Hard Science Fiction von Brandon Q. Morris
Treibhauseffekt auf die Spitze getrieben Space

Treibhauseffekt auf die Spitze getrieben

Unser Sonnensystem ist mit seiner Aufteilung in vier Gesteinswelten innen und noch einmal vier Gas- und Eisplaneten außen relativ ungewöhnlich. Was ihm zum Beispiel fehlt, ist ein sogenannter "Heißer Jupiter": ein Gasriese in der Größe unseres Jupiter, der sehr nahe an seinem Mutterstern orbitiert und sich dadurch extrem stark aufheizt. Wer etwas über Heiße Jupiter erfahren will, muss deshalb in die Ferne schauen. In vielen der bisher über 5000 katalogisierten Planetensysteme taucht ein solches Exemplar auf. Was haben diese Planetentypen gemeinsam? Forschende des University College London (UCL) haben sich für eine Studie die Atmosphären von 25 solchen Exoplaneten angesehen,…
Astronomen entdecken eine neue Art von Sternexplosion: Mikronovae Astrophysik

Astronomen entdecken eine neue Art von Sternexplosion: Mikronovae

Ein Team von Astronominnen und Astronomen hat mit Hilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) eine neue Art von Sternexplosion beobachtet – eine Mikronova. Diese Ausbrüche ereignen sich auf der Oberfläche bestimmter Sterne und verbrauchen in wenigen Stunden eine Menge an Sternmaterial, die der Masse von 3,5 Milliarden Cheops-Pyramiden entspricht. In astronomischen Maßstäben ist das immer noch wenig – daher die Bezeichnung. Mikronovae sind viel weniger energiereich als die als Novae bekannten Sternexplosionen. Beide Arten von Explosionen ereignen sich auf Weißen Zwergen. „Mikronovae stellen unser Verständnis davon in Frage, wie thermonukleare Explosionen in Sternen ablaufen. Bisher…
Jupitermond Europa könnte Wasser nahe der Oberfläche besitzen Enceladus

Jupitermond Europa könnte Wasser nahe der Oberfläche besitzen

Der Jupitermond Europa ist ähnlich wie der Saturnmond Enceladus ein wichtiges Ziel für die Suche nach außerirdischem Leben. Dass unter seiner Eiskruste ein flüssiger, salziger Ozean existiert, scheint seit den Besuchen von Voyager und Galileo klar. Aber um dieses Gewässer zu erforschen, müssen Besucher zuerst einmal mindestens 20 bis 30 Kilometer Eis durchbohren. Oder doch nicht? Darauf deutet jedenfalls eine neue Studie hin, die auf Daten des grönländischen Eisschildes beruht und in Nature Communications veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse könnten Einblicke in die geophysikalischen Prozesse geben, die zur Entstehung des Jupiter-Mondes geführt haben. Riley Culberg, Doktorand der Elektrotechnik in Stanford, und…
Schnell wachsendes Schwarzes Loch entdeckt Astrophysik

Schnell wachsendes Schwarzes Loch entdeckt

Dass in den Zentren der meisten Galaxien supermassive Schwarze Löcher beheimatet sind, wissen Astronomen schon seit einer Weile. Mit immer besseren Untersuchungsmethoden konnten sie diese Giganten weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Schon 750 Millionen Jahre nach dem Urknall müssen sie existiert haben. Das wirft eines der größten Rätsel der heutigen Astronomie auf: Wie konnten diese supermassereichen Schwarzen Löcher, die das Millionen- bis Milliardenfache der Masse der Sonne wiegen, so schnell derart groß werden? Aktuelle Theorien besagen, dass supermassereiche Schwarze Löcher ihr Leben in den staubumhüllten Kernen von Galaxien mit starker Sternentstehung (Starburst-Galaxien) beginnen, bevor sie das umgebende Gas und den…
Überraschende Kälte auf Neptun Space

Überraschende Kälte auf Neptun

Neptun, der äußerste Planet unseres Sonnensystems, gehört mit seinem Nachbarn Uranus nicht umsonst zu den Eisriesen. Der enorme Abstand zu unserem Zentralgestirn sorgt dafür, dass die Temperatur dort draußen unter minus 200 Grad Celsius fällt. Wie warm es genau wird, hängt natürlich von der aktuellen Position im Orbit ab. Allerdings sind ausgeprägte Jahreszeiten eigentlich nicht zu erwarten: Neptun hat eine fast kreisrunde Umlaufbahn, entfernt oder nähert sich der Sonne also nur minimal, und steht zugleich mit sehr geringer Achsneigung auf dieser Bahn, während die Erde um 23,5 Grad geneigt ist. Bei einer Jahreslänge von 165 Jahren dauert jede Jahreszeit…
7 Kilometer hohe Eisvulkane auf Pluto Space

7 Kilometer hohe Eisvulkane auf Pluto

Die Erforschung des Zwergplaneten Pluto gliedert sich in zwei Epochen: Vor dem Eintreffen der NASA-Sonde New Horizons hielt man den Himmelskörper für ein eisiges, unspektakuläres Kuiper-Gürtel-Objekt. New Horizons aber lieferte dann Bilder und Daten, die die Astronomen in Verzückung versetzten. Die Zusammensetzung von Plutos Oberfläche zeigt, dass es hier eine Vielzahl von Altersstufen gibt, von relativ alten, stark zerkraterten Gebieten bis hin zu sehr jungen Oberflächen mit wenigen bis gar keinen Einschlagskratern. Eine der Regionen mit sehr wenigen Einschlagskratern beherrschen riesige Berge mit buckligen Flanken, wie man sie sonst nirgends im bekannten Sonnensystem findet. Ein Forscherteam um Kelsi Singer vom…
Erbsen, Blaubeeren und Weintrauben – nicht jede Galaxie ist wie die Milchstraße Space

Erbsen, Blaubeeren und Weintrauben – nicht jede Galaxie ist wie die Milchstraße

Elliptische Galaxien, Spiralgalaxien, Balken-Spiral-Galaxien, das haben Sie vermutlich schon gehört. Aber wussten Sie auch, dass es Typen von Galaxien gibt, die nach grünen Erbsen, Blaubeeren oder violetten Trauben benannt sind? Als eine Gruppe von Amateuren innerhalb des "Galaxy Zoo", eines von Bürgerwissenschaftlern durchgeführten Projekts, die vom Sloan Digital Sky Survey (SDSS) beobachteten Galaxien nach ihrer Farbe und Morphologie klassifizierte, fanden sie 251 ganz besondere Galaxien, die sich nicht ohne weiteres in die bekannten Galaxientypen einordnen ließen. Diese Galaxien, die rund und dicht wie Bohnen aussahen und auf Digitalbildern grün erschienen, wurden später "Green Pea Galaxies" genannt. (mehr …)
Earendel: Der fernste Stern Space

Earendel: Der fernste Stern

Weit entfernte Sterne, wie leuchtkräftig sie auch sein mögen, lassen sich selbst mit den besten weltraumgestützten Teleskopen heute noch nicht einzeln fotografieren. Dabei wäre das für die Forscher höchst interessant, denn mit wachsender Entfernung stoßen wir in die Frühzeit des Universums vor, über die wir noch zu wenig wissen. Aber mit ein bisschen Glück hilft das Universum selbst den Astronomen – indem es mächtige Galaxien so praktisch platziert, dass sie das Licht eines eigentlich viel zu weit entfernten Sterns verstärken – in diesem Fall in Form des Galaxienhaufens WHL0137–08. So gelang es kürzlich dem Weltraumteleskop Hubble, einen rund 900 Millionen…