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Gibt’s doch: Eine Galaxie ohne Dunkle Materie

Dass es so etwas wie Dunkle Materie geben könnte, ist den Astronomen zuerst aufgefallen, weil sie die Rotation von Galaxien beobachtet haben. Diese drehen sich so um ihr Zentrum, dass der Einfluss der sichtbaren Materie nicht genügt, durch Gravitation die Bewegung zu erklären. Tatsächlich zeigte sich bald, dass jede Galaxie eine ganze Menge Dunkler Materie birgt. Diese Gemeinsamkeit hat die Forscher sogar dazu bewogen, der Dunklen Materie eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Galaxien zuzuweisen: Erst gab es demnach einen Haufen Dunkler Materie, das zieht Gas an, aus dem sich Sterne bilden, bis sich schließlich an dieser Stelle ein Sternhaufen zusammengefunden hat.

Umso größer ist nun der Schock, den NGC1052-DF2 in der Astronomen-Gemeinde ausgelöst hat. Denn diese Galaxie ist überraschend arm an Dunkler Materie, vielleicht enthält sie auch gar keine. Die Masse ihrer sichtbaren Sterne genügt nämlich völlig, ihre Bewegung zu erklären. NGC1052-DF2 befindet sich etwa 65 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Galaxie ist relativ groß, sogar größer als die Milchstraße, aber trotzdem lichtschwach, denn sie enthält 250 mal weniger Sterne als unsere Heimatgalaxis. Sie gehört deshalb zu einem Galaxientyp, den man erst seit 2015 kennt: zu den ultradiffusen Galaxien. Sie besitzt kein zentrales Schwarzes Loch und ist etwa zehn Milliarden Jahre alt. Im Universum existieren überraschend viele solcher Exemplare.

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Kein Kinderspiel: Die Kolonisierung des Mars

In den letzten Tagen habe ich die Zeit zwischen Mitternacht und zwei Uhr öfter an der PlayStation 4 verbracht – zur Recherche! Ich habe Surviving Mars gespielt, eine Simulation der Kolonisierung unseres Nachbarplaneten. Das Spiel, das für PC, Xbox One und PS4 erhältlich ist, geht von erstaunlich realistischen Voraussetzungen aus: Sie starten Ihre Marskolonie, indem Sie eine Rakete mit diversen Rohstoffen landen. Daraus bauen Sie zunächst all das, was Sie für die Versorgung von Kolonisten brauchen: Sie schürfen nach Wasser, bauen Windräder oder Solarzellen und produzieren Sauerstoff. Sie legen dabei nicht selbst Hand an, sondern lassen die Arbeit von Drohnen erledigen.

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Trappist-1: Wenn Planeten zu viel Wasser besitzen

Trappist-1 ist ein Roter Zwerg, der etwa 40 Lichtjahre von der Sonne entfernt ist. Er ist selbst zwar kaum größer als Jupiter, doch um ihn kreisen immerhin sieben Planeten, wie Forscher schon im vergangenen Jahr entdeckt haben. Bei allen sieben handelt es sich um erdähnliche Planeten.

Allerdings mit einer Besonderheit: sie sind allesamt erstaunlich leicht. Ihre Dichte ist niedriger als die von Gestein. Sie müssen also zum Teil aus einem anderen Stoff bestehen. Im Magazin Nature Astronomy beschreibt ein Forscherteam jetzt die Details. Normalerweise würde man die leichte Komponente für atmosphärisches Gas halten. Die sieben Planeten sind jedoch zu leicht, um eine derartig dichte Atmosphäre festzuhalten. Also muss ein anderer leichter Stoff in großer Menge vorhanden sein: Wasser.

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Die beiden großen Ozeane des Mars

Wann war unser Nachbarplanet Mars von Wasser bedeckt? Bisher nahm man an, dass zunächst die Tharsis-Vulkanregion die eine Seite des Planeten bedeckte und dann die Ozeane entstanden. Doch bei dieser Theorie gibt es Probleme, die Menge des seitdem ins All und im Untergrund verschwundenen Wassers in Einklang zu bringen – es fehlt Wasser.

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Fliegen Sie mit der Parker Solar Probe der NASA zur Sonne!

Ende Juli öffnet sich das Startfenster für die Parker Solar Probe der NASA. Die nach dem Astrophysiker Eugene Parker benannte Sonde wird sich unserem Zentralstern bis auf neun Sonnenradien nähern – das ist siebenmal näher dran als der bisherige Rekord. Quasi aus der ersten Reihe wird sie dann den Energiefluss in der Korona messen, herausfinden, was den Sonnenwind beschleunigt und die Struktur und Dynamik der Plasma- und Magnetfelder in unmittelbarer Sonnennähe messen. Dabei wird es an ihrer Außenhülle bis zu 1400 Grad heiß.

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Zwischen Schwarzem Loch und Neutronenstern – eine neue Art von Stern

Die mögliche Existenz einer neuen Art von Stern hat der spanische Forscher Raúl Carballo-Rubio in einer aktuellen Arbeit vorgestellt. Wenn einem massiven Stern der Brennstoff ausgeht, kann er in seinem Inneren nicht mehr genug abstoßenden Druck aufbauen, um damit gegen die Gravitation zu arbeiten. Der Stern kollabiert, solange die Gravitation als anziehende Kraft die Oberhand behält. Wie lange sich das fortsetzt, hängt von der Masse des Sterns ab.

Bei bis zu drei Sonnenmassen ist das Ergebnis ein Neutronenstern. Hier wirkt der Degenerationsdruck als Gegenkraft zur Gravitation. Doch wenn der sterbende Stern schwerer ist, hat auch diese aus der Quantenphysik abgeleitete Kraft keine Wirkung mehr – dann wird der Stern unweigerlich zum Schwarzen Loch.

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