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Ganz schön was los auf dem Ozeanboden von Enceladus

Der Saturnmond Enceladus gilt mit Titan, Jupiter-Mond Europa und dem Mars schon lange als eine der Top-Locations für die Suche nach außerirdischem Leben. Die letzte Sonde, die ihn untersucht hat, Cassini, hat ihr Leben längst im Saturn ausgehaucht, aber in ihren Messdaten stecken offenbar immer wieder neue Entdeckungen, wie jetzt ein Artikel in den Geophysical Research Letters zeigt.

Dr. Christopher Glein, Haupt-Autor der Studie, erklärt: „Wir haben eine neue Technik zur Analyse der Zusammensetzung der von Enceladus ausgestoßenen Dampfwolken (Plumes) entwickelt. Dadurch konnten wir mehr über die inneren Prozesse des Mondes erfahren. Anscheinend zeigt Enceladus ein massives Kohlenstoff-Sequestrierungs-Experiment. Auf der Erde versuchen Forscher damit, CO2-Emissionen aus der Atmosphäre zu entfernen. Auf Enceladus deutet alles darauf hin, dass sich am Boden des Ozeans unter dem Eis bestimmte Silizium- und Kohlstoff-haltige Minrerale auflösen und neu bilden.“

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Das Wasser auf dem Mars war salzig wie die Erd-Ozeane

Auf der Liste der uns bekannten Orte, an denen vielleicht irgendwann einmal Leben möglich war, steht unser Nachbarplanet Mars ganz oben. Das liegt vor allem daran, dass die Forscher von einer Tatsache ziemlich überzeugt sind: Vor Milliarden Jahren gab es auf der Mars-Oberfläche flüssiges Wasser, und zwar für ziemlich lange Zeit. Davon zeugen heute noch zahlreiche Oberflächen-Formen bis hin zu Flussdeltas.

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Seltsame Objekte im Zentrum der Milchstraße

Mal verhalten sie sich eine Gaswolke, dann werden sie wieder zum fast gewöhnlichen Stern: Die so genannten „G-Objekte“, die Astronomen in einem Artikel im Wissenschaftsmagazin Nature beschreiben, lassen sich schlecht in eine Kategorie pressen. Sechs dieser Objekte haben die Forscher bereits identifiziert. Sie befinden sich alle in unmittelbarer Nähe des Zentrums unserer Milchstraße – im Orbit des supermassiven Schwarzen Loch Sagittarius A*.

Diese Gemeinsamkeit ist es wohl auch, die zu ihrem seltsamen Verhalten beiträgt. G1 bis G6 haben Orbits, die sie in 100 bis 1000 Jahren einmal um das Schwarze Loch führen. Immer, wenn sie ihm dabei zu nahe kommen, werden sie von dessen Anziehungskraft wie ein Kaugummi gedehnt, danach ziehen sie sich scheinbar wieder zusammen.

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Galaxiengruppe aus der Reionisationsphase gefunden

Das Universum hat eine 13,8 Milliarden Jahre lange Geschichte hinter sich. Gerade für die Frühphasen darin haben die Astronomen zwar schon zahlreiche Indizien gefunden, aber je mehr Beweise es für eine Theorie gibt, umso besser. Um die Entwicklung des Alls zu beobachten, besitzen due Astronomen veritable Zeitmaschinen – ihre Teleskope. Je weiter ein Objekt von uns weg ist, desto länger braucht srin Licht zu uns, und desto jünger können wir es beobachten.

Einer internationalen Forschergruppe ist es nun gelungen, die bisher am weitesten entfernte Galaxiengruppe zu beobachten. „EGS77“ ist ein Trio von Galaxien, das zu einer Zeit existiert, als das Universum erst 680 Millionen Jahre alt war, das sind 5 Prozent seines heutigen Alters. Noch spannender war für die Astronomen jedoch die Feststellung, dass EGS77 sich gerade in einem wichtigen Prozess befindet, nämlich in der Reionisationsphase. In dieser Zeit begann der Kosmos erstmals so durchsichtig zu werden, wie wir ihn heute kennen.

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Hubble weist kleine Klumpen Dunkler Materie nach

Dunkle Materie hält Galaxien beieinander und gibt dem sichtbaren Universum seine Struktur. Obwohl sie etwa fünf Sechstel der Gesamt-Masse des Kosmos ausmacht, weiß bisher niemand, woraus sie besteht. Es gibt zwar einige Hinweise, woraus Dunkle Materie nicht besteht, aber trotzdem stehen die Forscher noch vor der Aufgabe, zwischen heißer, kalte und womöglich gar verschwommener Dunkler Materie unterscheiden zu müssen, wobei sich die Temperaturangabe hier auf die Geschwindigkeit beziehen, mit der sich die Teilchen der Dunklen Materie bewegen.

Das Hubble-Teleskop der NASA hat die Wahrscheinlichkeiten jetzt erneut ein Stück weiter zur kalten Dunklen Materie verschoben, wie sie auch das Standardmodell des Kosmos (Lambda-CDM) annimmt. Mit seiner Hilfe ist es den Forschern nämlich gelungen, viel kleinere Klumpen Dunkler Materie nachzuweisen, als es bisher möglich war. Würde Dunkle Materie nur in großen Klumpen existieren, wie man bisher annehmen musste, bräuchte man für das Fehlen kleinerer Konzentrationen eine Erklärung. Warme Dunkle Materie mit sich schnell bewegenden Teilchen würde sich in kleinen Klumpen nicht lange halten. Da es diese jedoch nachgewiesenermaßen gibt, wird die warme Dunkle Materie nun nicht mehr benötigt.

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Stößt sich das Universum von sich selbst ab?

Stößt das Universum sich selbst ab? Das ist ungefähr die Idee, die Forscher der Förderalen Baltischen Universität in Kaliningrad in ihrem Paper verfolgen. Sie beziehen sich dabei auf den Casimir-Effekt. Er bewirkt, dass zwei leitfähige, parallele Platten im Vakuum von einer Kraft zusammengedrückt werden. Es handelt sich dabei um ein quantenphysikalisches Phänomen, das von dem niederländischen Forscher Hendrik Casimir vorhergesagt und später auch bestätigt wurde.

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