Donuts im All: Forscher schlagen neue Planetenform vor

Wenn die US-Planetologen Simon Lock und Sarah Stewart Recht haben, sollten Astronomen irgendwann planetare Objekte am Himmel finden, die wie riesige Donuts aussehen. Die Forscher haben diese Objekte „Synestia“ genannt, gebildet aus „syn“ (zusammen) und „Hestia“, der griechischen Göttin der Architektur und Struktur. Vielleicht hatte sogar unsere Erde mal eine solche Form, wie die Forscher in ihrem Paper schreiben.

Eine Synestia entsteht demnach, wenn in der Frühzeit eines Sonnensystems etwa erdgroße, rotierende Gesteinsplaneten miteinander kollidieren. Bei bestimmten Auftreffwinkeln und hohen Geschwindigkeiten, fanden die Forscher in einer Computersimulation heraus, verschmelzen beide Objekte dann nicht, sondern vergehen zu der charakteristischen Donut-Form. Der größte Teil des Donuts besteht dabei aus verdampftem Gestein, lediglich in der Mitte kondensiert ein neuer Kern.

Wie lange diese Gestalt bestehen bleibt, hängt von der Gesamtmasse ab. Bei edähnlichen Objekten existiert die Synestia wohl nur für etwa 100 Jahre. Bildet sie sich jedoch aus wesentlich größeren Planeten, kann sie viel stabiler sein. Angesichts der Vielzahl von Planeten in der Milchstraße erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass wir irgendwann auf einen solchen Donut treffen werden.

 

Das Bild zeigt, wie ein Objekt – bei identischer Masse – als Planet, Planet mit Ringen und als Synestia aussähe (Bild: Simon Lock, Harvard University)

Kommentar verfassen