Hard Science Fiction von Brandon Q. Morris
Warum wir nicht mit den Bäuchen am Boden kleben – oder warum unsere Erde keine Supererde ist Astrophysik

Warum wir nicht mit den Bäuchen am Boden kleben – oder warum unsere Erde keine Supererde ist

Bei der Suche nach Exoplaneten fällt den Astronomen immer wieder auf, dass unser Sonnensystem doch deutlich aus der Art geschlagen zu sein scheint. Es gibt hoer weder "heiße Jupiter" (Gasriesen in der Nähe des Zentralsterns) noch Supererden (Gesteinswelten mit mehr als dreifacher Erdmasse). Zunächst dachte man noch, das könnte an der Art und Weise der Suche liegen. Die verwendeten Techniken funktionieren eben besonders gut bei Himmelskörpern, die sehr groß sind und in der Nähe ihres Sterns orbitieren. Inzwischen ist die Liste der Exoplaneten aber deutlich vierstellig, und Supererden sind noch immer in der Überzahl. Welcher Tatsache also haben wir…
Der Todeskampf roter Überriesen Astrophysik

Der Todeskampf roter Überriesen

Zum ersten Mal haben Astronomen das dramatische Ende des Lebens eines Roten Überriesen in Echtzeit abgebildet. Sie beobachteten die rasche Selbstzerstörung eines 120 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt in der Galaxie NGC 5731 beheimateten massereichen Sterns und seinen letzten Todeskampf, bevor er in eine Supernova vom Typ II kollabierte. Unter der Leitung von Forschern der Northwestern University und der University of California, Berkeley (UC Berkeley), beobachtete das Team den Roten Überriesen während seiner letzten 130 Tage vor seiner tödlichen Detonation. Die im Astrophysical Journal veröffentlichte Entdeckung widerspricht den bisherigen Vorstellungen darüber, wie sich Rote Überriesen kurz vor ihrer Explosion…
Eisgürtel am Äquator sind häufiger als Eiskappen an den Polen Space

Eisgürtel am Äquator sind häufiger als Eiskappen an den Polen

Wir fahren gern in den Süden, Richtung Äquator, um der Kälte zu entfliehen. An den beiden Polen der Erde herrschen dauerhaft Frost und Eis. Auf das ganze Universum bezogen, ist das durchaus nicht die Regel, wie Astronomen in einer wissenschaftlichen Arbeit herausgefunden haben. Dazu hat ein Team der University of Washington und der Universität Bern mehr als 200.000 hypothetische erdähnliche Welten rechnerisch simuliert - Planeten, die dieselbe Größe, Masse, atmosphärische Zusammensetzung und Geografie wie die moderne Erde haben – alle in einer Umlaufbahn um Sterne, die unserer Sonne, einem Stern vom G-Typ, ähnlich sind. So wollten sie herausfinden, welche…
Schwarze Löcher auf Kollisionskurs Space

Schwarze Löcher auf Kollisionskurs

Haben Sie im Jahr 250.002.000 schon etwas vor? Dann nehmen Sie sich den Abend frei und betrachten Sie mit ihrem Superteleskopauge die Gegend um die Galaxie NGC 7727 im Sternbild Wassermann. Dort kollidieren dann nämlich gerade zwei superschwere Schwarze Löcher miteinander. Heute haben sie immerhin noch 1600 Lichtjahre Abstand voneinander, sind damit aber das bisher am engsten beieinander beobachtete Paar Schwarzer Löcher. Gefunden haben es Astronomen mit Hilfe des VLT der Europäischen Südsternwarte. "Es ist das erste Mal, dass wir zwei supermassereiche Schwarze Löcher finden, die so nahe beieinander liegen, weniger als die Hälfte des Abstandes des bisherigen Rekordhalters", sagt…
Planeten mit Eierschale Leben

Planeten mit Eierschale

Sie öffnen die Schleusentür. Ihr erster Schritt auf die Oberfläche eines neuen Planeten! Es ist heiß, doch Ihr Raumanzug schützt Sie. Eine dünne Wolkenschicht verbirgt die Sonne. Aber etwas stimmt nicht. Sie klettern die Leiter nach unten. Was ist es? Sie drehen sich um Ihre Achse. Wohin Sie auch sehen, der Horizont ist überall gleich weit entfernt. Dieser Planet besitzt keinerlei Erhebungen. Es ist, als stünden Sie auf der Außenseite einer Eierschale. Solche Planeten gibt es wahrscheinlich wirklich. "Eierschalen-Planeten" sind, das zeigt eine aktuelle Studie, unter bestimmten Umständen in einem Sonnensystem zu erwarten. Und da unser Universum so groß…
Im Ultraviolett wird der Himmel nie schwarz Astrophysik

Im Ultraviolett wird der Himmel nie schwarz

Das Universum wird von einem universellen Licht durchzogen. Keine Angst, es wird hier nicht esoterisch, und ich spreche auch nicht vom kosmischen Mikrowellen-Hintergrund. Es geht um einen ganz anderen Teil des Spektrums, auf der anderen Seite, den ultravioletten Bereich. Der sogenannte Lyman-alpha-Ultraviolett-Hintergrund wurde erstmals in den 1960er-Jahren entdeckt; seine Existenz hat sich 1971 bestätigt. Er entsteht, wenn Lichtteilchen mit einer bestimmten Frequenz (einer Anregungsfrequenz von Wasserstoff) von neutralen Wasserstoffatomen gestreut werden. Solche Photonen gehen im Sonnensystem in großer Zahl von der Sonne aus. Die Lichtteilchen sind für das Auge unsichtbar, weil sie ultraviolett sind. Sie sind aber trotzdem recht praktisch, weil…
Die große Barriere ist real – für kosmische Strahlung Astrophysik

Die große Barriere ist real – für kosmische Strahlung

Auf die große Barriere, die den Kern der Milchstraße umgibt, stößt das Raumschiff NCC-1701-A unter dem Kommando von Captain James T. Kirk im Jahr 2287. Angeblich ist sie undurchdringlich, und jedes Schiff, das es trotzdem wagt, sie zu durchqueren, wird vernichtet. Kirk und sein Trupp von der USS Enterprise beweisen, dass die Legende falsch ist. Tatsächlich gibt es eine Art Barriere rund um das galaktische Zentrum – und diese Barriere ist keine undurchdringliche Wand. Wie Astronomen jetzt herausgefunden haben, stellt sie aber für die kosmische Strahlung ein Hindernis dar. (mehr …)
Ist unsere Erde ein Exot im All? Space

Ist unsere Erde ein Exot im All?

Wenn Sie an das Gestein denken, aus dem unser Heimatplanet (aber auch alle anderen Gesteinsplaneten im Sonnensystem) aufgebaut ist, fällt Ihnen bestimmt sofort die Tatsache ein, dass Olivin und Orthopyroxen die vorherrschenden Minerale im Erdmantel sind. Wenn nicht, sind Sie wohl kein Geologe. Ich gestehe, ich habe das auch nicht gewusst. Aber ist das eigentlich normal? Bestehen alle Gesteinsplaneten im Universum vor allem aus diesen Mineralien? Das ist eine wichtige Frage, denn andere Gesteinsarten nehmen zum Beispiel mehr Wasser auf als die Gesteine der Erde, was die Entwicklung von Ozeanen beeinflussen würde. Andere schmelzen bei viel niedrigeren Temperaturen und…