Besserer Wetterbericht für die sieben Welten des Trappist-Systems

Der Rote Zwerg Trappist-1 wird von sieben Gesteinsplaneten umkreist. Die große Zahl ließ es lange wahrscheinlich erscheinen, dass wenigstens einige davon bewohnbar sein könnten. Astronomen haben nun in einem Beitrag im Astrophysical Journal basierend auf den bisher bekannten Daten genauere Atmosphärenmodelle der sieben Welten berechnet.

Die Ergebnisse lassen die Hoffnung auf Geschwister der Erde etwas verblassen. Trappist-1 hat offenbar eine sehr heiße Jugend erlebt. Das hat dazu geführt, dass womöglich alle sieben Welten eine der Venus vergleichbare Geschichte hinter sich haben. Wasser, das es auf ihnen einst gab. wäre dann längst verdampft, und die Planeten wären nun von einer dichten und heißen Atmosphäre umgeben. Hoffnung gibt es noch für Trappist-1 e, der sich mitten in der habitablen Zone befindet und im Modell der Forscher auch erdähnlich sein könnte.

Im einzelnen fanden die Wissenschaftler heraus:

  • Trappist-1 b, der dem Stern nächste Planet, ist so heiß, dass sich in seiner Atmosphäre nicht einmal Schwefelsäurewolken wie auf der Venus bilden können.
  • Trappist-1 c und d erhalten etwas mehr Energie von ihrem Stern als Venus und Erde und könnten Venus-artig sein, mit einer dichten. lebensfeindlichen Atmosphäre.
  • Trappist-1 e weist unter allen sieben die höchste Wahrscheinlichkeit für flüssiges Wasser an der Oberfläche auf. Auch er könnte jedoch eine venusartige Entwicklung genommen haben.
  • Trappist-1 f, g und h, die äußeren Planeten, könnten entweder der Venus ähneln oder gefrorene Eiswelten sein, je nachdem, wie viel Wasser sie während ihrer Entstehung abbekamen.
Die sieben Welten des Trappist-1-Systems (Illustration: NASA/R. Hurt/T. Pyle)

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