-Satellit TESS ja nach Exoplaneten suchen. Dazu zeichnet TESS Lichtkurven von Sternen auf, also die Veränderung der Helligkeit eines Sterns mit der Zeit. Wenn sich da in einen gewissen Rhythmus etwas tut, muss es etwas geben, was den Stern immer wieder abdeckt – etwa einen Planeten. Oder auch einen Kometen! Gleich drei davon hat TESS offenbar im Orbit des nahen Sterns Beta Pictoris entdeckt.

Sebastian Zieba, Masterstudent im Team von Konstanze Zwintz am Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck, entdeckte das Signal der Exokometen, als er im März dieses Jahres die TESS-Lichtkurve von Beta Pictoris untersuchte. „Die Daten zeigten einen deutlichen Abfall der Intensität des Sternenlichts. Diese Schwankungen aufgrund der Verdunkelung durch ein Objekt im Orbit des Sterns können eindeutig auf einen Kometen zurückgeführt werden“, erklärt Zieba die in der internationalen Fachzeitschrift „Astronomy and Astrophysics“ veröffentlichte Entdeckung.

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Woher die Geysire auf dem Neptun-Mond Triton kommen

Triton ist ein seltsamer Mond. Er ist der einzige der großen Monde unseres Sonnensystems, der sich falsch herum um seinen Planeten dreht – um Neptun, den achten und äußersten Planeten. Deshalb vermutet man auch, dass er ein von Neptun eingefangenes Kuipergürtel-Objekt ähnlich wie Pluto darstellt. Auf den ersten Blick wirkt Triton sehr lebensfeindlich – bei Temperaturen nahe dem Nullpunkt ist die aus Stickstoff, Methan und Kohlenmonoxid bestehende Atmosphäre fast völlig ausgefroren und dadurch sehr dünn; die der Erde ist 70.000 mal dichter.

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Fliegen Sie mit der NASA zum Mars – an Bord des nächsten Mars-Rovers

Derzeit können Sie nicht nur eine Postkarte ins All schicken, sondern auch Ihren Namen auf den Mars befördern – an Bord des Mars-2020-Rovers der NASA nämlich. Dazu müssen Sie sich einfach unter go.nasa.gov/Mars2020Pass mit Name und E-Mail-Adresse anmelden. Ihr Name wird dann auf einen Mikrochip geätzt, der an dem Rover angebracht wird. Ihr Name passt dabei auf eine 75 Mikrometer hohe Zeile. Auf einen Chip kann die NASA eine Million Namen ätzen. Mit der Insight-Sonde sind damals 2 Millionen Namen mitgeflogen. Zur Belohnung gibt es eine virtuelle Bordkarte für den Flug.

Ein ähnliches Projekt gab es bereits früher – zum Start der Insight-Sonde und für den ersten Orion-Testflug. Wenn Sie daran teilgenommen haben (wichtig: die E-Mail-Adresse muss übereinstimmen), dann sind sie schon ein „Frequent Flyer“. Sie haben einen eigenen Account auf der NASA-Website und erhalten dort für jede absolvierte Missionen einen Mission Patch.

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Gashydratschicht hält Pluto-Ozean warm

Der Zwergplanet Pluto erhielt 2015 erstmals Besuch von der Erde. Die New-Horizons-Sonde der NASA sendete spektakuläre Fotos, die unter anderem das „Herz“ des Pluto zeigen – eine Tombaugh Regio genannte Region, die u.a. aus der ungewöhnlich hellen Sputnik Planitia besteht. Dabei handelt es sich um ein bis zu neun Kilometer tiefes Becken, das ungefähr die Größe von Texas besitzt und mit Stickstoff-Eis bedeckt ist.

Aus seiner Existenz konnten die Forscher bereits einiges ableiten – unter anderem, dass unter Plutos Oberfläche wohl ein flüssiger Ozean existiert, wie ihn etwa auch die Monde Enceladus oder Europa besitzen. Allerdings fällt gerade beim weit in den Außenregionen des Sonnensystems kreisenden Pluto die Vorstellung schwer, dass dieser Ozean nicht längst eingefroren ist. Bei den Ozean-Monden etwa nimmt man an, dass die Gravitation der Riesenplaneten, um die sie kreisen, genügend Wärme produziert. Eine solche Quelle fehlt beim Pluto.

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Mit Jeff Bezos zum Mond – und mit Ihrer Postkarte ins All

Amazon-Gründer und -Chef Jeff Bezos hat eine Vision: er will „die Erde bewahren und das Potenzial von Leben und Arbeit im Weltall ausloten“. Seit einiger Zeit schon startet sein wiederverwendbares „New Shepard“-Raumschiff zu Testflügen; im nächsten Jahr soll es erstmals menschliche Astronauten ins All bringen, und zwar als zahlende Gäste. Auf der größeren „New Glenn“-Rakete haben das US-Militär und private Unternehmen bereits Flüge gebucht. Sie soll 2021 erstmals starten. Die Rakete ist fast 100 Meter hoch und kann 45 Tonnen in einen niedrigern Erdorbit bzw. 13 Tonnen in einen geostationären Orbit bringen (Falcon Heavy: 63 Tonnen / 23 Tonnen).

Gestern hat Bezos (der jedes Jahr etwa 1 Milliarde US-Dollar aus dem Verkauf vin Amazon-Aktien in seine Weltraumfirma investiert) nun den Lunar Lander seiner Firma BlueOrigin vorgestellt. Das Gefährt soll je nach Konfiguration unterschiedliche Lasten (maximal 3,6 Tonnen) aus dem Mond-Orbit zur Oberfläche transportieren – darunter auch die ersten Menschen, wenn 2024 Amerikaner zum Mond zurückkehren werden.

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Die ersten Sternexplosionen waren gigantisch – und asymmetrisch

Wenn ein Stern mit deutlich mehr Masse als die Sonne seinen Brennstoff verbraucht hat, vergeht er in einem gewaltigem Feuerwerk, einer Supernova. Im heutigen Universum ist das ein nicht allzu häufiger Anblick, denn der überwiegende Teil der Sterne sind Rote Zwerge, die ihr Leben bei weitem nicht so spektakulär beenden. Auch der Sonne steht keine Supernova bevor. Sie wird sich zum Roten Riesen entwickeln, von dem am Ende nur noch ein harmloser Weißer Zwerg übrig bleibt.

In der Frühzeit des Universums war das aber noch anders. Damals dürfte es weder Rote Zwerge noch Sterne in der Größe der Sonne gegeben haben. Vielmehr war das damals noch viel kleinere Universum voller Riesensterne, die man heute der sogenannten Population III zuordnet. Die bestanden nur aus dem, was der Urknall geliefert hatte: Wasserstoff, Helium und ein bisschen Lithium. Doch die Zusammensetzung des Kosmos änderte sich, als diese frühen Sterne ihr kurzes, aber energiereiches Leben beendeten. In ihren Explosionen entstanden erst die schwereren Elemente, die sich dann in Sternen der jüngeren Populationen II und I ansammeln konnten.

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