Ein Ort auf der Erde, wo alles tot ist

Die Erde ist bisher der einzige Ort im Universum, an dem Leben nachgewiesen wurde. Aber auch auf diesem Planeten existieren Orte, die das Leben bisher nicht besiedeln konnten. Die Geothermal-Felder im äthiopischen Dallol gehören dazu. In dem Gebiet in der Danakil-Depression im Nordosten Äthiopiens, in Grenznähe zu Eritrea, hat 1926 eine vulkanische Explosion einen 30 Meter durchmessenden Krater geformt, in dem heiße Salzquellen zutage treten. Das austretende Wasser ist 70 Grad heiß und extrem sauer, mit einem pH-Wert unter 1. Gleichzeitig ist es mit 45 Grad Lufttemperatur hier sehr heiß.

Das Wort Dallol bedeutet in der Sprache der dort lebenden Afar offenbar nicht umsonst „Auflösung“. Wie Forscher berichten, konnten sie selbst bei gründlichster Suche hier keinerlei lebensfähige Zelle aufspüren, obwohl aus der durchaus belebten Umgebung, durch Wind und durch Menschen, immer wieder Spuren herangetragen werden. Die Wissenschaftler vermuten, dass zwei Faktoren hier ausschlaggebend sind, die jeglichen Organismus abtöten: Zum einen das Vorhandensein von chaotropischen Magnesium-Salzen (die die Wasserstoff-Brückenbindungen zerstören und so Biomoleküke denaturieren) und der gleichzeitige Einfluss von hypersalzigen, hypersauren und heißen Bedingungen.

Das könnte auch für die Astrobiologie interessant sein: „Auf Planeten mit ähnlichen Bedingungen würden wir demnach auch kein Leben erwarten“, sagt Purificación Lopez Garcia, einer der Forscher, „jedenfalls nicht mit einer der irdischen ähnlichen Biochemie.“

Die vielen Farben der Dallol-Felder kommen einzig und allein aus mineralischen Stoffen (Bild: Puri López-García)

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