Milchstraße

Auch der Kern der Milchstraße gebiert Sterne Astrophysik

Auch der Kern der Milchstraße gebiert Sterne

Seit Star Trek V wissen wir, dass der Kern der Milchstraße ein ganz besonderer Bereich ist. Eine galaktische Barriere gibt es dort zwar nicht, aber ein gigantisches Schwarzes Loch (Sagittarius A*) mit den von ihm produzierten Feldern sowie eine Menge Sterne auf engem Raum. Bei mittleren Abständen von unter einem Lichtjahr muss der Nachthimmel eines Planeten dort ganz besonders hell sein. Neue Sterne enstehen bekanntlich aus Zusammenballungen von Gas- und Staubwolken. Der Prozess wird gestört, wenn Magnetfelder hindurchwabern oder vorbeiziehende Sterne die Wolke mit ihrer Anziehungskraft deformieren. Im Kern der Milchstraße dürften deshalb eigentlich kaum noch neue Sterne geboren…
Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus Leben

Intelligentes Leben in der Milchstraße stirbt langsam aus

Die Menschheit ist ziemlich spät dran und ziemlich weit draußen. Das ist das Fazit einer Studie, die die Entwicklung von intelligentem Leben in der Milchstraße statistisch untersucht. Die Autoren betrachten darin eine ganze Reihe von Faktoren, von denen sie annehmen, dass sie die Entwicklung intelligenten Lebens beeinflussen, wie etwa die Häufigkeit sonnenähnlicher Sterne, die erdähnliche Planeten beherbergen, die Häufigkeit für eine Zivilisation tödlicher Supernovas, die Zeitdauer, die für die Entwicklung intelligenten Lebens erforderlich ist (wenn die Bedingungen stimmen) sowie die Tendenz fortgeschrittener Zivilisationen, sich selbst zu zerstören. Diese Faktoren ließen die Forscher mit unterschiedlichen Werten in eine Simulation der Milchstraße…
Der Familienstammbaum der Milchstraße Astrophysik

Der Familienstammbaum der Milchstraße

Von Klein zu Groß: das ist einer der möglichen Wege, wie sich Strukturen im Universum herausbilden. Galaxien wie unsere Milchstraße entstehen, wenn sich mehrere kleine Vorgängerobjekte zusammenschließen. Aber woraus genau hat sich die Milchstraße gebildet? Einem internationalen Team von Astrophysikern unter der Leitung von Dr. Diederik Kruijssen vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg ist es gelungen, die Verschmelzungsgeschichte unserer Heimatgalaxie zu rekonstruieren und ihren Stammbaum zu erstellen. Dazu analysierten die Forscher die Eigenschaften von Kugelsternhaufen, die die Milchstraße umkreisen. Kugelsternhaufen sind dichte Gruppen von bis zu einer Million Sternen, die fast so alt sind wie das Universum selbst. Die…
Wie der Magellansche Strom entstand Astrophysik

Wie der Magellansche Strom entstand

Die Milchstraße durchquert das Universum nicht allein. Sie wird in ihrer Bahn von kleineren Galaxien begleitet. Die beiden größten sind als Kleine und Große Magellansche Wolke bekannt, die als staubige Zwillingsschlieren in der südlichen Hemisphäre sichtbar sind. Als die Magellanschen Wolken vor Milliarden von Jahren begannen, die Milchstraße zu umkreisen (ganz sicher sind sich die Astronomen bezüglich des Zeitpunkts und der gravitativen Bindung nicht, evtl. nähern sie sich auch gerade zum ersten Mal an), wurde ein enormer Gasstrom, der als Magellanscher Strom bekannt ist, aus ihnen herausgerissen. Der Strom erstreckt sich nun über mehr als die Hälfte des Nachthimmels.…
Milchstraße vs. Andromeda: Die Kollision hat schon begonnen Astrophysik

Milchstraße vs. Andromeda: Die Kollision hat schon begonnen

Dass Milchstraße und Andromeda-Galaxie dereinst kollidieren und verschmelzen werden, ist unvermeidbar, obwohl heute noch 2,5 Millionen Lichtjahre zwischen ihnen liegen. Das Licht, das wir heute von Andromeda sehen, ist also vor 2,5 Millionen Jahren von dort ausgestrahlt worden. Die beiden mit Abstand schwersten Mitglieder der Lokalen Gruppe bewegen sich allerdings mit 120 Kilometern pro Sekunde aufeinander zu. In drei bis vier Milliarden Jahren (also noch zu Lebzeiten unserer Sonne) werden sich ihre bis zu 1,3 Billionen Sterne deshalb treffen. Nach weiteren etwa drei Milliarden Jahren wird sich daraus eine gigantische Elliptische Galaxie entwickelt haben, die "Milkomeda" heißen könnte. Doch…
Seltsame Objekte im Zentrum der Milchstraße Astrophysik

Seltsame Objekte im Zentrum der Milchstraße

Mal verhalten sie sich eine Gaswolke, dann werden sie wieder zum fast gewöhnlichen Stern: Die so genannten "G-Objekte", die Astronomen in einem Artikel im Wissenschaftsmagazin Nature beschreiben, lassen sich schlecht in eine Kategorie pressen. Sechs dieser Objekte haben die Forscher bereits identifiziert. Sie befinden sich alle in unmittelbarer Nähe des Zentrums unserer Milchstraße – im Orbit des supermassiven Schwarzen Loch Sagittarius A*. Diese Gemeinsamkeit ist es wohl auch, die zu ihrem seltsamen Verhalten beiträgt. G1 bis G6 haben Orbits, die sie in 100 bis 1000 Jahren einmal um das Schwarze Loch führen. Immer, wenn sie ihm dabei zu nahe…
Wie vor nicht allzu langer Zeit einmal der Kern der Milchstraße explodierte Astrophysik

Wie vor nicht allzu langer Zeit einmal der Kern der Milchstraße explodierte

Sagittarius A*, das gigantische Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße, scheint trotz seiner 4,2 Millionen Sonnenmassen ein ungefährlicher, weil schlafender Riese zu sein. Aber das war nicht immer so. Hätte unser Vorfahr, der Australopithecus, den Himmel über Afrika vor 3,5 Millionen Jahren (also lange nach dem Aussterben der Saurier) genauso intensiv beobachten können wie wir, hätte er etwa 300.000 Jahre lang Zeuge einer gigantischen Explosion im Zentrum der Milchstraße sein können, die einen kegelförmigen Strahlungsausbruch durch beide Pole der Galaxis hindurch bis in den interstellaren Raum zur Folge hatte. Das beschreibt ein Forscherteam unter Führung von Professor Joss Bland-Hawthorn vom…
Wie unsere Milchstraße geboren wurde Astrophysik

Wie unsere Milchstraße geboren wurde

Vor 13 Milliarden Jahren sah die Welt noch anders aus. Sterne bildeten sich in schneller Folge und vereinten sich zu Zwerggalaxien, die durch Zusammenstöße mit anderen wuchsen, um schließlich zu den heute beobachtbaren massiven Galaxien zu werden. Unsere Milchstraße hat einen ähnlichen Prozess hinter sich. Spanischen Forschern vom Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) ist es jetzt gelungen, den Werdegang unserer Heimatgalaxis anhand von Daten des Gaia-Satelliten nachzuvollziehen. Die Astronomen haben dazu Position, Helligkeit und Entfernung von einer Million Sterne in einer 6500 Lichtjahre großen Kugel um die Sonne verglichen. Dadurch konnten sie die Sterne auf mehrere Komponenten aufteilen:…