Proxima

Mysteriöses Signal von Proxima Centauri Leben

Mysteriöses Signal von Proxima Centauri

"Gegen Ende des 21. Jahrhunderts erreicht die Erde ein Hilferuf vom sonnennächsten Stern Proxima Centauri", beginnt der Klappentext von "Proxima Rising". Das Ende des Jahrhunderts ist noch fern, aber ein anscheinend nicht natürliches Radiosignal von dem Roten Zwerg hat uns bereits erreicht. Der Guardian hat als erster darüber berichtet, nun geht die Geschichte um die Welt. Die Daten, um die es geht, hat das Parkes-Observatorium in Australien bereits am 29. April 2019 gesammelt. "Das ist das aufregendste Signal, das wir im Projekt Breakthrough Listen entdeckt haben", sagt Sofia Sheikh von der Penn State University dazu, die die Analyse leitet.…
Wie sich Exoplaneten in Mehrfach-Systemen entwickeln Astrophysik

Wie sich Exoplaneten in Mehrfach-Systemen entwickeln

In den Roman "Die drei Sonnen" spielt eine Zivilisation eine wichtige Rolle, die in einem System mit drei Sternen entstanden ist. Das hat für ihren Planeten dramatische Folgen, die ich nicht weiter spoilern will. Ich musste aber daran denken, als ich durch eine Pressemitteilung von einer Forschungsarbeit an der Universität Jena gelesen habe. Der Astrophysiker Dr. Markus Mugrauer hat dort 1300 bekannte Sternsysteme mit Exoplaneten daraufhin untersucht, wie viele Sterne es in ihnen gibt. Dazu hat er aktuellste Daten der ESA-Mission Gaia benutzt. Eine clevere Herangehensweise, die zudem ein paar interessante Erkenntnisse darüber gebracht, wie sich die Existenz mehrerer Sterne…
Superflare von Rotem Zwerg aufgezeichnet Leben

Superflare von Rotem Zwerg aufgezeichnet

2MASS J02365171-5203036 ist ein ziemlich unscheinbarer Roter Zwerg der Spektralklasse M2. Er zieht etwa 123 Lichtjahre von der Erde entfernt seine Bahnen und besitzt normalerweise etwa ein Tausendstel der Leuchtkraft unserer Sonne. Am 9. August 2017 jedoch leistete er sich einen Ausbruch, der ihn selbst in den Daten des Hubble-Weltraumteleskops auffällig werden ließ: Denn er setzte dabei kurzzeitig eine Energie von 1,3 * 1032 erg frei – zum Vergleich: eine gewöhnliche Sonneneruption liegt bei etwa 1027 erg/s. Und auch das ist schon eine Menge, umgerechnet etwa der physiologische Brennwort von zehn Milliarden Tonnen Brot oder auch 100 Millionen Gigawattstunden,…
Massiver Flare trifft Proxima Centauri b Proxima

Massiver Flare trifft Proxima Centauri b

Gut, dass die Messenger aus "Proxima Rising" noch nicht gelandet ist: Ein Tag Ende Januar 2013 war auf dem Exoplaneten Proxima Centauri B kein guter Tag für lebende Wesen. Vier Jahre später, am 24. März 2017, hat das Radioteleskop ALMA nämlich einen massiven Flare des Muttersterns Proxima Centauri gemessen. Dieser der Erde nächstgelegene Stern, ein Roter Zwerg, ist ein unruhiger Geist, der gern mit Ausbrüchen auf sich aufmerksam macht, also eine Art Rumpelstilzchen im All. (mehr …)
Fast sicher: erdähnliche Planeten umkreisen Zwillingspaar Alpha Centauri Proxima

Fast sicher: erdähnliche Planeten umkreisen Zwillingspaar Alpha Centauri

Die Entdeckung, dass um den sonnennächsten Stern Proxima Centauri ein Gesteinsplanet kreist, hat die Phantasie der Weltraum-Begeisterten angeregt (die NASA plant sogar eine interstellare Mission ab 2069) – und mich zu "Proxima Rising". Proxima Centauri ist Teil eines Dreifachsystems, zu dem auch die deutlich helleren Sterne Alpha Centauri A und B gehören. Diese bilden ein Binärsystem, umkreisen also ihren gegenseitigen Masseschwerpunkt. Gibt es Planeten, die beide Sterne orbitieren, an deren Himmel also zwei Sonnen auf- und untergehen? Das war bisher nicht ganz klar. Eine Zeitlang hatte man geglaubt, ein größeres Exemplar gefunden zu haben, das aber nie endgültig bestätigt…
Wie man ein Magnetsegel bei der Ankunft an nahen Sternen zum Bremsen nutzt Proxima

Wie man ein Magnetsegel bei der Ankunft an nahen Sternen zum Bremsen nutzt

Das StarShot-Projekt will Mini-Satelliten auf den Weg zu fremden Sternen schicken, indem man ihnen mit einem starken Laser-Impuls – oder mehreren – einen derart ordentlichen Schub verleiht, dass sie mit bis zu zwanzig Prozent der Lichtgeschwindigkeit zu den Sternen eilen. Eine Reise etwa zu Proxima Centauri würde dann nur noch ca. 20 Jahre dauern. Allerdings könnte die Ausbeute einer solchen Expedition noch höher sein, wenn die Sonden bei der Ankunft am Ziel auch bremsen würden. Beim StarShot-Projekt hingegen geht man davon aus, dass sie ungebrenst vorbeirasen. In "Proxima Rising" bremst das Raumschiff, die Messenger, mit Hilfe eines Magnetsegels und…
Staubring um Proxima Centauri entdeckt – Hinweis auf Planetensystem? Proxima

Staubring um Proxima Centauri entdeckt – Hinweis auf Planetensystem?

Dass um den der Sonne nächstgelegenen Stern Proxima Centauri ein Planet kreist, wissen Astronomen schon länger. Nun hat das ALMA-Observatorium der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile einen Staubring um den Stern entdeckt, der mit dem Asteroidengürtel des Sonnensystems vergleichbar ist. Während der Planet Proxima Centauri b mit einer Entfernung vin 4 Millionen Kilometern (Distanz Erde-Sonne: 150 Millionen Kilometer) in sehr engem Orbit um ssinen Stern kreist, befindet sich der Staubring deutlich weiter entfernt, nämlich in einigen hundert Millionen Kilometern Abstand. (mehr …)
Außerirdischen-Watch: Welche fremden Zivilisationen uns sehen können Proxima

Außerirdischen-Watch: Welche fremden Zivilisationen uns sehen können

Zur Entdeckung von Exoplaneten nutzen Astronomen meist eines von zwei Verfahren: die Transitmethoder oder die Radialgeschwindigkeitsmethode. Wenn man an die Drehung der Erde um die Sonne denkt, stellt man sich das Bild gern so vor, als stünde die Sonne fest und zöge die Erde quasi an einem Faden um sich herum. Dieses Bild ist falsch. Tatsächlich bewegen sich beide, Erde und Sonne, Planet und Stern, um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Auch der Stern dreht also – wenn auch kleine – Kreise, weil er von den Planeten beeinflusst wird. Diese Kreisbewegung können wir von der Erde aus nicht sehen. Aber wir sehen,…