Fast sicher: erdähnliche Planeten umkreisen Zwillingspaar Alpha Centauri

Die Entdeckung, dass um den sonnennächsten Stern Proxima Centauri ein Gesteinsplanet kreist, hat die Phantasie der Weltraum-Begeisterten angeregt (die NASA plant sogar eine interstellare Mission ab 2069) – und mich zu „Proxima Rising“. Proxima Centauri ist Teil eines Dreifachsystems, zu dem auch die deutlich helleren Sterne Alpha Centauri A und B gehören. Diese bilden ein Binärsystem, umkreisen also ihren gegenseitigen Masseschwerpunkt.

Gibt es Planeten, die beide Sterne orbitieren, an deren Himmel also zwei Sonnen auf- und untergehen? Das war bisher nicht ganz klar. Eine Zeitlang hatte man geglaubt, ein größeres Exemplar gefunden zu haben, das aber nie endgültig bestätigt wurde. Eine neue Studie sagt nun: Es ist sogar sehr wahrscheinlich, beinahe sicher, dass im Alpha-Centauri-AB-System kleinere Planeten existieren.

Allerdings haben die Forscher die Planeten selbst noch nicht gefunden. Was sie ausschließen können, sind Planeten vom Jupiter-Typ: Für Alpha Centauri A muss ein Planet demnach weniger als 50 Erdmassen schwer sein, für Alpha Centauri B müssen es weniger als acht Erdmassen sein. Dass es keine großen Planeten gibt, ist in diesem Fall eine gute Nachricht, denn diese könnten die Bahnen kleinerer Objekte stören. „Es ist beinahe sicher, dass kleine Gesteinsplaneten um Alpha Centauri A und B kreisen“, sagt denn auch Debra Fischer, eine der Autorinnen der Studie.

Ein Planet mit zwei Sonnen (Bild: Michael S. Helfenbein)

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