2019
Oktober
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Wie vor nicht allzu langer Zeit einmal der Kern der Milchstraße explodierte

Sagittarius A*, das gigantische Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße, scheint trotz seiner 4,2 Millionen Sonnenmassen ein ungefährlicher, weil schlafender Riese zu sein. Aber das war nicht immer so. Hätte unser Vorfahr, der Australopithecus, den Himmel über Afrika vor 3,5 Millionen Jahren (also lange nach dem Aussterben der Saurier) genauso intensiv beobachten können wie wir, hätte er etwa 300.000 Jahre lang Zeuge einer gigantischen Explosion im Zentrum der Milchstraße sein können, die einen kegelförmigen Strahlungsausbruch durch beide Pole der Galaxis hindurch bis in den interstellaren Raum zur Folge hatte.

Das beschreibt ein Forscherteam unter Führung von Professor Joss Bland-Hawthorn vom australischen ARC Centre of Excellence for All Sky Astrophysics in 3 Dimensions (ASTRO 3D) im Astrophysical Journal (Link zum Volltext). Das Phänomen, ein sogenannter Seyfert-Flare, hat seine Spuren in Form zweier enormer Ionisierungs-Kegel hinterlassen, die mit geringem Durchmesser beim Schwarzen Loch beginnen und sich quer durch die Galaxis ausweiten.

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