2018
April
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Massiver Flare trifft Proxima Centauri b

Gut, dass die Messenger aus „Proxima Rising“ noch nicht gelandet ist: Ein Tag Ende Januar 2013 war auf dem Exoplaneten Proxima Centauri B kein guter Tag für lebende Wesen. Vier Jahre später, am 24. März 2017, hat das Radioteleskop ALMA nämlich einen massiven Flare des Muttersterns Proxima Centauri gemessen. Dieser der Erde nächstgelegene Stern, ein Roter Zwerg, ist ein unruhiger Geist, der gern mit Ausbrüchen auf sich aufmerksam macht, also eine Art Rumpelstilzchen im All.

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Watson startet bald ins All – zunächst zur ISS

Als Leser von Enceladus & Co. kennen Sie Watson, eine Künstliche Intelligenz mit einigen überraschenden Fähigkeiten. Umso mehr freue ich mich, dass sich Watson nun tatsächlich auf den Weg ins All macht: Von Juni bis Oktober wird er den deutschen Astronauten Alexander Gerst an Bord der Internationalen Raumstation bei der Arbeit unterstützen. Watson bildet dabei quasi das „Denkvermögen“ des Roboterballs „Crew Interactive MObile CompanioN“ (CIMON).

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Existenz von superionischem Wasser experimentell bestätigt

Superionisches Wasser ist eine Form von Wasser (H2O), bei der der Sauerstoff ein festes Gitter bildet, während die Wasserstoffionen (oder Protonen) sich frei darin bewegen können. Bereits in den 1980er-Jahren haben Forscher über diese Zustandsform des Wassers spekuliert, 1999 wurde ihre Existenz erstmals theoretisch mit Hilfe von Computersimulationen gezeigt. Erst heute, fast 30 Jahre später, kommt nun auch die experimentelle Bestätigung.

Superionisches Wasser ist gerade für die Weltraumforschung spannend, weil Wasser in diesem Zustand gleichzeitig flüssig und fest ist: Die Protonen sind beweglich wie in einer Flüssigkeit, die Sauerstioffatome jedoch nicht. Man nimmt an, dass superionisches Wasser insbesondere in den Tiefen der Eisriesen Neptun und Uranus existieren könnte. Dort liegen dafür die richtigen Bedingungen vor: sehr hohe Drücke (im Experiment über 190 Gigapascal) und gleichzeitig hohe Temperaturen wegen der Nähe zum Kern (im Experiment 5000 Grad Celsius).

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Begegnung mit Aliens: Menschen bleiben cool

Sollten wir wirklich irgendwann auf Außerirdische treffen, bleiben die Menschen voraussichtlich ziemlich entspannt, sagen US-Forscher in einer Studie. Michael Varnum und seine Kollegen von der Arizona State University haben zum einen Zeitungsartikel untersucht, die sich mit einer potenziellen Entdeckung außerirdischen Lebens befasst haben. Dabei fanden sie deutlich mehr positive als negative Emotionen.

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Die Europäer haben jetzt das größte …

… Teleskop der Welt, wenn man nach der gesamten Lichtsammelfläche sortiert. Das „Very Large Telescope“ (VLT) der Europäischen Südsternwarte auf dem Cerro Paranal in Chile errichtet, besteht aus vier 8,2-Meter-Spiegelteleskopen. Nun hat man die vier Einzelteleskope erstmals zusammengeschaltet, um den „Echelle SPectrograph for Rocky Exoplanet and Stable Spectroscopic Observations“ (ESPRESSO) mit besonders viel Licht zu versorgen. Die einzigartige Kombination entspricht den Lichtsammel-Qualitäten eines 16-Meter-Teleskops.

Die Auflösung erhöht sich durch den Trick nicht. Die Kombination macht also noch größere Instrumente wie das künftige E-ELT (39 m) nicht überflüssig.

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New Horizons stellt Entfernungs-Rekord für Fotos auf

Der 42 Kilometer durchmessende Asteroid 2012 HZ84 und der 31 Kilometer große 2012 HE85 – das sind die Motive der Fotos, die in der derzeit größten Entfernung von der Erde aufgemommen wurden, nämlich aus 6,12 Milliarden Kilometern Abstand. Die NASA-Sonde New Horizons hat damit den Rekord von Voyager 1 gebrochen, die 1990 aus 6,06 Milliarden Kilometern Entfernung einen allerletzten Foto-Blick zurück zur Erde gewagt hat.

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Wie baut man ein U-Boot für den Saturnmond Titan?

Dragonfly, ein Quadcopter, der die Oberfläche des Saturnmondes Titan erforscht, gehört zu den beiden Konzepten, die die NASA derzeit als Kandidaten für die nächste „New Frontiers“-Mission untersucht. Der von einer Radionuklidbatterie angetriebene Flugapparat könnte in kurzer Zeit mehrere spannende Ziele ansteuern.

Die Sonde soll Proben der Oberfläche und der Atmosphäre nehmen und analysieren, jede Menge Fotos schießen und seismische Studien durchführen. In die zahlreichen Methanseen hineinsehen kann sie nicht. Abert vielleicht kann sie ein kleines U-Boot mitnehmen und vor Ort aussetzen. Über die Funktionsweise dieses U-Boots haben sich Forscher der Washington State University Gedanken gemacht.

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Marslandung im Oman: eine ganz besondere Recherche

In einem meiner nächsten Bücher soll der Mars eine Hauptrolle bekommen. Deshalb hat es mich besonders gefreut, an der Mission Amadee-18 des Österreichischen Weltraum Forum teilnehmen zu können (ein Artikel von mir über dieses Abenteuer ist am übernächsten Samstag in FOCUS zu lesen, ein weiterer folgt in der Ausgabe 3/2018 von SPACE). Ich will hier nichts vorwegnehmen, aber ein paar Reise-Details ergänzen.

Abgeholt wurde ich am 31. Januar um 6 Uhr morgens an der Sultan-Quaboos-Moschee in Salalah. Salalah ist eine wichtige Hafenstadt im Süden des Oman, früher war sie ein Zentrum des Weihrauch-Handels, heute ankern hier riesige Container-, Gas- und Öl-Frachter. Der Bus, der mich und zwei Forscher abholte, war von der Omanischen Armee gestellt, die bei dem ganzen Projekt eine wichtige Rolle spielte, gemeinsam mit dem staatlichen Ölunternehmen PDO. Wir fuhren zunächst zu dem kleinen Flughafen Marmul, der lediglich von der Ölindustrie genutzt wird. Dort trafen wir dann auf die komplette Crew, die mit einem Flieger der PDO aus der omanischen Hauptstadt Muscat gekommen war.

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