Hubble-Teleskop sieht Polarlichter auf Uranus

Polarlichter treten auf, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds, die sich entlang der Feldlinien des Erdmagnetfelds bewegen, auf die oberen Schichten der Atmosphäre treffen und diese ionisieren. Wenn das ionisierte Atom dann wieder ein Elektron einfängt (rekombiniert), gibt es Energie in Form von Licht ab.

Dieser Prozess findet auch auf anderen Planeten statt – vorausgesetzt, ein Magnetfeld ist vorhanden. Dabei muss der Planet nicht einmal besonders nahe zur Sonne kreisen, wie neue Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops zeigen. Hubble hat Polarlichter in der Gashülle des Uranus fotografiert, die sich offenbar mit der Rotation des Planeten bewegen und Folge einer besonders starken Sonneneruption waren.

Dabei hat man gleich noch die magnetischen Pole des Planeten wiedergefunden, die kurz nach dem Besuch von Voyager 2 im Jahr 1986 verloren gegangen waren.

Kompositbild aus Aufnahmen von Voyager 2 (Planet) und Hubble (Polarlichter und Ringe). (Bild: ESA/Hubble & NASA, L. Lamy / Observatoire de Paris)

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

BrandonQMorris
  • BrandonQMorris
  • Brandon Q. Morris, 54, ist Physiker und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit den spannenden Phänomenen des Alls. So ist er für den redaktionellen Teil eines Weltraum-Magazins verantwortlich und hat mehrere populärwissenschaftliche Bücher über Weltraum-Themen geschrieben. Er wäre gern Astronaut geworden, musste aber aus verschiedenen Gründen auf der Erde bleiben. Ihn fasziniert besonders das „was wäre, wenn“. Sein Ehrgeiz ist es deshalb, spannende Science-Fiction-Geschichten zu erzählen, die genau so passieren könnten – und vielleicht auch irgendwann Realität werden.