Leben auf fernen Monden?

Bei der Suche nach Geschwistern der Erde ziehen Astronomen oft vor allem Gesteinsplaneten in Betracht. Aus gutem Grund: in unserem Sonnensystem befinden sich nur solche, der Erde ähnliche Planeten in der habitablen Zone. Doch in anderen Sonnensystemen muss das nicht der Fall sein. Dort könnten sich auch Gasriesen groß wie Jupiter und größer in der bewohnbaren Zone ihres Sternes befinden. Womöglich dehnt sich die habitable Zone dann sogar noch aus, weil diese Riesenplaneten die Monde in ihrem Orbit zusätzlich mit Energie versorgen.

Dass man solche Gasriesen deshalb besser nicht von der Suche nach Leben ausschließt, das begründen jetzt Forscher im Astrophysical Journal. Sie haben eine Liste der vom Kepler-Teleskop gefundenen Riesenplaneten aufgestellt, deren Monde eventuell Leben beherbergen könnten. Dass sie Monde besitzen, scheint nach dem Vorbild unseres Sonnensystems wahrscheinlich – von den derzeit 175 Monden der acht Planeten umkreisen 172 die Gasriesen.

Die Liste, die später etwa vom James-Webb-Teleskop abgearbeitet werden könnte, enthält insgesamt 121 Gasplaneten, die alle mindestens dreimal so groß wie die Erde sind. Bisher haben Astronomen allerdings noch keinen einzigen Exomond sicher identifiziert; es gibt jedich zumindest ein paar Kandidaten.

Künstlerische Darstellung eines Leben tragenden Mondes im Orbit eines Gasriesen (Bild: NASA GSFC: Jay Friedlander and Britt Griswold)
Künstlerische Darstellung eines Leben tragenden Mondes im Orbit eines Gasriesen (Bild: NASA GSFC: Jay Friedlander and Britt Griswold)

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BrandonQMorris
  • BrandonQMorris
  • Brandon Q. Morris, 54, ist Physiker und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit den spannenden Phänomenen des Alls. So ist er für den redaktionellen Teil eines Weltraum-Magazins verantwortlich und hat mehrere populärwissenschaftliche Bücher über Weltraum-Themen geschrieben. Er wäre gern Astronaut geworden, musste aber aus verschiedenen Gründen auf der Erde bleiben. Ihn fasziniert besonders das „was wäre, wenn“. Sein Ehrgeiz ist es deshalb, spannende Science-Fiction-Geschichten zu erzählen, die genau so passieren könnten – und vielleicht auch irgendwann Realität werden.